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Am 12. Februar 1853 erschien Konrad Jäger in Begleitung des Fürther Wirts, Haus- und Gartenbesitzers Friedrich Breitenbach bei der Stadtverwaltung und suchte um Erlaubnis zum temporären Aufenthalt für sich und seine Familie mit vier Kindern nach. Er hatte von Breitenbach dessen bei der [[Theaterstraße]] gelegenen Garten mit Gartenhaus und Scheune, den sogenannten [[Bausengarten]], für eine jährliche Summe von 175 Gulden (fl.) gepachtet, um dort die „Ökonomie“ (hier Gartenbau) zu betreiben und von den Erträgnissen zu leben. Dazu legte er eine Reihe von Zeugnissen vor, auch ein Vermögenszeugnis der Gemeindeverwaltung Bürglein vom Vortag über seinen Besitz von 1100 fl. Breitenbach bestätigte die Angaben und wies darauf hin, dass Jäger vom Gartenbauertrag sein Auskommen haben werde. | Am 12. Februar 1853 erschien Konrad Jäger in Begleitung des Fürther Wirts, Haus- und Gartenbesitzers Friedrich Breitenbach bei der Stadtverwaltung und suchte um Erlaubnis zum temporären Aufenthalt für sich und seine Familie mit vier Kindern nach. Er hatte von Breitenbach dessen bei der [[Theaterstraße]] gelegenen Garten mit Gartenhaus und Scheune, den sogenannten [[Bausengarten]], für eine jährliche Summe von 175 Gulden (fl.) gepachtet, um dort die „Ökonomie“ (hier Gartenbau) zu betreiben und von den Erträgnissen zu leben. Dazu legte er eine Reihe von Zeugnissen vor, auch ein Vermögenszeugnis der Gemeindeverwaltung Bürglein vom Vortag über seinen Besitz von 1100 fl. Breitenbach bestätigte die Angaben und wies darauf hin, dass Jäger vom Gartenbauertrag sein Auskommen haben werde. | ||
Noch am gleichen Tag erteilte Bürgermeister [[Franz Joseph von Bäumen|Bäumen]] unter Hinweis auf Wohlverhalten die nachgesuchte Erlaubnis und legte die „Prästationen“ (Gemeindeabgaben) fest. Danach hatte Jäger zu zahlen: 2 Kreuzer (x.) Armenbeitrag wöchentlich sowie jährlich 20 x. Laternengeld, 15 x. Frongeld und 54 x. Wachtgeld.<ref>„Acten des Magistrats der Kgl. Bayr. Stadt Fürth betreffend 1, den temporaeren Aufenthalt des Gemeindehirten Konrad Jaeger aus Bürglein. 1853. 2, dessen Bürgeraufnahms-Gesuch 1859.“; StadtAFÜ Sign.-Nr. Fach 18 a/I/J 23</ref> | Noch am gleichen Tag erteilte Bürgermeister [[Franz Joseph von Bäumen|Bäumen]] unter Hinweis auf Wohlverhalten die nachgesuchte Erlaubnis und legte die „Prästationen“ (Gemeindeabgaben) fest. Danach hatte Jäger zu zahlen: 2 Kreuzer (x.) Armenbeitrag wöchentlich sowie jährlich 20 x. Laternengeld, 15 x. Frongeld und 54 x. Wachtgeld.<ref>„Acten des Magistrats der Kgl. Bayr. Stadt Fürth betreffend 1, den temporaeren Aufenthalt des Gemeindehirten Konrad Jaeger aus Bürglein. 1853. 2, dessen Bürgeraufnahms-Gesuch 1859.“; StadtAFÜ Sign.-Nr. Fach 18 a/I/J 23</ref> | ||
Von 1853 bis 1858 bewirtschaftete Jäger den Bausengarten mit gutem Erfolg. Am 17. Oktober 1858 erwarb er vom Privatier [[Johann Rudolf Gröber]] das Anwesen Batzenhäuschen ''„von 0 Tag 0,5 Dez. Wohnhaus mit Schupfe, HsNr. 114 II PlNr. 897, 1 Tagwerk 83 Dezimalen Würzgarten PlNr. 896, dann 0 Tagw. 0,7 Dez. Nebengebäude u. Hofraum PlNr. 897 ½, 0 Tagw. 72 Dez. Wurzgarten PlNr. 896 ½, dann 0 Tagwerk 30 Dez. Wiesflur am Stadtlinger Steg PlanNr. 89, 0 Tagw. 07 Dezimalen desgl. PlNr. 902 ½ für 3700 f Kaufschilling u. 300 Leihkauf<ref>gemeint ist Leikauf, der Umtrunk bei Kaufabschluss; siehe: Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute - [https://www.dwds.de/wb/Leikauf online]</ref>“''. Außerdem hatte er schon im April 1857 einen Acker in der [[Flößau]] im Wert von 618 fl. erworben. | |||