Stadelner Brücke

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Die Stadelner Brücke, ehemals auch Heubrücke genannt, ist eine Straßenbrücke im Wiesengrund der Regnitz. Sie verbindet die Stadelner Straße mit dem Stadelner Fischerberg. Im Fürther Sprachgebrauch ist diese Verbindung auch als "Panzerstraße" bekannt, da über diese Straße die in der Monteith-Barracks stationierten US-Truppenteile zu ihren Manövern zum Truppenübungsplatz Tennenlohe fuhren.

Stadelner Brücke

Die Brücke befindet sich ungefähr an der Stelle, an der es früher vermutlich eine Regnitzfurt gab. Diese wird noch 1504 erwähnt: "Stadlen, ein furt daselbst".[1] 1567 wird dann bereits von einer Brücke gesprochen: "... 2 Tagwerk Wiesen bey der Bruggen bey Stadlen gelegen ...".[2] Auch Quellen von 1733 berichten, dass sich eine Brücke an dieser Stelle befand.[3]
Während des Siebenjährigen Krieges wurde die Brücke zerstört, als das preußische Freibataillon des Obristen von Mayr bei seinem Vorstoß nach Franken im hiesigen Raum am 9. Juni 1757 auf würzburgische Streitkräfte stieß. Zum Gefecht bei Vach gibt es einen eigenen Bericht des Obristen von Mayr: „… so habe ich mich über Fürth gezogen, und alle Brücken der Rednitz [sic!] etliche Meilen weit besetzen, und almählig abreissen lassen. Man fing mit der zu Stadling an, ....".[4]

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke noch von den Deutschen gesprengt. Nach dem Krieg errichteten die Amerikaner dann zuerst eine Notbrücke. Die jetzige Konstruktion ist aus dem Jahr 1956 und ersetzt eine schmale Holzbrücke mit drei Pfeilern. Wegen des sumpfigen Untergrundes sind die Widerlager und Pfeiler auf Holzpfähle gegründet, die 1992 mit einem Betonmantel umgeben wurden. Vier Pfeiler, von Eiswehren geschützt, tragen die leicht gewölbte Fahrbahn, die bei Hochwasser noch sichtbar ist, wenn die Zufahrtsstraßen bereits überschwemmt sind. Die Stadelner Brücke ist nur 8 m breit und mit täglich etwa 12.000 Fahrzeugen viel befahren. Für Fußgänger und Radfahrer war das Einfädeln in den fließenden Verkehr sehr gefährlich. Deshalb wurde 1993 eine zusätzliche Fußgängerbrücke auf der Südseite gebaut.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Fr. Schnellbögl, H. Hofmann: Gelegenheit der Landschaft, 1952, S. 32
  2. Berg'sches Reichslehenbuch, St.A. N. Rep. 59 Nr. 289, f. 82
  3. Angabe nach Jesussek, S. 98
  4. "Geschichte des im 1756 und 1757sten Jahre in Teutschland und dessen angränzenden Ländern geführten Krieges..." (1758), S. 96 - online-Digitalisat der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden