Waldheim Sonnenland

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Waldheim Sonnenland Jan 2019.jpg
Ehem. Waldheim Sonnenland, Jan. 2019
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Das Waldheim Sonnenland in der Heilstättenstraße 140 wurde bis 2017 von der Arbeiterwohlfahrt betrieben. Leiter der Einrichtung war u.a. Adi Meister, der 2015 in Fürth verstarb.[1] Letzter Einrichtungsleiter war Manfred Kranz. Das Gebäude bzw. Grundstück befindet sich im Naturschutzgebiet und Bannwald, so dass eine Bebauung über das bestehende Maß kritisch in der Stadtpolitik diskutiert wird.[2] Es ist nahezu vollständig vom FFH-Gebiet (Fürther und Zirndorfer Stadtwald) umschlossen.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals bebaut wurde das Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zum ehem. Waldkrankenhaus um 1908. Hier entstand die sog. Walderholungsstätte für erholungsbedürftige Männer, Frauen und Kinder aus den sog. "minderbemittelten Kreisen" der Stadt Fürth. Vermutlich wurde die Einrichtung Mitte 1933 durch die Nationalsozialisten ebenso geschlossen wie das Waldkrankenhaus. Seinen Betrieb nahm die Einrichtung vermutlich erst wieder nach dem 2. Weltkrieg auf. In den 1950er Jahren war bereits die Arbeiterwohlfahrt Eigentümer der Einrichtung und betrieb das Grundstück und Gebäude als Kinder-Erholungsheim, ehe das Bestandsgebäude vermutlich Ende der 1960er Jahre abgerissen wurde, zugunsten des aktuell noch bestehenden Gebäudes (Stand 2018). Das Grundstück wurde zuletzt per Erbbaurechtsvertrag vom 22. Dezember 1980 an die Arbeiterwohlfahrt vermietet. Der Vertrag sollte längstens bis zum 30. Juni 2018 laufen, wurde aber zum 31. Dezember 2017 gekündigt.

Therapiekonzept[Bearbeiten]

Es bot 28 Wohnplätze für Menschen mit psychischer Erkrankung mit zeitlich unbefristetem Aufenthalt an. Insbesondere für folgende Erkrankungen war die Einrichtung vorgesehen: Psychosen, Neurosen, Borderline-Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen sowie manisch-depressiven Erkrankungen.[3] Das Therapiekonzept beinhaltet, dass alle Bewohner in der Wohnanlage über verfügen einen eigenen Briefkasten, eine eigene Türklingel und persönliche Zugangsrechte für die Gemeinschaftsräume, Keller und Waschküche verfügen. Damit soll versucht werden, den Bewohner der Einrichtung eine Normalität in dem Haus zu ermöglichen, um nach der Therapie nach Möglichkeit ein eigenständiges Leben zu führen.[4] 2017 wurde das Konzept der Arbeiterwohlfahrt dahingehend geändert, dass eine Inklusion der Bewohner in das neu geschaffene "Haus der seelischen Gesundheit" in der Ritterstraße direkt in der Stadt verfolgt werden soll, statt einer "Separation" außerhalb der Stadt am alten Standort.

Schießung und Verkauf[Bearbeiten]

2017 lief nach über 30 Jahren der Erbpachtvertrag mit der Stadt Fürth über das Gelände im Stadtwald bei Oberfürberg aus. Die Einrichtung zog in das ehemalige Metz-Verwaltungs- und spätere Bankgebäude der Raiffeisen-Volksbank in der Ritterstraße. Die Immobilie hat von der Stadt Fürth die eigene 100%ige Tochter, die Wohnbaugenossenschaft WBG, Ende 2017 erworben. Die ersten Pläne sehen vor, das Bestandsgebäude durch ein neues Wohngebäude zu ersetzten. Primär sind hier Eigentumswohnungen vorgesehen, ähnlich wie bei dem unmittelbar benachbarten ehem. Waldkrankenhaus.

Siehe auch[Bearbeiten]

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Burgfarrnbacher Bürgerbrief Nr. 1 - Dez. 2015, online abgerufen am 24. Dezember 2018 | 23:21 Uhr - online abrufbar
  2. Wolfgang Händel: Fürther AWO zieht ins markante Metz-Gebäude. In: Fürther Nachrichten vom 27. Juni 2015, online abgerufen am 24. Dezember 2018 | 23:59 Uhr
  3. Familieninfo - Der Wegweiser für Fürther Familien - online abgerufen am 24. Dezember 2018 | 23:19 Uhr - online abrufbar
  4. Wir - Das Magazin der AWO-Bayern, 3/2018 - online abgerufen am 24. Dezember 2018 | 23:39 Uhr - online abrufbar

Bilder[Bearbeiten]