Werner J. Heymann

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Werner J. Heymann (geb. 1920 in Fürth, gest. 1992) machte sich um die Aufarbeitung der Jüdischen Geschichte in Fürth sehr verdient.

Heymann stammte aus der Fabrikantenfamilie der Gummibandweberei Jonas Heymann. Nach Besuch der "Heckmannschen Privatschule für Knaben" wechselte Heymann auf das Heinrich-Schliemann-Gymnasium in Fürth.

1937 emigrierte er in die Schweiz. Seine Eltern mussten 1938 unter Androhung von Gewalt durch die Nationalsozialisten den Familienbesitz verkaufen, die Gebäude und die Firma wurden "arisiert".

Heymann absolvierte während des Krieges in der neutralen Schweiz eine Ausbildung zum Textiltechniker und übernahm in der Folge die Leitung einer Seidenweberei. 1954 gelang Heymann die Rückabwicklung des elterlichen Betriebs, so dass er den Betrieb wieder übernehmen konnte.

In den 1950er Jahr begann Heymann berufsbegleitend das Studium von sprachwissenschaftlichen Studien, so z.B. Westjiddisch. Gleichzeitg nahm Heymann kontakt mit noch lebenden ehem. Fürther Juden in der ganzen Welt auf und versuchte hier den Kontakt zu halten.

Seit 1983 tritt er mit Aufsätzen zur Jüdischen Geschichte hervor, am Ende stand der Film "Auf der Suche nach dem Fränkischen Jerusalem" aus dem Jahr 1986 und das Buch "Kleeblatt und Davidstern (Buch)" von 1990. Auf ihn geht auch die Idee eines Jüdischen Museums in Fürth zurück.

Auszeichnungen

Für seine Verdienste ehrte ihn die Stadt Fürth am 9. April 1990 mit der Goldenen Bürgermedaille.

Literatur

  • Kleeblatt und Davidstern. Aus 400 Jahren jüdischer Vergangenheit in Fürth, Fürth 1990

Siehe auch

Veröffentlichungen

Dies ist eine Liste von Medien rund um die Stadt Fürth, die vom Autor "Werner J. Heymann" erstellt worden sind.

 UntertitelErscheinungsjahrAutorVerlagGenreAusführungSeitenzahlISBN-Nr
Kleeblatt und Davidstern (Buch)Aus 400 Jahren jüdischer Vergangenheit in Fürth1990Werner J. HeymannMaria MümmlerStadtgeschichte
Religion
Buch, Hardcover2403-926477-06-7