Rednitzstraße 2

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Das Gebäude Rednitzstraße 2 war ein Wohngebäude mit Kuttlerei im sog. Gänsbergviertel, das in einer westlich abzweigenden Stichstraße der Rednitzstraße lag. Im Zuge der Flächensanierung wurde das Gebäude um 1972 abgerissen. Im Kartenausschnitt in der Faktenbox auf der rechten Seite wird der ungefähre ehemalige Standort des Gebäudes im aktuellen Stadtplan angezeigt.

Alter Katasterplan des Gänsbergviertels, Standort Rednitzstraße 2 ist rot markiert.

Geschichte der Eigentümer [1][Bearbeiten]

Es dürfte sich hier um einen Teil eines alten Bauernhofes handeln, der im Laufe der Jahrhunderte zertrümmert wurde und aus dem sich die Anwesen Rednitzstraße 2, 4, 6, 8 und vielleicht auch noch 10 und 12 gebildet haben. So ist es nicht verwunderlich, dass sowohl bei Rednitzstraße 2 also auch 2 um 1600 ein Sixt Blümlein als Besitzer auftaucht [2]

  • 1538 Conz Braun
  • 1538 Hansen Spett; "1538 verkaufte Conz Braun zu Fürth sein zwischen Ambtmann Sparhelmling und Jacob Beckens Häusern gelegenes an Hannsen Spett (Spetten) um 90 fl." [3]
  • 1542 Sebastian und Agathe Wied zu Stadel; "1542 verkaufen Sabastian und Agathe Wied zu Stadeln an Hannsen und Petronelle Schwalben die Erbschaft ihres Gütleins zu Fürth am Genßberg um 45 fl." [4]
  • 1542 Hannsen Schwalben und Petronelle
  • 1547 Gertraud Bucheler, Witwe und ihr Sohn Georg Bucheler
  • 1547 Fritze Lethenmaier zum Manhoff
  • ... Hans Lindner
  • 1576 Barbara Weilerin
  • ... Hans Bucheler
  • 1576 Claus Weyler
  • 1578 Pankraz Weis (Weiler richtig!)
  • 1591 Simon Lengers
  • 1593 Endreß Eckhardt zu Fürth
  • 1610 Michael Anger
  • 1611 Jakob Braun
  • 1613 Sixt Blümlein (siehe Rednitzstraße 4)
  • 1616 Hannß Blümblein, Geiger Hauß
  • 1621 Georg Wieß
  • ... Georg Wissend (siehe Rednitzstraße 4)
  • ... Jobst Mayr (siehe Rednitzstraße 4)
  • ... Naer oder Narr
  • ... Hannß Gumbrecht (siehe Rednitzstraße 4) ein Amtsförster; er erwarb auch das abgebrannte Haus "von Agnes, weylandt Jobsten Mayers zu Fürth nachgelassene Wittib" [5]
  • ... Forster
  • 1650 Hannß Müller, Zopfmacher [6]
  • ... Jakob Schwartz
  • ... Hannß Leonhardt Bittner (siehe Rednitzstraße 4)
  • ... Hannß Heinrich Weymann (siehe Rednitzstraße 4)
  • ... Michael Schmidner
  • ... Peter Dohnhäuser (siehe Rednitzstraße 4)
  • ... Peter Winther
  • ... Friedrich Eschner
  • ... Ursula Schmidtin und Margarethe Frankin, beide Schwestern (siehe Rednitzstraße 4)
  • 1700 Balthasar Höfler, Färber (siehe Rednitzstraße 4)
  • ... Jobst Spieß, Färber
  • 1751 Friedrich Höfler
  • 1800 Johann Friedrich Hirsch
Anzeige D. Siebenkäs im Fürther Tagblatt, 10.9.1840
  • 1816 Johann Daniel Siebenkäs, Kuttler
  • 1850 Johann Daniel Siebenkäs, Kuttler
  • 1860 Johann Daniel Siebenkäs, Kuttler
  • 1872 Johann Daniel Siebenkäs, Kuttler
  • 1879 Andreas Bäuerlein, Kuttler
  • 1880 Andreas Bäuerlein, Kuttler
  • 1903 Stefan Bäuerlein, Groß-Kuttler
  • 1921 Stefan Bäuerlein, Großkuttlerei
  • 1926 Babette Bäuerlein, Kuttlereigeschäftsinhaberswitwe
  • 1930 Babette Bäuerlein, Kutterswitwe
  • 1935 Babette Bäuerlein, Kuttlereigeschäftsinhaberin
  • 1961 Fritz Kraus
  • 1972 Stadt Fürth

Alte Adressen[Bearbeiten]

  • ab 1792 Hausnummer 350
  • ab 1827 Hausnummer 106, I
  • ab 1860 Rednitzstraße 32
  • ab 1890 Rednitzstraße 2

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. alle Angaben zu Rednitzstraße 4 nach Gottlieb Wunschel: Alt-Fürth, 1940 sowie den Fürther Adressbüchern von 1850, 1860, 1872, 1879, 1903,1921, 1926, 1935, 1961 und 1972
  2. Wunschel zitiert dabei einen Lehensrevers vom 14. Oktober 1610 sowohl bei Rednitzstraße 2 wie auch 4 in dem ein klein Wohnhäußlein aufgeführt wird. Die genaue Lagebezeichnung ist dabei: am Genßberg hinter dem Badhaus (= Königstraße 4).
  3. Wunschel zitiert hierbei aus Gerichtsbuch 1023, Seite 2. Das dompröbstische Amtshaus befand sich in der Königstraße 6.
  4. Wunschel zitiert hierbei aus Gerichtsbuch 1023, Rückseite 149.
  5. Wunschel zitiert aus Gerichtsbuch 1028, Seite 38/39. Es handelt sich hier um das Hof- und Nebenhäuslein, das aber neben dem auch abgebrannten Häusern von Hannßen Blümleins Wittib steht. Eventuell Ergebnis des Dreißigjährigen Krieges 1634
  6. Wunschel zitiert aus Gerichtsbuch 1023, Seite 106: "Am 11. Mai 1650 verkauft Maria Jacob, weyl. Niclaußen Jacob, geweßenen Zimmermanns sel. nachgel. Wittib, jezt zu Nürnberg, an Hannßen Müller, Taglöhner von Oberfarrnbach aniezo zu Nürnberg, ihr abgebrandtes Wonheußlein zu Fürth, so kein Gemeinrecht hat, sambt einem daran gelegen Gärdtlein, gegen dem Badthauß (Königstraße 4) und deßen Brunnen über und des Hannßen Gumprechten Ambtsförsters Köblersgütlein stoßent umb 15 fl."

Bilder[Bearbeiten]