Die Apostelfresken an der Chornordwand in St. Peter und Paul

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Die Apostelfresken aus der Renaissance an der nördlichen Chorwand

An der Chornordseite der Poppenreuther Kirche St. Peter und Paul befinden sich sechs Apostelfresken. Diese wurden bei der großen Kirchenrenovierung und –umgestaltung 1859 von einer historistischen Schablonenmalerei überdeckt. Fast 100 Jahre später legte man sie bei einer erneuten Renovierung 1953 wieder frei.

Dank der Allianzwappen, die sich an den einzelnen Apostelfiguren befinden lassen sich die Fresken gut datieren. Am auffälligsten ist dabei das Löffelholzwappen mit zwei Fauenwappen an dem Figur des St. Matthäus. Sie können nur Matthäus Löffelholz – zuerst verheiratet mit Barbara Welser und in zweiter Ehe mit Helena Roggenbach – zugewiesen werden. Letztere heiratete in zweiter Ehe am 18. Februar 1583 Seifried Pfinzing. Bei der St. Paulusabbildung finden sich die Wappen von Willibald Haller und Catharina Tucher. [1]

Die Wappen der Sebastiansmarter an der Nordostwand des Chores zeigen die Allianz von Sebastian Schlaudersbacher – gestorben am 4. August 1583 – und Appolonia Haller.

Für das Entstehungsjahr der Fresken heißt dies, dass nur ein im Grunde enger Zeitraum zwischen dem 18. Februar 1583 ( der Eheschließung Pfinzing/Roggenbach) und dem 4. August 1583 (dem Todestag von Sebastian Schlaudersbach) in Frage kommt. Alle übrigen Allianzen fallen auch in diesen Zeitraum des Jahres 1583. Erhärtet wird dies weiterhin durch die an der Chorostwand außen angebrachte gleiche Jahreszahl „1583“ – die für die Renovierungsarbeiten und Behebung der Zerstörungen des Zweiten Markgrafenkrieges steht. [2] Damit gehören sie zweifelsfrei in die Periode der Renaissance.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helmut Frhr. Haller von Hallerstein "Die Fresken im Chor der Pfarrkirche zu Poppenreuth" in Fürther Heimatblätter 1984/2, Seite 53 f
  2. vgl. auch Poppenreuther Ölbergkapelle

Bilder[Bearbeiten]