Hilde Gerber

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Hilde Gerber geborene Gerber (geb. 26. August 1915 in Nürnberg; war Mitglied im kommunistischen Jugendverband (KJVD) in Fürth.

Hilde Gerber stammt aus einer politisch aktiven Familie. Ihr Vater war bereits 1923/24 wegen kommunistischer Aktivitäten in Haft. Mit ihren Geschwistern trat sie bereits mit ca. 14 Jahren der KJVD bei und wurde kurz darauf im Rahmen eines mittelfränkischen Treffens das erste Mal 1930 verhaftet und erkennungsdienstlich erfaßt. Nach der Entlassung nahm sie an weiteren Aktionen gegen die Nationalsozialisten teil. Am 15. August 1933 wurde sie erneut verhaftet, da sie Flugblätter gegen die Nationalsozialisten verteilte. Im Oktober 1934 wurde Gerber nach 14 Monaten Einzelhaft nach Landshut verlegt und am 29. Oktober 1934 mit 13 weiteren Angeklagten wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Die Zeit der sog. Schutzhaft von August 1933 bis Oktober 1934 wurde nicht angerechnet.

1935 wurde Hilde Gerber in das Frauenkonzentrationslager Moringen verlegt, dass anfänglich noch von Zivilbeamten bzw. von Mitgliedern des NS-Frauenverband geführt wurde. Die SS übernahm die Einrichtung erst ab 1938, so dass nach eigenen Angaben der Inhaftierten die Haftbedingungen noch relativ gut waren. Aus gesundheitlichen Gründen wurde Hilde Gerber am 2. Mai 1937 aus der Haft entlassen, nachdem sich der ortsansässige Arzt mehrfach für ihre Haftfreilassung eingesetzt hatte. Die Freilassung war an die Bedingungen geknüpft den Wohnort nicht zu verlassen und sich zwei mal die Woche bei der zuständigen Gestapostelle zu melden.

Nach dem Krieg heiratete Hilde Gerber und hieß Hilde Faul. Sie betätigte sich auch weiterhin politisch, zuletzt im Frauenverband Courage.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Ausstellung des Infoladen Benario im Kulturforum Schlachthof am 12. April 2013, Daten und Texte Siegfried Imholz
  • Videointerview, u.a. mit Hilde Faul (Gerber) "Schwestern, vergeßt uns nicht..." 34` Min, ca. 1995 Youtube
  • Rundbrief der Lagergemeinschaft und Gedenkstätte KZ Moringen e. V., Dokumente No. 19, Ausgabe 2000, S. 8 f.

Bilder[Bearbeiten]