Zum Goldenen Fäßlein

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„Zum goldenen Fäßlein” (auch „zum goldenen Faß”) war ein Gasthof im 18. und 19. Jahrhundert, der sich im Gebäude Königstraße 23 befand.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Februar 1796 hielt sich hier eine Zeit lang der "Jakobinerverräter Johann Burger" aus Meran/Tirol auf: Der Student Johann Burger floh nach Deutschland und wollte eigentlich sein in Innsbruck begonnenes Studium in Freiburg fortsetzen, kam dann aber über Frankfurt und Nürnberg schließlich nach Fürth, weil er sich den Lebensunterhalt in den teureren Städten nicht leisten konnte. Hierzu gibt es einen erhaltenen Schriftwechsel aus dem Jahr 1796. Die Briefe an sich ließ er "Bey dem Johann Kaspar Wendehut Gastwürth am goldenen Faß" abgeben.[1]

Im "Fürther Anzeiger" vom 5. Februar 1799 findet sich eine Anzeige, dass das "Wirthshaus zum goldenen Fäßlein", Haus-Nr. 51, samt Hinterhaus und Stadel verkauft werden soll. Der Schätzwert betrug 4600 fl. für das Haus und 1200 fl. für den Stadel. Der damalige Besitzer hieß laut Zeitungsartikel (noch) Johann Caspar Wendehut. (Diese Verkaufsanzeige erschien 1799 noch mehrmals in der Zeitung.)

Adressbucheinträge[Bearbeiten]

  • 1799: Hauck Joh. Mich., Buchbinder[2]
  • 1807: "In der untern Frankfurter Strasse" Haus-Nr. 51, Hauck Joh. Michael[3]
  • 1819: "In der untern Frankfurther Straße" Haus-Nr. 51, Hauck Johann Michael[4]
  • 1836: "Königsstrasse" Haus-Nr. 31, Hauck Joh. Christof, Etuisfabrikant, Zum goldenen Faß[5]
  • 1846: "Königsstraße" Haus-Nr. 31, Hauck Joh. Christoph, Etuisfabrikant, Zum goldnen Faß[6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helmut Reinalter: Jakobinerverräter Johann Burger - Ein Beitrag zur Geschichte des „Jakobinismus" in Tirol - pdf-Datei
  2. Einwohnerbuch von 1799
  3. Adressbuch von 1807
  4. Adressbuch von 1819
  5. Adressbuch von 1836
  6. Adressbuch von 1846