Rainer Jahreis

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Rainer Jahreis (geb. 1967 in Fürth) ist ein Film-Produzent, Drehbuchautor und Regisseur für deutsche Kino- und Fernsehfilme. Jahreis ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Jahreis lebt in Berlin und begann seine Karriere am Nürnberger Staatstheater als Produktionschef und stellvertretender Schauspieldirektor unter Lew Bogdan und Holger Berg. Seit vielen Jahren arbeitet Jahreis als "Serien-Profi" für das deutsche Fernsehen und hat sich vor allem auf fiktive Krimifälle spezialisiert. Im Auftrag der UFA Film München produzierte er bereits über 100 Folgen der ZDF-Reihe „SoKo 5113“, entwickelte das Format „SoKo Leipzig“ und übernahm nach einem Wechsel zu Odeon Film die Serien „Wolffs Revier“, „Der Landarzt“ und „Der letzte Zeuge“. Ein Wechsel an die Theaterbühne kommt für Jahreis dennoch nicht in Frage - spätestens ein Besuch an der Filmabteilung der renommierten Universität von Kalifornien 1997 bestärkte ihn filmisch weiterzumachen. Sein Schwerpunkt ist allerdings das Fernsehen und nicht das Kino, denn nach eigenen Angaben sei das Fernsehen "pragmatischer" als das Kino: "Beim Kino verbringt man oft viel Lebenszeit für ein Projekt, das mangels Förderung doch nicht zustande kommt ".

Neben den Kriminalserien produziert Jahreis auch immer wieder Dokumentarfilme für Fernsehen und Kino. Sein letztes Projekt war die Kinodokumentation "Einsteins Nichten" über die Geschwister Lorenza und Paola Mazzetti, die einzigen Überlebenden der Familie von Robert Einstein, einem Cousin Albert Einsteins. Seine Frau und seine Töchter wurden 1944 in ihrem Haus nahe Florenz, vermutlich durch Wehrmachtsangehörige, ermordet; seine Adoptivtöchter Lorenza und Paola überlebten, weil sie nicht den Familiennamen Einstein trugen. Robert Einstein wähnte währenddessen seine Familie in Sicherheit und war in den Wald geflohen. Er nahm sich ein Jahr später das Leben.[1]

Jahreis hatte 2005 als Geschäftsführer die Prokura bei der Novafilm Produktions GmbH. Weiterhin war Jahreis 2005 Geschäftsführer bei der UFA Film & Medienproduktion GmbH bis ca. 2010.[2]

Produktionen[Bearbeiten]

  • 2017: Der Richter, TV-Film, ZDF
  • 2016: Einsteins Nichten - Eine Geschichte von Verlust und Überleben, Kinodokumentation
  • 2013: SOKO Leipzig: Der Zobel, TV-Serie; ZDF
  • 2010: Ihr Auftrag, Pater Castell: Die Jesustafel, 4 Folgen, TV-Serie, ZDF
  • 2010: Macht der Wunder - Die Geheimnisse des Vatikans, Dreiteiliger Dokumentarfilm, ZDF
  • 2007: SOKO Rhein-Main / Die Spezialisten: Kripo Rhein-Main, 2. Staffel, 11 Folgen, TV-Serie, ZDF
  • 2006: SOKO Rhein-Main / Die Spezialisten: Kripo Rhein-Main, Folgen 6 - 18, TV-Serie, ZDF
  • 2005: Das Geheimnis von St. Ambrose, TV-Film, ZDF
  • 2005: SOKO Rhein-Main / Die Spezialisten: Kripo Rhein-Main (Folgen 1 - 5), TV-Serie, ZDF
  • 2004: Der letzte Zeuge, 8 Folgen, TV-Serie, ZDF
  • 2004: Wolffs Revier, 9. Staffel, 13 Folgen, TV-Serie, Sat 1
  • 2003: Wolffs Revier, 8. Staffel, 13 Folgen, TV-Serie, Sat 1
  • 2003: Denninger - Der Marllorcakrimi, TV-Krimi
  • 2001: SOKO 5113/ München - 28. Folgen, TV-Serie
  • 2001: Das Glück ist eine Insel, TV-Film
  • 2001: SOKO Leipzig, 1. Folge, TV-Serie, ZDF
  • 1996: Mörderischer Sommer, Kino-Drama

Bezug zu Fürth[Bearbeiten]

Jahreis fühlt sich mit seiner Heimatstadt Fürth weiterhin verbunden, nicht nur weil seine Mutter nach wie vor in Fürth lebt. Er gibt auch an, eine tiefe Bindung zur Spielvereinigung Greuther Fürth zu haben, wofür er für Heimspiele gelegentlich eigens aus Berlin anreist.

Siehe auch[Bearbeiten]

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • Regina Urban: Fürther Krimi-Spezialist produzierte "Einsteins Nichten". In: Fürther Nachrichten vom 22. August 2017 (Druckausgabe), S. 7

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Regina Urban: Fürther Krimi-Spezialist produzierte "Einsteins Nichten". In: Fürther Nachrichten vom 22. August 2017 (Druckausgabe), S. 7
  2. Moneyhouse: Manager-Profile zu Rainer Jahreis aus Berlin, online abgerufen am 21. August 2017 | 23:58 Uhr - online abrufbar

Weblinks[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]