3.783
Bearbeitungen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| (4 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 48: | Zeile 48: | ||
}} | }} | ||
'''Benzion Ellinger''' ([[16. Februar]] [[1863]] in [[wikipedia:Niederstetten|Niederstetten]]; gest. [[23. Juli]] [[1938]] in Fürth), Sohn des Rabbiner Josef Aaron Ellinger und dessen Ehefrau Kehla<ref>Angaben nach ''Gisela Naomi Blume: [[Der neue jüdische Friedhof in Fürth (Buch)|Der neue jüdische Friedhof in Fürth]'', S. 366f</ref>, heiratete am [[26. November]] [[1895]] in München Edel Ida, geb. Levi (1875-1939). Mit ihr hatte er sechs Kinder <ref>Kehla (geb. 1896, Shoah-Opfer), Lea (geb. 1897, verh. Versicherter, USA), Josef Aaron (geb. 1899, Shoah-Opfer), Salomon (geb. 1901, Shoah-Opfer), Bella (geb. 1903, Shoah-Opfer) und Juda Arie Löb (geb. 1909, Shoah-Opfer).</ref>. | '''Benzion Ellinger''' ([[16. Februar]] [[1863]] in [[wikipedia:Niederstetten|Niederstetten]]; gest. [[23. Juli]] [[1938]] in Fürth), Sohn des Rabbiner Josef Aaron Ellinger und dessen Ehefrau Kehla<ref>Angaben nach ''Gisela Naomi Blume: [[Der neue jüdische Friedhof in Fürth (Buch)|Der neue jüdische Friedhof in Fürth]]'', S. 366f</ref>, heiratete am [[26. November]] [[1895]] in München Edel Ida, geb. Levi (1875-1939). Mit ihr hatte er sechs Kinder <ref>Kehla (geb. 1896, Shoah-Opfer), Lea (geb. 1897, verh. Versicherter, USA), Josef Aaron (geb. 1899, Shoah-Opfer), Salomon (geb. 1901, Shoah-Opfer), Bella (geb. 1903, Shoah-Opfer) und Juda Arie Löb (geb. 1909, Shoah-Opfer).</ref>. | ||
Benzion Ellinger kam 1882 als Lehrer für Religion und Elemenarfächer an die [[Israelitische Realschule]] in Fürth. | Benzion Ellinger kam 1882 als Lehrer für Religion und Elemenarfächer an die [[Israelitische Realschule]] in Fürth. | ||
| Zeile 55: | Zeile 55: | ||
Am 7. Januar 1917. Wurde ihm der Titel "Hauptlehrer" verliehen. Die Zeitschrift [[wikipedia:Der Israelit|Der Israelit]] widmete ihm in der Ausgabe vom 9. November 1922 zum 40jährigen Dienstjubiläum einen Artikel, in dem sonderlich seine religiöse Verankerung hervorgehoben wurde: "''... tiefe religiöse Erfassung des jüdischen Lebens, ererbt von Generationen her, deren Ahnenreihe bis zu SchaCH (Sabbataj ben Meir Hakohen, bedeutender Rabbiner und Gelehrter, 1621-1662), ja bis zu ReMO (Moses Isserles, bedeutender Gelehrter, Gründer der "Remo-Schul" in Krakau, 1520-1572)". Die gleiche Zeitschrift "[[wikipedia:Der Israelit|Der Israelit]]''" meldete auch mit einem Artikelbeitrag vom 8. September 1938 seinen Tod, indem ebenso auf die Verankerung eines "unverfälschte(n) Vertreter(s) des 'alten Aschkenas'" abgehoben wurde: "''Benzion Ellinger war der Sohn eines großen Talmud Chacham, Reb Josef Aron Ellinger in Niederstetten (Württemberg), der Spross einer erlauchten bis auf Schach (= Sabbataj ben Meir Hakohen, 1621 - 1662, hervorragender jüdischer Gelehrter des 17. Jahrhunderts, Verfasser zahlreicher halachischer und anderer Werke) zurückführenden Ahnenreihe, ein würdiges Glied einer lückenlosen Kette von Talmide Chachomim (Toragelehrte) und Jirej Schomajim (Gottesfürchtige).''" | Am 7. Januar 1917. Wurde ihm der Titel "Hauptlehrer" verliehen. Die Zeitschrift [[wikipedia:Der Israelit|Der Israelit]] widmete ihm in der Ausgabe vom 9. November 1922 zum 40jährigen Dienstjubiläum einen Artikel, in dem sonderlich seine religiöse Verankerung hervorgehoben wurde: "''... tiefe religiöse Erfassung des jüdischen Lebens, ererbt von Generationen her, deren Ahnenreihe bis zu SchaCH (Sabbataj ben Meir Hakohen, bedeutender Rabbiner und Gelehrter, 1621-1662), ja bis zu ReMO (Moses Isserles, bedeutender Gelehrter, Gründer der "Remo-Schul" in Krakau, 1520-1572)". Die gleiche Zeitschrift "[[wikipedia:Der Israelit|Der Israelit]]''" meldete auch mit einem Artikelbeitrag vom 8. September 1938 seinen Tod, indem ebenso auf die Verankerung eines "unverfälschte(n) Vertreter(s) des 'alten Aschkenas'" abgehoben wurde: "''Benzion Ellinger war der Sohn eines großen Talmud Chacham, Reb Josef Aron Ellinger in Niederstetten (Württemberg), der Spross einer erlauchten bis auf Schach (= Sabbataj ben Meir Hakohen, 1621 - 1662, hervorragender jüdischer Gelehrter des 17. Jahrhunderts, Verfasser zahlreicher halachischer und anderer Werke) zurückführenden Ahnenreihe, ein würdiges Glied einer lückenlosen Kette von Talmide Chachomim (Toragelehrte) und Jirej Schomajim (Gottesfürchtige).''" | ||
Benzion Ellinger, der am [[23. Juli]] [[1938]] an Herzschwäche und einem Tumor an der Hüfte gestorben war wurde auf dem [[Neuer Jüdischer Friedhof|Neuen Jüdischen Friedhof]] in Fürth beerdigt.<ref>Gisela Naomi Blume: [[Der neue jüdische Friedhof in Fürth (Buch)|Der neue jüdische Friedhof in Fürth] S. 366</ref> | Benzion Ellinger, der am [[23. Juli]] [[1938]] an Herzschwäche und einem Tumor an der Hüfte gestorben war wurde auf dem [[Neuer Jüdischer Friedhof|Neuen Jüdischen Friedhof]] in Fürth beerdigt.<ref>Gisela Naomi Blume: [[Der neue jüdische Friedhof in Fürth (Buch)|Der neue jüdische Friedhof in Fürth]], S. 366</ref> | ||
==Weblinks== | |||
* [https://www.gda.bayern.de/service/findmitteldatenbank/Archivalie/e60573f8-6622-4317-bc1b-365f224a3065 Fürth, Ottostr. 17], Wohnhaus; Anna Margarethe Babette Petz; ehem. jüd. Eigentümer: [[Benzion Ellinger|Benzion u. Ida Ellinger]]; 1946 - 1951; StAN, Bayerisches Landesamt für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung, Außenstelle Nürnberg, Nr. 1749 | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
| Zeile 62: | Zeile 65: | ||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||
* [[Israelitische Bürgerschule]] | * [[Israelitische Bürgerschule]] | ||
* [[Ottostraße 17]] | |||
* [[Jüdisches Museum Franken|Jüdische Museum]] | * [[Jüdisches Museum Franken|Jüdische Museum]] | ||
* [[Synagoge#Ober- und Gemeinderabbiner von Fürth|Fürther Rabbiner]] | * [[Synagoge#Ober- und Gemeinderabbiner von Fürth|Fürther Rabbiner]] | ||
Bearbeitungen