Israelitische Waisenanstalt

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Hallemannstr. 2, Synagoge

Das Jüdische Waisenhaus wurde 1763 von Israel Lichtenstaedter gegründet und ist damit die älteste derartige Einrichtung Deutschlands gewesen.


Geschichte

Das Haus in der Geleitsgasse 1 erhielt auch eine eigene Synagoge. 1868 errichtete man in der Julienstraße 2 ein neues Gebäude, welches 1884 nochmals erweitert wurde.

Am 22. März 1942 wurden die dort wohnenden 33 Waisenkinder von den Nazis in das KZ Izbica deportiert. Seitdem gelten Sie als verschollen bzw. sind grausam ums Leben gebracht worden. Ihr Schicksal teilte der letzte jüdische Waisenhausdirektor, Dr. Isaak Hallemann, seine Frau und zwei seiner Töchter.[1]

Heute ist die Synagoge des ehemaligen Waisenhauses die Gemeindesynagoge der Jüdischen Gemeinde Fürth.

Beschreibung des Baudenkmals

Israelitische Waisenanstalt
Straße: Hallemannstraße 2 / 2a
Akten-Nr.: D-5-63-000-371
Objekt: Ehemaliges Israelitisches Waisenhaus mit Synagoge, jetzt Wohnhaus mit Synagoge
Baujahr: 1868
Baustil: Klassizismus
Architekt: Friedrich Friedreich
Geokoordinate: 49° 28' 35", 10° 59' 11"
Gebäude besteht: Ja
Quelle: BLfD - Denkmalliste Fürth

Dreigeschossiger, reich gegliederter Sandsteinbau in Ecklage mit Mansardwalmdach, spätklassizistisch, von Friedrich Friedreich, 1868, Erweiterung nach Norden 1884; Gedenktafel mit Bauinschrift, Marmortafel mit Sandsteinrahmung und Dreiecksgiebel.

Literatur

  • Gisela Naomi Blume: Die israelitische Waisenanstalt Fürth". In: Fürther Geschichtsblätter, Ausgabe 3/2010, S.59 - 86
  • Gisela Naomi Blume: Mikwen in Fürth - "Die Kellerquellenbäder der Israelitinnen". In: Fürther Geschichtsblätter, 3/2011, S.79

Siehe auch

Bilder

Einzelnachweise

  1. PastFinder Nürnberg 3. Ausgabe, Seite 113, ISBN 978-3-00-020329-9