Daniel Lochner

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Daniel Lochner (geb. 15. August 1667 in Fürth, Pfarrhof; gest. Juli 1725 in Fürth) war von 1697 bis 1725 Stadtpfarrer von Fürth.

Leben

Daniel Lochner war der Sohn der Fürther Pfarrers Carl Friedrich Lochner und gehörte somit zur Pfarrersdynastie der Lochner. Er besuchte zunächst die dompropsteiliche Gemeindeschule in Fürth, die Gymnasien Würzburg, Rothenburg und Wismar. Ab 1683 studierte er in Rostock. 1691 fand er in Altdorf eine erste Anstellung, 1692 wurde er seinem kranken Vater als Hilfsgeistlicher zur Seite gestellt, dessen Amt er 1697 ganz übernahm. Bereits neun Jahre vor seinem Tod begann seine langwierige Krankheit und am 29. Juli 1725 wurde er schließlich im Chor der Michaeliskirche beigesetzt.

Zeit als Stadtpfarrer

Daniel Lochner war ein energischer Pfarrer, der seine Gemeinde stets zu belehren versuchte, teils drastisch. So kam es infolge seiner Kritik am "unsinnige Schwelgen und allzu unsinnige Fressen und Saufen..." in der Neujahrspredigt vom 1. Januar 1725 gar zu einem Amtsenthebungsverfahren.

Doch Lochner verfügte ebenso über eine besonnene Seite, so appellierte er bei der Beerdigung eines Scharfrichters 1723 an die Öffentlichkeit, die Henker nicht zu verachten, schließlich wären es die Richter, die die Todesurteile aussprächen.

Gartenkunst

Hofseite des Lochnerschen Gartenhauses in der heutigen Theaterstraße.

Wie auch sein Vater Carl Friedrich Lochner, der das Lochnersche Gartenhaus anlegen ließ, war auch Daniel Lochner ein großer Liebhaber der Gartenkunst. Schon beim Studium lag sein Augenmerk nebenbei auf botanischen Studien, und später pflegte er einen großen Park am Schießanger und baute den Garten des Vaters weiter aus.

Literatur

  • J. Karl Hohenberger: Das Fürther Pfarrgeschlecht der Lochner. In: Nordbayerische Zeitung vom 21. Juni 1929
  • Adolf Schwammberger: Pfarrer Daniel Lochner. In: Monatsgruß für die evangelisch-lutherischen Kirchengmeinden in Fürth, 4. Jg., Nr. 11, Oktober 1958
  • Lochner, Daniel. In: Adolf Schwammberger: Fürth von A bis Z. Ein Geschichtslexikon. Fürth: Selbstverlag der Stadt Fürth, 1968, S. 245 f.

Siehe auch

Einzelnachweise