Johann Schuster

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Johann Schuster, Pfarrer zu St. Michael Fürth, 1637 - 1663

Wohlan: Kopf (Geist) und Körper (Person) muss man verehren. Wohlan: Und ein schönes Greisenalter (glückliches Alter). Er wurde durch die Liebe des Vaters, und die Mutter, als Gattin des Vitricius geboren. Dieser kannte die heiligen Worte Gottes aus den Quellen selbst, dieser mied die schlechten Gewohnheiten und tadelte sie. Für seine Herde (Gemeinde) nahm er tausend bevorstehende Gefahren auf sich; und wahrhaftig erhält er im Himmel tausend Siegespreise.

Johann Schuster (geb. 1583; gest. 15. April 1663) war gebürtig aus dem mecklenburgischen Parchim und hatte die Pfarrstelle St. Michael von 1637 bis zu seinem Tod 1663 inne.

Zu diesem Zeitpunkt war er bereits 80 Jahre alt.[1][2]

Leben und Wirken

Johann Schuster studierte in Altdorf und legte 1623 die Magisterprüfung ab. Am 20. Dezember 1624 wurde er in Altdorf ordiniert. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits Vicarius des alten Pfarrers Wölker in Lonnerstadt, den er dann auch für 13 Jahre auf dieser Stelle beerbte. Dazwischen lag auch eine Zeit als Vicarius an St. Egydien. So unterschrieb er in einem Hochzeitsgedicht (Epithalamium) 1635 als Pastor von "Lonerstadt & Vic. Egyd." pro tempore tristi.[3]

1637 wurde er nach Fürth versetzt. Aus Alters- und Schwachheitsgründen wurde ihm 1659 Carl Friedrich Lochner als Vicarius zur Seite gestellt. Schuster starb am 15. April 1663 in Fürth und wurde fünf Tage später beerdigt.[4]

Johann Schuster war zweimal verheiratet. Seine erste Frau Margaretha starb 1632 in Nürnberg, die zweite - eine Witwe Ursula Hagendorns - ist 1636 in Nürnberg gestorben.

1624 wurde in Altdorf eine Rede Johann Schusters gedruckt, die den Titel trug "περι της αγαπης τω θεω" - also: "über die Liebe Gottes".[5]

Einzelnachweise

  1. E. A. Saueracker: Versuch einer Chronologisch-Diplomatisch-Statistischen Geschichte des Hofmarks Fürth und seiner zwölf einverleibten Ortschaften. Dritter Theil. 1788, S. 266 - online. Allerdings ist hier nur das angegebene Todesdatum verifizierbar.
  2. Andreas Würfel: „Diptycha ecclesiarum Egydianae ... Verzeichnis und Lebensbeschreibungen der Herren Prediger, Herren Seniorum und Herren Diaconorum welche seit der gesegneten Reformation biß hierher an der Kirche St. Egydien zu Nürnberg gedienet ...“ - Nürnberg, 1757; Seite 85 - online abrufbar
  3. ebenda
  4. ebenda
  5. ebenda

Siehe auch