Simon Meyer: Unterschied zwischen den Versionen

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|Nachname=Meyer
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|Geschlecht=männlich
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|Abweichende Namensform=Meier, Maier
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|Geburtsdatum=1805/09/06
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|Geburtsort=Bruck bei Erlangen
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|Person=Jakob Meyer
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|Verwandtschaftsgrad=Sohn aus 2. Ehe
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|Person=Anna Maria Hacker
|Verwandtschaftsgrad=1. Ehefrau
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'''Simon Meyer''' (geb. [[6. September]] [[1805]] in [[wikipedia:Bruck (Erlangen)|Bruck]] bei Erlangen<ref name="KB-Tf">Kirchenbücher St. Peter und Paul Bruck, Taufen 1762–1818, S. 295</ref>; gest. [[11. November]] [[1842]] in Fürth<ref name="KB-Bsttg">Kirchenbücher St. Michael, Bestattungen 1842–1850, S. 6</ref>) war ein Brucker und später Fürther Maurermeister.
'''Simon Meyer''' (geb. [[6. September]] [[1805]] in [[wikipedia:Bruck (Erlangen)|Bruck]] bei Erlangen<ref name="KB-Tf">Kirchenbücher St. Peter und Paul Bruck, Taufen 1762–1818, S. 295</ref>; gest. [[11. November]] [[1842]] in Fürth<ref name="KB-Bsttg">Kirchenbücher St. Michael, Bestattungen 1842–1850, S. 6</ref>) war ein Brucker und später Fürther Maurermeister.
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Armenpflegschaftrat und Gemeindebvollmächtigte hatten keine Einwände vorgebracht, auch traten nach öffentlichem Anschlag des Gesuchs keine Mitbewerber auf, sodass der Stadtmagistrat mit Beschluss vom 14. August 1837 ihm die durch Tod seines Bruders weggefallene Konzession zum Betrieb des Maurergewerbes und die Erlaubnis zur Übersiedlung erteilte. Er hatte dafür die Aufnahmegebühr II. Klasse der Auswärtigen in Höhe von 15 f. zu bezahlen. Zwei Tage später wurde ihm der Beschluss mit der Aufforderung eröffnet, sich zu seinen gemeindlichen Abgaben zu erklären. Simon Meyer verpflichtete sich, als Aversum (= Abfindung, Ablösung) zur Straßenbeleuchtungskasse 1. f., als Jahresbeitrag dazu 48 x. und als wöchentlichen Almosen 4 x. zu entrichten. Am 16. September stellte sich Meyer in vollständiger Uniform und Waffen beim Kommando des kgl. Landwehr-Infanterie-Regiments vor, wo er laut „Receptions-Schein“ für mustermäßig befunden und bei der II. Grenadier Compagnie des II. Bataillons einrangiert wurde. Zehn Tage später wurden die Vorsteher des Maurer- und Zimmergewerbes [[Johann Wunderlich]] und [[Jakob Blutharsch]], zusammen mit Simon Meyer, zum Magistrat vorgeladen, wo ihnen der nunmehr rechtskräftige Beschluss vom 14. August verkündet und Meyer zum Meister gesprochen wurde. Dabei erfolgte die Eintragung in das Meisterbuch und zahlte dieser das herkömmliche Ladengeld von 4 f. an die Vorsteher. Am gleichen Tag, am 26. September 1837, wurde dem Simon Meyer auch die Bürgerurkunde ausgestellt. Schließlich wurde er noch Ende November auf die [[wikipedia:Verfassung des Königreichs Bayern von 1818|Verfassung des Königreichs]] verpflichtet.
Armenpflegschaftrat und Gemeindebvollmächtigte hatten keine Einwände vorgebracht, auch traten nach öffentlichem Anschlag des Gesuchs keine Mitbewerber auf, sodass der Stadtmagistrat mit Beschluss vom 14. August 1837 ihm die durch Tod seines Bruders weggefallene Konzession zum Betrieb des Maurergewerbes und die Erlaubnis zur Übersiedlung erteilte. Er hatte dafür die Aufnahmegebühr II. Klasse der Auswärtigen in Höhe von 15 f. zu bezahlen. Zwei Tage später wurde ihm der Beschluss mit der Aufforderung eröffnet, sich zu seinen gemeindlichen Abgaben zu erklären. Simon Meyer verpflichtete sich, als Aversum (= Abfindung, Ablösung) zur Straßenbeleuchtungskasse 1. f., als Jahresbeitrag dazu 48 x. und als wöchentlichen Almosen 4 x. zu entrichten. Am 16. September stellte sich Meyer in vollständiger Uniform und Waffen beim Kommando des kgl. Landwehr-Infanterie-Regiments vor, wo er laut „Receptions-Schein“ für mustermäßig befunden und bei der II. Grenadier Compagnie des II. Bataillons einrangiert wurde. Zehn Tage später wurden die Vorsteher des Maurer- und Zimmergewerbes [[Johann Wunderlich]] und [[Jakob Blutharsch]], zusammen mit Simon Meyer, zum Magistrat vorgeladen, wo ihnen der nunmehr rechtskräftige Beschluss vom 14. August verkündet und Meyer zum Meister gesprochen wurde. Dabei erfolgte die Eintragung in das Meisterbuch und zahlte dieser das herkömmliche Ladengeld von 4 f. an die Vorsteher. Am gleichen Tag, am 26. September 1837, wurde dem Simon Meyer auch die Bürgerurkunde ausgestellt. Schließlich wurde er noch Ende November auf die [[wikipedia:Verfassung des Königreichs Bayern von 1818|Verfassung des Königreichs]] verpflichtet.


Ein halbes Jahr später, am 10. März 1838, wurde Simon Meyer – zusammen mit seiner Verlobten Margaretha Engler und ihrem Stiefvater, dem Drechslermeister Johann Jacob Held – wieder beim Magistrat vorstellig, um ein Kopulationsattest zu erwirken. Für die Wiederverehelichung wurde ihm  das Attest am 16. März ausgestellt.<ref name="Akte-M 100"/>
Ein halbes Jahr später, am 10. März 1838, wurde Simon Meyer – zusammen mit seiner Verlobten Margaretha Engler und ihrem Stiefvater, dem Drechslermeister [[Johann Jacob Held]] – wieder beim Magistrat vorstellig, um ein Kopulationsattest zu erwirken. Für die Wiederverehelichung wurde ihm  das Attest am 16. März ausgestellt.<ref name="Akte-M 100"/>


Simon Meyer starb im Alter von 37 Jahren nach Diagnose von Dr. Pickel an „Zehrfieber“ im Haus Liliengasse 223, I. Bez. ([[Lilienstraße 5 (ehemals)]]).<ref name="KB-Bsttg"/>
Simon Meyer starb im Alter von 37 Jahren nach Diagnose von Dr. Pickel an „Zehrfieber“ im Haus Liliengasse 223, I. Bez. ([[Lilienstraße 5 (ehemals)]]).<ref name="KB-Bsttg"/>
== Familie ==
Simon Meyer heiratete als junger Maurermeister am 14. Februar 1830 in Bruck Anna Maria Hacker (geb. 20. August 1807 in Erlangen), jüngste Tochter des Erlanger Gärtners und Wirts Paulus Jacob Hacker und seiner Ehefrau Anna, geborene Auer.<ref>Kirchenbücher St. Peter und Paul Bruck, Trauungen 1806–1839, S. 67</ref> 
Das Ehepaar bekam einen Sohn: am 18. Juni 1831 wurde Jacob Meyer zu Bruck geboren. Pate war Jakob Meyer (geb. 31. August 1812 in Bruck), jüngerer Bruder des Vaters. Als 6-jähriges Kind zog Jacob mit seinem Vater nach Fürth; sein Verbleib ist jedoch unbekannt. Die Ehefrau und Mutter Anna Maria Meyer starb am 24. April 1836 in Bruck im Alter von nur 28 Jahren an der „Abzehrung“.
In Fürth verheiratete sich Simon Meyer am 9. April 1838 mit Margaretha Engler (geb. 1. Oktober 1812 in Fürth).<ref>Kirchenbücher St. Martin, Trauungen 1827–1843, S. 299</ref>  Sie war die Tochter des bereits jung verstorbenen Fürther Drechslermeisters Friedrich Engler (1780–1814) und seiner aus [[wikipedia:Hasenlohe|Hasenlohe]] stammenden Ehefrau Barbara, geborene Fuchs (1771–1837), die als Witwe den Drechslermeister Johann Jacob Held 1815 geheiratet hatte und 8 Monate zuvor ebenfalls verstorben war.
In dieser Ehe kamen im Haus Liliengasse 223, I. Bez. drei Kinder zur Welt:
* [[Jakob Meyer|Johann Jakob Meyer]] (geb. 27. Januar 1839)
* Johann Christoph Karl August Meyer (geb. 11. Oktober 1840; gest. 5. Oktober 1841)
* Anna ‚Margaretha‘ Barbara Meyer (geb. 14. Februar 1842; gest. 12. Juni 1877 in der Kreisirrenanstalt Erlangen)
Nach dem frühen Tod von Simon Meyer führte seine Witwe Margaretha das Baugeschäft 4 ½ Jahre allein weiter, bis sie 1847 eine zweite Ehe mit dem Maurermeister [[Johann Georg Hofmann]] einging. Sie starb 61-jährig in Fürth am 1. März 1874 als Maurermeisterswitwe Hofmann.


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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