Prater

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Prater
Adresse: Erlanger Str. 57
Eröffnung:
Abbruch:
Daten
Biere: Bergbräu
Spezialitäten:
Küche:
Plätze:
Besonderheit: Biergarten, Lage

Der Prater wurde 1817 von dem Fabrikanten Johann Georg Ochs angelegt.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Prater in Fürth ist benannt nach dem weltberühmten Prater, dem Garten- und Vergnügungspark in Wien.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Praterareal zu seiner Hochzeit um 1900
Das Prater-Areal heute (2021)

Der Prater hieß nach dem Fabrikanten Johann Georg Ochs, der ihn 1817 angelegt hatte, zunächst Ochs'scher Garten bzw. "Ochsischer Garten". 1838 hieß der Wirt im Ochs'schen Garten Nikolaus Lorenz.[1] Am 1. Mai 1839 eröffnete Johann Georg Lunz die Wirtschaft im Ochsischen Garten[2] und ab März 1842 bis April 1852 hieß der Pächter Leonhard Schaller[3]. 1852 kaufte der Brillenfabrikant Georg Eisenmenger den Ochs'schen Garten[4] und verwendete in einer Zeitungsanzeige 1853 den Begriff "Prater". 1854 hieß der Besitzer Georg Lößlein/Löslein und ab Oktober dann H. Kütt als Pächter. 1855 wurde das Anwesen aufgrund des Konkurses von Georg Löslein versteigert; der Bierbrauer Stengel kaufte das Gartenanwesen.[5] In den 1870er Jahren ging der Biergarten in die Hände der Brauerei Mailaender über, die in den 1880er Jahren für eine umfassende Renovierung sorgte: 1882 wurde ein künstlicher Weiher angelegt und es wurden Hallen und ein Musikpodium errichtet. Am 27. Mai 1883 wurde zudem eine Gartenanlage eröffnet. Der Stadtchronist Fronmüller schrieb darüber:

Am [...] [27. Mai 1883] fand das Einweihungsfest der durch die Gebrüder Mailänder komfortabel eingerichteten und namhaft verschönerten und vergrößerten Räume des Prater statt, welche unserer Stadt alle Ehre machen.[6]

Die Fürther nutzten den Prater als ein beliebtes Ausflugsziel, das sonntags gut zu Fuß erreichbar war und wo man essen, trinken und jetzt auch Boot fahren konnte. Sechs weiß-grün gestrichene Kähne gab es; die Gebühr für eine Stunde Bootfahren betrug 20 Pfennig.[7] Es gab nicht nur Sommerfeste, sondern im Winter auch Eisfeste. In diesen Jahren fanden im Pratergarten auch Versammlungen politischer Vereine und Parteien statt, die von bis zu 900 Menschen besucht wurden.[8]

Noch 1955 machte der Prater Werbung mit Tanzlokal, Bier- und Rosengarten.

Die Siedlung am Praterweiher entstand in den 1960er Jahren. Der Weiher wurde dazu verkleinert, das alte Ausflugslokal abgerissen. Zuerst entstanden 1961 die niedrigeren Genossenschaftshäuser am Praterweg 1 u. 3, ab 1964 die Hochhäuser um den Weiher herum. Den Abschluss bildete 1969 die neue Pratergaststätte mit Blick auf den Weiher. Seit 2017 findet man dort feine asiatische Küche im ChopsticK.

Literatur[Bearbeiten]

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • fn: In den Praterweiher eingebrochen. In: Fürther Nachrichten vom 18. Februar 2021 (Druckausgabe) bzw. Fürth: Jugendliche gehen auf Weiher - und brechen ein. In: nordbayern.de vom 18. Februar 2021 - online

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fürther Tagblatt General-Anzeiger für Fürth und Umgegend, 1838, S. 308
  2. Fürther Tagblatt General-Anzeiger für Fürth und Umgegend, 1839, S. 376
  3. Fürther Tagblatt vom 25. März 1842 und 24. April 1852
  4. Fürther Tagblatt vom 7. Mai 1852
  5. Fronmüllerchronik, 1887, S. 301
  6. Fronmüllerchronik, 1887, S. 586
  7. Barbara Ohm: Durch Fürth geführt, Band 2 - Die Stadt jenseits der Flüsse. VKA Verlag Fürth, 2005, S. 50-51.
  8. Stadtarchiv Fürth, AR 14 / 206, 5.9.1878

Bilder[Bearbeiten]