Johann Konrad Schildknecht

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Johann Konrad Schildknecht (geb. 12. März 1837 in Fürth; gest. 14. Oktober 1910 in Fürth) war Sohn des Georg Caspar Schildknecht und dessen Frau Margaretha, geb. Steitner. Johann Konrad war von Beruf Metzger. Von seinen Eltern übernahm er 1864 die Metzgerei in der Königstraße 94. Verheiratet war er seit dem 24. Juli 1865 mit Felicitas Margarethe Reuthner (geb. 10. Januar 1841, gest. 12. April 1883, Tochter des Ziegeleibesitzers Georg Michael Reuthner aus Fürth/Vach (auch Abgeordneter der Ständeversammlung in München 1819) und dessen Ehefrau Margaretha Barbara, geb. Hiltel. Nach dem Tod von Felicitas heiratete Konrad Johann Schildknecht am 4. April 1886 Maria Helena Elisabetha Ammon (geb. 16. Februar 1858 in Burgfarrnbach, gest. 8. Juli 1937), die Tochter des Gutsbesitzers und Hefepächters Konrad Ammon und dessen Ehefrau Margarthe, geb. König. Aus der ersten Ehe mit Felicitas stammten 10 Kinder, aus der zweiten mit Maria 5 Kinder.

Fleischer K. Schildknecht, Königstraße 94 um 1900

Johann Konrad Schildknecht war Großfleischer, Fürther Obermeister der Fleischer-Innung [1] sowie Vorsitzender des Deutschen Fleischereiverbandes und Magistratsrat in Fürth [2]. Beachtenswert ist, dass Schildknecht als Christ einen Großteil der jüdischen Kaufmannschaft mit "koscherem" Fleisch belieferte [2].
Johann Konrad Schildknecht war seit 1910 Mitglied der "Fortschrittlichen Volkspartei", außerdem im Gesellschaftsverein "Fidelitas" und im "Fürther Kunstverein" [2]. Den evangelischen Kirchenbauverein zur Errichtung der Paulskirche unterstützte er mit einer Summe von 50 Mark.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 125 Jahre Fleischerinnung Fürth, 2004, Seite 4
  2. 2,0 2,1 2,2 von Schildknecht Georg bis Schildknecht Johann Konrad" in: Privatarchiv B

Siehe auch[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]