Bergstraße 7

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Das Gebäude Bergstraße 7 war ein Wohngebäude im sog. Gänsbergviertel. Im Zuge der Flächensanierung wurde das Gebäude abgerissen. Im Kartenausschnitt in der Faktenbox auf der rechten Seite wird der ungefähre ehemalige Standort des Gebäudes im aktuellen Stadtplan angezeigt.


Gänsbergplan, Bergstraße 7 (rot markiert)

Geschichte der Eigentümer[1][Bearbeiten]

  • 1615: Hanns Waldauer (? evtl. Wohlhauer); das Haus muss um 1600 erbaut worden sein - früher unwahrscheinlich. "Ein Behausung, so gemeinrecht hat, uffm Gensberg an Hannsen Romings (Bergstraße 13) von Conzen Hofels gläubigern erkaufften Köblersgütlerin stossent, so Jezigen Innhaber zu bauen, aus gnaden bewilligt worden, daß er keine Bestantner[2] einnemen solle."[3] Damit kommt nur Waldauer als Erbauer infrage.
  • ...: Lienhardt Schuch (? Hanns Leonhard)
  • ...: Niclaus Weber
  • ...: Lienhard Dür, Beckh (? Dürbeckh)
  • ...: Conrad Roth
  • ...: Helene Rothin
  • ...: Johann Voitl, Schneider (? Johann Vaithel); Der Grundbesitz von Bergstraße 7 und Bergstraße 9 scheint vor dem Jahr 1723 in einer Hand gewesen zu sein. Bis 1723 war der Schneider Johann Voitel Besitzer beider Anwesen. Es ist denkbar, dass Voitel (oder Vaithel) das Anwesen Bergstraße 7 bereits im Jahr 1723 an Griesmeier verkauft hat und nach dem Neubau Bergstraße 9 dorthin umzog. Im Salbuch 1723[4] heißt es: "Ein Beckhenhäuslein, welches Johann Vaithel (sonst Voitl) inne gehabt und das Beckhenrecht aus Andreas Holzmanns Köblersguth vorne auffm Marckt zum und vor 50 fl. erkaufft und besagten Griesmeyer zum kauffen gegeben worden, wobey noch ein Höfflein hinten an Daniel Rupprechts Garten stoßend."
  • 1723: Simon Griesmeyer, Becken Meister
  • 1765: Andreas Paul Griesmeier, Sohn
  • 1791: Johann Georg Seibelt
  • 1799: Johann Leonhard Weinländer
Anzeige Balbierer-Umzug, 1866
  • 1818: Georg Leonhard Balbierer, Bäckermeister[5]
  • 1844: Johann Michael Balbierer, jüngster Sohn, Bäckermeister[6]; J. M. Balbierer war der Cousin der Balbierer-Schwestern, die etliche finanzielle Schenkungen an die Stadt Fürth vorgenommen haben und 1874 testamentarisch die Geschwister Balbierersche Stiftung hinterließen.
  • 1872: Michael Geier, Bäckermeister[7]
  • 1900: Georg Michael Geyer, Bäckermeister
  • 1910: Jean Geyer, Bäckermeister
  • 1920: Johann Geyer, Bäckermeister
  • 1921: Johann Geyer, Bäckermeister
  • 1931: Johann Geyer, Bäckermeister
  • 1961: Karl Schwarzbeck und Erben

Alte Adressen[Bearbeiten]

  • ab 1792 Hausnummer 370
  • ab 1827 Hausnummer 130, I. Bez.
  • ab 1860 Bergstraße 16
  • ab 1890 Bergstraße 7

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. alle Angaben zu Bergstraße 7 nach Gottlieb Wunschel: Alt-Fürth, 1940 sowie den Fürther Adressbüchern von 1799, 1921, 1931 u. 1961
  2. Bestentner = Pächter oder Mieter
  3. Wunschel zitiert hier aus Salbuch 1615, Seite 146
  4. Wunschel zitiert den Text aus Salbuch 1723, Seite 332
  5. erhielt 1838 das Fürther Bürgerrecht; siehe Fürther Tagblatt vom 4.8.1838 - online verfügbar - gestorben 1862, siehe Traueranzeige - online verfügbar
  6. nach dem Umzug J. M. Balbierers im Jahr 1866 scheint ein Magnus Ott die Bäckerei - vermutlich pachtweise - übernommen zu haben. Dieser Magnus Ott zieht aber dann auch um, nämlich von der Bergstraße in die Theaterstraße, siehe Anzeige im Fürther Tagblatt vom 27.2.1868 - online verfügbar
  7. Am 30. Oktober 1867 wird in der Fürther Gemeindeverwaltung über die Ansässigmachung des Johann Michael Geier von Löpsingen (Ries), der schon die Bäckerei in der Bergstraße gekauft hat, beschlossen. - online verfügbar

Bilder[Bearbeiten]