HMG Systems Engineering

Aus FürthWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

HMG Systems Engineering ist ein Unternehmen mit Sitz in Fürth in der Ullsteinstraße 4, das sich auf IT-basierte Innovationen in den Bereichen globale Telekommunikation, Medizintechnik und Automatisierung spezialisiert hat. Auch bei nachhaltigem Energiemanagement ist die Firma engagiert. Geschäftsführer ist mit Stand 2020: Herna Mary Muñoz-Galeano.

Firmendaten und Produkte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde Anfang 2014 von Herna Muñoz-Galeano, stammend aus Kolumbien, gegründet. Die beiden Firmen, die sie bereits vorher besaß, legte sie zusammen. Bereits 1998 startete sie als Beraterin für Telekommunikationsorganisationen und Netzbetreiber, ab 2000 auch im Bereich Mobilfunknetze. Ab 2003 erfolgte der Einsatz der erprobten Methoden auch in der Medizintechnik und bei Hochgeschwindigkeitszügen. 2014 startete HMG Systems Engineering dann mit 14 Mitarbeitern, 2019 sind es bereits 54.

Neben der Unterstützung von Unternehmen beim Innovationsmanagement, also bei der Entwicklung neuer Ideen, Geräte oder Prozesse, und bei der Optimierung von Entwicklungs-, Integrations- und Testzeiten, wurde ab 2014 auch ein eigenes Produkt erstellt, die PGXperts®-Plattform. Damit können vor einer Therapie das Zusammenspiel von Arzneimitteln und den genetischen Merkmalen des Patienten untersucht und damit die optimale Dosis der Medikamente gefunden werden. Kernstück ist eine pharmakogenetische Datenbank, die mehr als 170 genetische Variationen enthält. Bei dem Arzneimittel-Interaktionscheck werden die Wechselwirkungen dieser Variationen mit 40.000 Arzneimitteln sowie 60 Nahrungs- und Genussmitteln berücksichtigt. Ergebnisse der pharmakologischen Forschung können so in die klinische Praxis übertragen werden.[1]

Schema der PGXperts InteraktionsCheck-App der Firma HMG Systems Engineering

Im Rahmen der Corona-Pandemie stellte HMG im Juni 2020 den PGXperts InteraktionsCheck zur Verfügung, mit dem Ärzte, Pharmakologen und weiteres medizinisches Fachpersonal sekundenschnell das Wechselwirkungsrisiko einer Covid-19-Therapie einschätzen und entsprechend die Medikation ihrer Patienten optimal anpassen können. Berücksichtigt wurden bei diesem Check die genetischen Merkmale, das gesamte Spektrum der verordneten Wirkstoffe sowie der individuelle Lebensstil der Patienten. Dies beinhaltet auch Informationen zu Wechselwirkungen von 21 Off-Label-Wirkstoffen, die bei der Behandlung von Covid-19 zu dieser Zeit am aussichtsreichsten waren, einschließlich der Wirkstoffe, die in Europa noch nicht zugelassen waren. Die Off-Label-Wirkstoffe sind bereits für die Behandlung anderer Erkrankungen zugelassene Präparate, die außerhalb ihrer behördlichen Zulassung eingesetzt werden. Der PGXperts InteraktionsCheck steht als Web- sowie Smartphoneapplikation zur Verfügung und kann nahtlos in Praxis-/Krankenhausinformationssysteme integriert werden.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Die Firmengründerin bzw. das Unternehmen erhielten zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem:

  • Karrierepreis der "Engineer PowerWoman 2016" durch die Deutsche Messe AG
  • "TOP 100 Innovator 2016" Preis des deutschen Mittelstands, 2016
  • 2. Preis PerMediCon-Award, 2016
  • IHK-Gründerpreis für Mittelfranken, 2019

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • Klaus Leonhard: Wie die Arznei richtig dosiert wird. In: Fürther Nachrichten vom 9. Juli 2019 - Druckausgabe
  • Armin Leberzammer: Personalisierte Medizin: Passt das Medikament zum Patienten?. In: nordbayern.de vom 17. August 2019 - online abrufbar
  • Innovative Lösungen für eine personalisierte Medikation . In: Fürth StadtZeitung, Nr. 16 vom 11. September 2019, S. 14 – PDF-Datei

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus Leonhard: Wie die Arznei richtig dosiert wird. In: Fürther Nachrichten vom 9. Juli 2019

Bilder[Bearbeiten]


Videos[Bearbeiten]