Alexander Mayer

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Dr. Alexander Mayer (geb. 24. März 1960 in Fürth, Rudolf-Breitscheid-Straße 25) ist ein Fürther Historiker, Publizist, zeitweise Kommunalpolitiker und war von Januar 2004 bis zum 31. August 2014[1] Stadtheimatpfleger von Fürth. Er ist Gründungmitglied von FürthWiki e. V..

Leben

Mayer auf der Berliner Mauer im Herbst 1989

Alexander Mayer ist ein Sohn des Diplom-Physikers und Rundfunk- und Fernsehpioniers Walter Mayer (geb. 1926) und seiner Ehefrau Adolfine Mayer. Aufgewachsen ist er in der Benditstraße und in Zirndorf nahe der Alten Veste.

Nach dem Abitur am Hardenberg-Gymnasium und dem Zivildienst im Bereich der Altenpflege (Arbeiterwohlfahrt Fürth) studierte Alexander Mayer an der Universität Erlangen-Nürnberg Politikwissenschaft, Kulturgeographie und Neuere Geschichte sowie einige Semester Musikwissenschaft, Archäologie und Soziologie. Er kandidierte 1984 als einer der jüngsten Bewerber Bayerns sowohl als Stadt- wie auch als Kreisrat (Zirndorf, Landkreis Fürth) und übte diese Mandate zunächst als Vertreter der Grünen, dann als Parteiloser bis 1991 aus. Er war von 1983 bis zu seinem Austritt formell Kreisvorsitzender der Grünen im damals noch nicht getrennten Kreisverband der Grünen Fürth Stadt und Land. Seine Magisterarbeit (Fachbereich Politische Wissenschaft) - eine Fallstudie zu Macht- und Einflussstrukturen in der Kommunalpolitik - wurde 1989 in einer kommunalwissenschaftlichen Reihe veröffentlicht. Nach zwischenzeitlicher Berufsstätigkeit fertigte er mithilfe eines Graduierten-Stipendiums des Freistaates Bayern eine Dissertation zur Theorie der Politikverflechtung von Fritz W. Scharpf an und promovierte daraufhin zum Dr. phil. (Fachbereiche: Politische Wissenschaft, Geographie, Neuere Geschichte).

1993 bis 2007 war Mayer Vorsitzender des Fürther Altstadtvereins, wo er maßgeblich das Altstadtbläddla und die Fürther Altstadtweihnacht mitgestaltete. Beruflich war er zeitweise im Bürgermeister- und Presseamt der Stadt Fürth, im Stadtplanungsamt der Stadt Schwabach sowie als freier Mitarbeiter der Fürther Nachrichten tätig. Mayer ist freier Sozialwissenschaftler und Historiker, Publizist, Fotograf sowie Hausmann, Geschäftsführer und Immobilienverwalter.

Am 28. Januar 2004 wurde Dr. Mayer vom Stadtrat als Nachfolger von Barbara Ohm zum Stadtheimatpfleger gewählt[2] und hatte das Amt bis zum 31. August 2014 inne.

Mayer ist Redaktionsmitglied beim Magazin des Montessori Zentrums Nürnberg und war von 1983 bis 1990 Mitglied der Grünen sowie von 1991 bis 2014 Mitglied der Fürther SPD, ohne bei der SPD jedoch nennenswerte Funktionen übernommen zu haben. Weiterhin trug er maßgeblich zur Gründung des Denkmalnetzes Bayern bei, ein Zusammenschluss bayerischer Bürgerinitiativen im Bereich des Denkmalschutzes.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die Sperrung des Rathausplatzes in Nürnberg. Eine Fallstudie zur Machtverteilung und zu Einflußstrukturen in einer deutschen Großstadt. Minerva Publikationen, München 1989. ISBN 3-597-10652-8.
  • Der Landkreis in der Politikverflechtungsfalle. Eine Untersuchung zur Theorie der Politikverflechtung am Beispiel der Verbindungsstraße West im Landkreis Fürth. Zugleich: Universität Erlangen-Nürnberg, Dissertation, 1993. Fürth: Städtebild-Verlag, 1993, 421 S., ISBN 3-927347-26-4
  • Alexander Mayer, Dietrich Vogel, Sepp Körbl: Flüchtlings- und Asylpolitik in Deutschland. Fürth: Arbeitskreis Ethnische Minderheiten Fürth, 1993, ISBN 3-927347-29-9 (Schriftenreihe Ganzheitliche Zuwanderungspolitik III)
  • Die Juden in Fürth - Schlaglichter 1792-1914. In: Altstadtbläddla, Altstadtverein St. Michael Fürth, Ausgabe 34, 2000 - im Internet
  • Alexander Mayer u.a.: Altstadtbläddla. Organ des Altstadtvereins St. Michael Fürth. Fürth: Altstadtverein St. Michael, ohne ISBN - AVF (Anmerkung: Alexander Mayer war von 1994 bis 2007 Redakteur des Fürther „Altstadtbläddla“, in dem die meisten Beiträge aus seiner Feder stammen.)
  • 40 Jahre Lebenshilfe Fürth. Eine Geschichte der Behinderten. Begleitbroschüre zur Jubiläums-Dokumentation. Fürth: Lebenshilfe Fürth, 2001, ohne ISBN.
  • Ausstellung „BilderLast. Franken im Nationalsozialismus“. In: Rundbrief des Stadtheimatpflegers der Stadt Fürth Nr. 31 vom 25. April 2008 - PDF-Datei.

Dies ist eine Liste von Medien rund um die Stadt Fürth, die vom Autor "Alexander Mayer" erstellt worden sind.

 UntertitelErscheinungsjahrAutorVerlagGenreAusführungSeitenzahlISBN-Nr
Altstadtviertel St. Michael Fürth (Buch)Geschichte und Wiederbelebung1995Alexander Mayer
Ernst-Ludwig Vogel
Städtebilder VerlagStadtgeschichte
Bildband
Buch, Softcover1123-927347-34-5
Aufgewachsen in Fürth in den 60er und 70er Jahren (Buch)2009Alexander MayerWartbergStadtgeschichte
Erzählung
Buch, gebunden649783831319329
Die Bürgermeister in der Flohkammer (Buch)...und andere Geschichten und Anekdoten aus dem alten Fürth
und andere Geschichten und Anektoden aus dem alten Fürth
2007Alexander MayerWartbergStadtgeschichte
Erzählung
Buch79978-3-8313-1807-0
Fürth - Die schönsten Seiten. At it´s best. (Buch)Die schönsten Seiten. At it´s best
Moment Aufnahmen
2013Alexander MayerSutton, ErfurtBildbandBuch, Hardcover84978-3-95400-233-7
Fürth 1911 - 1914 (Buch)Krieg der Illusionen - die lokale Sicht2000Alexander MayerStädtebilder VerlagStadtgeschichte
Festschrift
Politik
Buch, Softcover1113-927347-44-2
Fürth wie es früher war (Buch)2001Alexander MayerWartbergStadtgeschichte
Bildband
Buch, Hardcover723-8313-1195-1
Fürth. Bewegte Zeiten - Die 50er Jahre (Buch)2001Alexander MayerWartbergStadtgeschichte
Bildband
Buch, Hardcover723-8313-1203-6
Grundig und das Wirtschaftswunder (Buch)2008Alexander MayerSutton, ErfurtFirmengeschichte
Bildband
Wirtschaft und Technik
Biografie
Buch, Hardcover128978-3-86680-305-3
Zu Wasser, zu Lande und in der Luft (Buch)Eine Fürther Verkehrsgeschichte2010Alexander MayerSutton, ErfurtBiografie
Wirtschaft und Technik
Buch, Softcover126978-3-86680-594-1


Zitate

  • "Geringe Wertschätzung von Kunst im öffentlichen Raum ist ein typisches und hinreichendes Merkmal von Provinz". (2009)
  • "Der nächste Abriss kommt bestimmt, und irgendwann ist der Punkt erreicht an dem die Seele unserer Stadt bricht" (Nach der letzten größeren Abrisswelle für den Bau der U-Bahn Mitte der 1990er Jahre.)
  • "Vielfach wird der Historismus, der Fürth so durchgehend prägte, geringschätzig betrachtet, weil er kein eigener Stil sei und nur Vergangenes kopiert habe. Aber was kam danach: Anfang des 20. Jahrhundert wurde die Parole „Ornament ist vergeudete Arbeitskraft und damit vergeudetes Kapital“ ausgegeben. Dem „Stilchaos“ des Historismus folgte der Funktionalismus, die so genannte Moderne Architektur: ein Fortschritt? So gesehen, könnte man den Historismus als letztes Aufbäumen der Ästhetik gegen die Technokratie, dem Funktionalismus interpretieren [...]"

Literatur

  • Ralph Stenzel: Heimatschutz im Internet, Dienstag, 14. Februar 2006 - zonebattler

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kleeblattstadt bekommt neue Stadtheimatpflegerin. In: Stadt Fürth - Presse-Information vom 26. Juni 2014 / 233/14
  2. Beschluss des Stadtrates vom 28. Januar 2004