Zum roten Roß (Poppenreuth): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Poppenreuther Dorfplatz (alt).jpg|mini|right|Das Wirtshaus "Zum Roten Roß" vor 1900 ]]
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* 1681 – 1684 gibt Conrad Nagel 10 kr. (Kreuzer) von 3 Morgen Feld nebst ein „Brandstättlein“ als Zins
* 1681 – 1684 gibt Conrad Nagel 10 kr. (Kreuzer) von 3 Morgen Feld nebst ein „Brandstättlein“ als Zins
* 1684 Verkauf dieser Stücke an Peter Humbser
* 1684: Verkauf dieser Stücke an Peter Humbser
* 1723 Valentin Hoffmann ist Wirt „Zum Roten Roß“ und besitzt den Viertelshof an der Kirchhofmauer. Er hat eine neue Behausung erbaut, dazu ein Stadel, Stallung, Backofen und eine ziemlich geräumige Hofreith mit einem Garten hinter dem Stadel.
* 1723: Valentin Hoffmann ist Wirt „Zum Roten Roß“ und besitzt den Viertelshof an der Kirchhofmauer. Er hat eine neue Behausung erbaut, dazu ein Stadel, Stallung, Backofen und eine ziemlich geräumige Hofreith mit einem Garten hinter dem Stadel.
* 1736 neuer Besitzer wird Conrad Lederer durch Kauf - weitere Nennung 1785: Konrad Lederer <ref>"Bestgegründete Ausführung der seit Jahrhunderten zwischen dem Hochstift und der Domprobstei Bamberg...", 1785, S. 93 - möglicherweise handelt es sich hier bereits um einen gleichnamigen Sohn</ref>.
* 1736: neuer Besitzer wird Conrad Lederer durch Kauf - weitere Nennung 1785: Konrad Lederer <ref>"Bestgegründete Ausführung der seit Jahrhunderten zwischen dem Hochstift und der Domprobstei Bamberg...", 1785, S. 93 - möglicherweise handelt es sich hier bereits um einen gleichnamigen Sohn</ref>.
* 1792 wird das Wirtshaus „Zum Roten Roß“ Schauplatz der [[Die Mesnerverhaftung in Poppenreuth anlässlich des Todes von Kaiser Leopold II.|Mesnerverhaftung]] in Poppenreuth wegen des Trauergeläuts für Kaiser Leopold II.
* 1792 wird das Wirtshaus „Zum Roten Roß“ Schauplatz der [[Die Mesnerverhaftung in Poppenreuth anlässlich des Todes von Kaiser Leopold II.|Mesnerverhaftung]] in Poppenreuth wegen des Trauergeläuts für Kaiser Leopold II.
* 1801 Johann Nützelberger hat 1782 den Hof und die Schankstätte durch Heirat einer Lederertochter erworben. Das Wirtshaus wird in der Grundakte hinten als eingädig, vorne aber zweigädig beschrieben. Es hat nun 6 ¾ Morgen Feld, aber keine Wiese. Im Jahr 1802 will Nützelberger das Wirtshaus hinten bis an die Kirchhofmauer vergrößern, stösst aber auf Widerstand des Pfarrers, sodass aus dem Vorhaben nichts wird. <ref> 1824: J. Nizelberger in: "Allgemeines Intelligenz-Blatt der Stadt Nürnberg", 1824, S. 992</ref>
* 1801: Johann Nützelberger hat 1782 den Hof und die Schankstätte durch Heirat einer Lederertochter erworben. Das Wirtshaus wird in der Grundakte hinten als eingädig, vorne aber zweigädig beschrieben. Es hat nun 6 ¾ Morgen Feld, aber keine Wiese. Im Jahr 1802 will Nützelberger das Wirtshaus hinten bis an die Kirchhofmauer vergrößern, stösst aber auf Widerstand des Pfarrers, sodass aus dem Vorhaben nichts wird. <ref> 1824: J. Nizelberger in: "Allgemeines Intelligenz-Blatt der Stadt Nürnberg", 1824, S. 992</ref>
* 1829 Peter Nützelberger (auch: Nitzelberger) betreibt als Erbe das Wirtshaus „Zum Roten Roß“ bis mind. 1851<ref>Peter Nitzelberger in: "Fürther Tagblatt", 1838, S. 556; "Fürther Tagblatt", 25. März 1842, S. 308 und "Fürther Tagblatt" vom 09.09.1843, 16.08.1844, 24.01.1845, 10.09.1847 und 6.09.1851</ref>.
* 1829: [[Peter Nitzelberger|Peter Nützelberger]] (auch: Nitzelberger) betreibt als Erbe das Wirtshaus „Zum Roten Roß“ bis mind. 1851<ref>Peter Nitzelberger in: "Fürther Tagblatt", 1838, S. 556; "Fürther Tagblatt", 25. März 1842, S. 308 und "Fürther Tagblatt" vom 09.09.1843, 16.08.1844, 24.01.1845, 10.09.1847 und 6.09.1851</ref>.
* 1919 Jean und Elise Zwingel.
* 1919: Jean und Elise Zwingel.
* 1935 - 1950 Elisabeth Behringer, Witwe (die Schankkonzession ruht). Der Wirtschaftsbetrieb wurde im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] eingestellt. Das Rote Roß hatte im ersten Stock einen Tanzsaal. Dieser wurde während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] in etliche kleine Räume aufgeteilt und mit Stockbetten versehen. Hier wurden junge Frauen aus dem Elsass untergebracht, die in der [[Dynamit-Nobel]] arbeiteten <ref>vermutlich aus dem "Arbeitsdienst" - Auskunft durch Ludwig Keusch am 20. August 2019.</ref>. Im Erdgeschoß war ein Burschenschaftstreff <ref>angeblich handelte es sich um eine schlagende Verbindung, die sich hier [[Wikipedia:Mensur (Studentenverbindung)|mensurierten]] - Auskunft durch Ludwig Keusch am 20. August 2019.</ref> von Studenten aus Erlangen, die durch den Sohn Hans Behringer - einem Theologiestudenten - nach Poppenreuth kamen.
* 1935 - 1950: Elisabeth Behringer, Witwe (die Schankkonzession ruht). Der Wirtschaftsbetrieb wurde im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] eingestellt. Das Rote Roß hatte im ersten Stock einen Tanzsaal. Dieser wurde während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] in etliche kleine Räume aufgeteilt und mit Stockbetten versehen. Hier wurden junge Frauen aus dem Elsass untergebracht, die in der [[Dynamit-Nobel]] arbeiteten <ref>vermutlich aus dem "Arbeitsdienst" - Auskunft durch Ludwig Keusch am 20. August 2019.</ref>. Im Erdgeschoß war ein Burschenschaftstreff <ref>angeblich handelte es sich um eine schlagende Verbindung, die sich hier [[Wikipedia:Mensur (Studentenverbindung)|mensurierten]] - Auskunft durch Ludwig Keusch am 20. August 2019.</ref> von Studenten aus Erlangen, die durch den Sohn Hans Behringer - einem Theologiestudenten - nach Poppenreuth kamen.


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
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