Julius Volkhart

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Julius Volkhart (geb. 1807; gest. 9. Oktober 1875) war der Sohn von Johann Leberecht Volkhart und seiner zweiten Frau. Diese führte nach dem Tod ihres Mannes die Druckerei in der Markgrafengasse 12 nur mit Gehilfen, sodass sie ihren Sohn nicht selbst ausbilden durfte.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Er erlernte daher das Buchdruckerhandwerk in Erlangen, wohin er täglich zu Fuß gehen musste. Später kam er als Verleger des Fürther Tagblatts zu großem Wohlstand und übersiedelte von der Markgrafengasse in die Nürnberger Straße 8.

Im November 1833 heiratete er Susanna Lang. Der erste Sohn, Eduard, starb allerdings im Juni 1841.[1] Im November 1843 wurde wieder ein Sohn geboren.[2]

1846 gehörte Volkhart auch das Gebäude Alexanderstraße Nr. 295, in dem sich das "Gasthaus zum goldenen Ochsen" befand.[3]

Seine Tochter berichtete, dass sie jeden Tag auf dem Weg zur Schule einen Probeabzug des Tagblattes beim Stadtmagistrat zur Zensur vorlegen musste. Für gestrichene Artikel mussten andere in Bereitschaft gehalten werden. Erst im Revolutionsjahr 1848 fiel die Zensur, die ganze Stadt war „illuminiert“ und das Fürther Tagblatt hatte an dem Eck der Hirschapotheke Schwabacher-/Weinstraße (heute Rudolf-Breitscheid-Straße) ein Transparent angebracht, das zwei Löwen zeigte, die eine Kette zerrissen. In diesem Jahr war er auch Mitbegründer des politischen Lesevereins.

Julius Volkhart war Magistratsrat und als solcher sehr um die Fürther Kirchweih bemüht.

Sein Sohn Eduard Volkart folgte ihm als Buchdrucker und Verleger nach, vereinigte dann aber 1896 das Tagblatt mit dem Nürnberger Generalanzeiger, einem Vorläufer der Nürnberger Zeitung.

Literatur[Bearbeiten]

Konrad Kurz, Urenkel von Julius Volkhart, in einem Brief an Adolf Schwammberger, 1963

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Fürther Tagblatt" vom 30. Juni 1841
  2. "Fürther Tagblatt" vom 24. November 1843
  3. Adressbuch von 1846

Bilder[Bearbeiten]