Martha Höchster

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Martha "Minna" Höchster (geb. 11. Februar 1893 in Gunzenhausen, gest. 1942 in Izbica/Polen) war die Ehefrau von Simon Höchster seit dem 1. Juli 1919 (Trauung in Ansbach). Das Paar wohnte von da an in der Maxstraße 5, das sie zuvor gekauft hatten. Simon Höchster verstarb bereits am 8. Mai 1922 im Alter von 32 Jahren an den Folgen einer Kriegsverletzung aus dem Ersten Weltkrieg. Nach dem Tod des Ehemanns übernahm Martha Höchster die Geschäfte der Firma K. Höchster, Öl- und Fettwaren.

Während den beiden Söhnen (Emil Elieser geb. 13. April 1920; gest. 2016 & Siegfried Höchster geb. 19. August 1921) die Flucht ins Ausland am 11. Juli 1937 vor dem Nationalsozialismus gelang, schaffte es Martha Höchster nicht mehr aus Deutschland heraus. Sie wurde am 24. März 1942 nach Izbica in Polen verschleppt und gilt seitdem als "verschollen". In den Gestapo-Listen steht lediglich: „22.3.42 ausgewandert unbekannt“.[1]

Zum Gedenken an die Ehefrau Martha von Simon Höchster und seinen Bruder Georg Höchster wurde im Juli 2016 in Anwesenheit einiger Familienmitglieder eine Gedenktafel vor dem ehem. Wohnhaus in der Maxstraße 5 feierlich eingelassen.

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • Volker Dittmar: Fürth erinnert an den Holocaust. In: Fürther Nachrichten vom 30. Juni 2016 bzw. in nordbayern.de vom 1. Juli 2016 - online abrufbar

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Judenkartei; - Gestapo-Listen; - Polizeiamt Fürth 373; - NF I/119; - Deportationslisten; - HeimatBl 1988; - JMF 1993; - Elieser Höchster (Sohn)

Weblinks[Bearbeiten]

  • Memorbuch für die Fürther Opfer der Shoah, erstellt von Gisela Blume - online abrufbar