Benedikt Döhla

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Dr. phil Benedikt Döhla (geb. 17. November 1983) ist seit 2021 berufsmäßiger Stadtrat und Kultur- und Sozialreferent der Stadt Fürth.

Zuvor war Döhla seit 2014 ehrenamtlicher Stadtrat der SPD, von Mai 2017 bis September 2021 als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion. Er arbeitete an der Otto-Seeling-Schule in der Fürther Oststadt als Mittelschullehrer.

Dr. Döhla ist verheiratet und lebt in der Fürther Südstadt.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Wolfgang-Borchert-Gymnasium in Langenzenn im Jahr 2003 absolvierte Benedikt Döhla ein freiwilliges Soziales Jahr anstelle des Ersatzdienstes an der Dr. Isaak-und-Klara-Hallemann-Schule der Lebenshilfe in Dambach. Im Anschluss studierte er von 2004 bis 2008 Lehramt für Hauptschulen mit den Fächern Geschichte, Deutsch, Arbeitslehre und Evangelische Religion an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und schloss mit dem 1. Staatsexamen ab. Von 20052008 studierte Döhla das Erweiterungsfach Didaktik des Deutschen als Zweitsprache, hier legte er im Jahr 2009 das 1. Staatsexamen ab. Von 20092012 arbeitete Döhla an einer Dissertation im Promotionsfach Didaktik des Deutschen als Zweitsprache an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die von Prof. Dr. Pommerin-Götze betreut wurde. Am 20. Dezember 2013 wurde Döhla mit der Dissertation unter dem Titel „Zur Wirksamkeit vorintegrativer Sprachförderung im Rahmen des Sprachnachweiserfordernisses beim Ehegattennachzug – Eine empirische Untersuchung am Beispiel der Goethe-Institute in der Türkei“ zum Dr. phil promoviert. An der Universität übernimmt Döhla im Fach Didaktik des Deutschen als Zweitsprache Lehraufträge, u. a. zu den Themen Zweitspracherwerb, Sprachstandsdiagnostik und Migrations- und Integrationspolitik. Mehrere Jahre war er als freier Dozent in Integrationskursen bei verschiedenen Sprachkursträgern in Fürth und Nürnberg tätig. Von 20122014 absolvierte Döhla den Vorbereitungsdienst als Lehramtsanwärter an der Robert-Bosch-Mittelschule in Nürnberg/Röthenbach. Seit dem Schuljahr 2014/2015 unterrichtet er an der Otto-Seeling-Mittelschule in Fürth.

Politischer Werdegang[Bearbeiten]

Döhla trat im Jahr 2001 in die SPD ein und hatte seitdem verschiedene Ämter in der SPD und bei den Jusos inne, unter anderem war er stellvertretender Bezirksvorsitzender der Jusos Mittelfranken und Vorsitzender der Jusos im Unterbezirk Fürth. Hier etablierte er in Zusammenarbeit mit der AG 60 plus die erfolgreiche Gesprächsreihen „Fürther Generationenforum“.[1] Döhla kandidierte bei der Kommunalwahl 2008 erstmals für den Fürther Stadtrat. Seit der Kommunalwahl im Jahr 2014 gehört Döhla dem Fürther Stadtrat an und ist seit 2017 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion. Seit dem Jahr 2017 ist Döhla zudem Vorsitzender der Südstadt-SPD, des mitgliederstärksten SPD-Distriktes in Fürth, seit 2008 ist er Mitglied des Kreisvorstands der Fürther SPD. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 kandidierte er erneut für den Fürther Stadtrat. Von den SPD-Mitgliedern wurde er auf Platz 5 der SPD-Liste gereiht. Mit 21.333 Stimmen gelang Döhla erneut der Einzug in den Fürther Stadtrat.

Am 29. Juli 2021 wurde Dr. Döhla mit 34 von 47 Stimmen zum Sozial- und Kulturreferent gewählt, zwei Stimmen waren ungültig - 13 Stimmen entfielen auf zwei weitere Bewerber. Seine Vorgängerin war Elisabeth Reichert, die altersbedingt ausschied.

Ehrenamtliches Engagement und Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Benedikt Döhla ist seit 2007 Mitglied der Arbeiterwohlfahrt. Er ist stellvertretender Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Fürth-Süd und seit dem Jahr 2016 stellv. Kreisvorsitzender der AWO Fürth-Stadt. Als sozialpolitischer Sprecher des AWO-Kreisverbandes vertritt Döhla die Positionen der AWO zu Sozial- und Bildungsthemen in der Öffentlichkeit. Döhla ist Mitglied in verschiedenen Vereinen und Verbänden, darunter ASV Fürth, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Bund Naturschutz, Förderverein Jüdisches Museum Franken, Förderverein Haus der Volkshochschule Fürth.

Politische Schwerpunkte[Bearbeiten]

Zwei Schwerpunkte der Stadtratsarbeit von Benedikt Döhla sind die Sozialpolitik und die Bildungspolitik. Im Fürther Rathaus setzt er sich für die Fürther Wohlfahrtsverbände und die Stärkung kommunaler Bildungsangebote ein. Einen großen Stellenwert seiner Tätigkeit als Bürgervertreter hat für Döhla die Vertretung des Stadtteils, in dem er wohnhaft ist. Die politische Gestaltung der weiteren Entwicklung der Fürther Südstadt ist für ihn von großer Bedeutung. Zwei Bereiche stehen für ihn dabei besonders im Fokus: Als Stadtrat positioniert sich Döhla gegen die Bebauung von Grünflächen, wie dem Südstadtpark[2] oder dem Villengrundstück an der Austraße[3]. Ebenfalls nicht zur Bebauung in Frage kommen für ihn die Kleingartenanlagen in der Südstadt. Döhla setzt sich für die Sanierung und Instandsetzung öffentlicher Plätze, wie an der Kirche St. Paul[4] und öffentlicher Spielplätze[5] ein. Er engagiert sich für die Einrichtung eines Aktiv-Fitness-Platzes im Südstadtpark.[6] Mehrere politische Initiativen Döhlas sind auf eine Verbesserung der Verkehrssituation in der Fürther Südstadt gerichtet. Mit Blick auf den Parkdruck in den Quartieren setzt sich Döhla für die Ausweitung von Bewohnerparkplätzen[7] und die Erweiterung des Angebots an alternativen Mobilitätsangeboten, wie Carsharing-Stationen[8], ein. Bautätigkeiten in der Südstadt dürfen seiner Meinung nach nicht mit der unnötigen Belegung von wichtigen Parkplätzen verbunden sein.[9] Um die Belastung durch Verkehr in den Quartieren der Südstadt zu senken, setzt Döhla einerseits auf die Ausweitung von Verkehrsberuhigung in Wohngebieten, wie am Jupiterweg[10], andererseits aber auch auf die Planung größerer Infrastrukturprojekte, die, wie die Höfener Spange[11], vielen Haushalten Entlastung bringen. Mit Blick auf die Größe und die Einwohnerzahl der Südstadt ist er für die Beibehaltung und den weiteren Ausbau von stadtteileigenen Festen, wie „Schlemmen im Park“ im Südstadtpark.[12] Döhla setzt sich dafür ein, in Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg das Quartier der Höfener Straße aufzuwerten.[13] Er vertritt die Ansicht, dass keine städtischen Ämter aus dem bevölkerungsreichsten Stadtteil in andere Stadtteile verlagert werden dürfen.[14]

Ausschüsse und Pflegschaften 2014 - 2021[Bearbeiten]

Stipendien und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Döhla war sowohl Studien- als auch Promotionsstipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • Birgit Heidingsfelder: Referentenwahl: Kritik am Polit-Deal. In: Fürther Nachrichten vom 31. Juli 2021 (Druckausgabe) bzw. "Posten-Mauschelei": Kritik an der Referentenwahl. In: nordbayern.de vom 31. Juli 2021 - online abrufbar

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johannes Alles: Jusos und alte SPDler Seite an Seite - online abrufbar
  2. SPD-Fürth Homepage-Artikel – Wilhelm Löhe Hochschule wird erweitert – außerhalb des Südstadtparks - online abrufbar
  3. SPD Fürth Homepage-Artikel - Fürther Stadtrat lehnt neuen Vorschlag zur Bebauung des Villengrundstücks an der Ecke Austraße/Flößaustraße ab – Entscheidung fällt vor Gericht! - online abrufbar
  4. SPD-Fürth Homepage-Artikel – St. Paul: Umbau des Kirchenvorplatzes ist gestartet - stark verbrauchte Amalienstraße vor dem Platz wird endlich saniert! - online abrufbar
  5. SPD-Fürth Homepage-Artikel – Neuer Spielplatz im Südstadtpark erfreut sich großer Beliebtheit: Investitionen haben sich gelohnt - online abrufbar
  6. SPD-Fürth Homepage-Artikel – Neue Trainingsangebote „unter freiem Himmel“ – SPD-Stadtratsfraktion befürwortet Einrichtung neuer Aktiv-Fitness-Plätze im Stadtgebiet - online abrufbar
  7. SPD-Fürth Homepage-Artikel – Neue Bewohnerparkplätze für die alte Südstadt! SPD-Anfrage hat deutliche Verbesserung der Parksituation in der Holzstraße zur Folge - online abrufbar
  8. SPD-Fürth Homepage-Artikel – Südstadt-SPD begrüßt Carsharing-Pläne in der Fürther Südstadt – Mobilpunkte am Stresemannplatz und in der Steubenstraße - online abrufbar
  9. nordbayern.de – Verkaufscontainer blockiert Parkplätze in der Südstadt - online abrufbar
  10. SPD-Fürth Homepage-Artikel – Jupiterweg: SPD-Anfrage macht Weg frei für die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs - online abrufbar
  11. SPD-Fürth Homepage-Artikel – SPD-Stadträte aus der Südstadt freuen sich über den unmittelbar bevorstehenden Baubeginn der Höfener Spange – Kein Verständnis für Bedenken der Grünen - online abrufbar
  12. nordbayern.de – Neue Runde für „Schlemmen im Park“ in Fürth? - online abrufbar
  13. nordbayern.de – Fürther SPD will Höfener Straße aufwerten - online abrufbar
  14. nordbayern.de- Ämtergebäude Süd: SPD watscht Grüne ab - online abrufbar

Bilder[Bearbeiten]