Konrad Held

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Konrad Held (geb. ~1430/35; gest. nach 1515) war Nürnberger Patriziersohn und bereits 1464 Pfarrer an der St. Michael Kirche. Held ließ den Chor der Michaeliskirche zur Hälfte auf seine eigenen Kosten einwölben. Noch heute sind zwei Schlusssteine mit dem Heldschen Wappen mit einem Pfeil im Chor zu sehen. Auf diesen Umstand nimmt der Bamberger General-Personal-Schematismus Bezug, wenn dort angemerkt ist, dass Held "am 27. Nov. 1471 auf den 3. Teil des Opfers zu gunsten der Pfarrkirche" verzichtete. [1]
Am 5. November 1494 wurde er für ein Jahr in Brandenburgischen Schutz genommen [2]. 1497 bewilligte er die Stiftung einer Frühmesse. Zusätzlich stiftete Held im gleichen Jahr einen gotischen Altar zur Kirche, der in den Jahren 1505 bis 1507 im Kirchenraum entstand. Im Jahr 1515 soll Konrad Held noch gelebt haben [3].

Offensichtlich missfiel dem Pfarrer Fronmüller der Heldsche Altar bzw. jener entsprach nicht mehr dem Zeitgeist. Daher fiel der Altar seinen Reinigungsgrundsätzen ca. 1815 zum Opfer. Fronmüller verkaufte 1815 den Altar an einen Kunsthändler, der wiederum den Altar 1827 an die Salvatorkirche in Nördlingen verkaufte.[4]

Die Salvatorkirche nutzte den Altar als Ersatz für den Hochaltar von Sebastian Taig aus dem Jahre 1518, der im Zuge der Napoleonischen Kriege weitgehend zerstört worden war. Der Fürther Altar wurde restauriert und teilweise neu konzipiert und vergrößert, wobei auch Figuren des Vorgängeraltares eingebaut wurden. Der Altarschrein hat vier bewegliche, jeweils doppelseitig bemalte Flügel und zwei feststehende Flügel. Sind die Innenflügel geschlossen, zeigt sich mittig eine Darstellung der Heiligsten Dreifaltigkeit, die auf Wolken thront und (im Hintergrund) von lobpreisenden Engelscharen umgeben wird. Die Malereien sind wohl Ende des 15. Jahrhunderts entstanden und stammen wohl aus dem Umfeld der Nürnberger Malerfamilie Traut.[5]

Auszeichnung

Am 12. August 1954 beschloss der Stadtrat eine Straße im Ortsteil Ronhof in Gedenken an den Stifter Konrad Held zu benennen. Die Heldstraße wurde am 30. August 1954 im Straßenverzeichnis aufgenommen.[6]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Friedrich Wachter: General-Personal-Schematismus der Erzdiözese Bamberg 1007-1907; Bamberg 1908; Seite 197 - online abrufbar
  2. ebenda
  3. ebenda
  4. Held Conrad. In: Adolf Schwammberger: Fürth von A bis Z. Ein Geschichtslexikon. Fürth: Selbstverlag der Stadt Fürth, 1968, S. 172
  5. Wikipedia: St. Salvator (Nördlingen), online abgerufen am 19. März 2016 | 0.06 Uhr online abrufbar
  6. Aktuelle Liste aller Straßen der Stadt Fürth vom Stadtplanungsamt, Stand November 2015

Bilder