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[[Datei:Festtagsseite Poppenreuth.jpg|400px|mini|right|Festtagsseite des Poppenreuther Altares]] | [[Datei:Festtagsseite Poppenreuth.jpg|400px|mini|right|Festtagsseite des Poppenreuther Altares]] | ||
==Geschichte und Beschreibung== | ==Geschichte und Beschreibung<ref>Ausführungen nach Christian Schmidt-Scheer: „Neue Erkenntnisse am Poppenreuther Hochaltar“ in: „nota bene (NB) - überliefernswerte Mitteilungen, Randbemerkungen, Notizen und Skizzen aus St.Peter und Paul Poppenreuth“, 2016, S. 42 - 57</ref>== | ||
In vielen Beschreibungen des [[Poppenreuth]]er Altares in der [[Kirche St. Peter und Paul]] findet sich als Erklärung der Figuren des Mittelschreines in der sogenannten Festtagsseite die Evangelisten Markus, Johannes und Matthäus. Diese willkürliche Evangelistenauswahl geht auf Paulus Ewald zurück, der dies in seiner „[[Geschichte der Pfarrei Poppenreuth]]" <ref>„Geschichte der Pfarrei Poppenreuth - von den ältesten Zeiten bis jetzt”, Nürnberg 1831, Seite 70</ref> den Lesern anbietet. Die Mittelfigur wird wegen des Kelchattributs als St. Johannes erklärt. Weit schwieriger ist die Bestimmung der beiden äußeren Personen in diesem Mittelschrein. | In vielen Beschreibungen des [[Poppenreuth]]er Altares in der [[Kirche St. Peter und Paul]] findet sich als Erklärung der Figuren des Mittelschreines in der sogenannten Festtagsseite die Evangelisten Markus, Johannes und Matthäus. Diese willkürliche Evangelistenauswahl geht auf Paulus Ewald zurück, der dies in seiner „[[Geschichte der Pfarrei Poppenreuth]]" <ref>„Geschichte der Pfarrei Poppenreuth - von den ältesten Zeiten bis jetzt”, Nürnberg 1831, Seite 70</ref> den Lesern anbietet. Die Mittelfigur wird wegen des Kelchattributs als St. Johannes erklärt. Weit schwieriger ist die Bestimmung der beiden äußeren Personen in diesem Mittelschrein. | ||
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Damit kommt die zeitliche Einordnung nahe an die von Josef Dettenthaler vermutete Entstehungszeit des Poppenreuther Retabels von 1518 <ref> vgl. Josef Dettenthaler „Die Tafelbilder des Hochaltars in Poppenreuth - ein Werk des Dürerschülers Hans Springinklee” in „Fürther Heimatblätter” 1980, Nr.2; Seite 37 ff </ref> | Damit kommt die zeitliche Einordnung nahe an die von Josef Dettenthaler vermutete Entstehungszeit des Poppenreuther Retabels von 1518 <ref> vgl. Josef Dettenthaler „Die Tafelbilder des Hochaltars in Poppenreuth - ein Werk des Dürerschülers Hans Springinklee” in „Fürther Heimatblätter” 1980, Nr.2; Seite 37 ff </ref> | ||
===Der Abriss des Sebastianspitals führt zu einem überflüssigen Sebastiansaltar=== | |||
Doch schon bald gab es wegen des Pestspitals von St. Sebastian Unstimmigkeiten mit dem Ansbacher Markgraf. So beschwerten sich Casimir und Georg, der Markgraf zu Brandenburg und der Burggraf zu Nürnberg über den befestigten Bau am 23. November 1526 beim kaiserlichen Kammergericht.<ref>„Deliciae topogeographicae Noribergenses oder Geographische Beschreibung”, Seite 54 </ref> Letztendlich ging es dabei wohl um das Geleitsrecht und die hohe fraischliche Obrigkeit. | Doch schon bald gab es wegen des Pestspitals von St. Sebastian Unstimmigkeiten mit dem Ansbacher Markgraf. So beschwerten sich Casimir und Georg, der Markgraf zu Brandenburg und der Burggraf zu Nürnberg über den befestigten Bau am 23. November 1526 beim kaiserlichen Kammergericht.<ref>„Deliciae topogeographicae Noribergenses oder Geographische Beschreibung”, Seite 54 </ref> Letztendlich ging es dabei wohl um das Geleitsrecht und die hohe fraischliche Obrigkeit. | ||
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