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{{ | {{Kirche | ||
| | |Konfession=christliche Freikirche | ||
| | |Weihedatum=1957/11/02 | ||
|Bild=Neuapostolische Kirche.jpg | |||
|Straße=Kaiserstraße | |||
|Hausnummer=74 | |Hausnummer=74 | ||
|Objekt=Kirche | |||
|WeiterleitungGebäudeKomplex=Nein | |||
|Baujahr=1957 | |Baujahr=1957 | ||
|Bauherr=Neuapostolische Kirche | |Bauherr=Neuapostolische Kirche | ||
| | |Ehemals=Nein | ||
|DenkmalstatusBesteht=Nein | |DenkmalstatusBesteht=Nein | ||
| | |location=Kaiserstraße 74, Fürth, 90763, Bayern, Deutschland | ||
| | |Gebäude=Neuapostolische Kirche | ||
}} | }} | ||
Die '''Neuapostolische Kirche''' befindet sich in der [[Kaiserstraße 74]]. Die christliche Religionsgemeinschaft entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts in Hamburg<ref name="Wiki">{{Quelle Wikipedia|Neuapostolische Kirche}}</ref> und wuchs im deutschsprachigen Sprachraum zu einer eigenständigen Konfessionsgemeinschaft heran. In Deutschland ist die Neuapostolische Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts (K. d. ö. R.) anerkannt.<ref name="Wiki" /> Im Jahr [[2011]] zählte die Fürther Gemeinde nach eigenen Angaben 340 Mitglieder.<ref>Neuapostolische Kirche Homepage, online abgerufen am 6. April 2021 | 21:56 Uhr</ref> | Die '''Neuapostolische Kirche''' befindet sich in der [[Kaiserstraße 74]]. Die christliche Religionsgemeinschaft entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts in Hamburg<ref name="Wiki">{{Quelle Wikipedia|Neuapostolische Kirche}}</ref> und wuchs im deutschsprachigen Sprachraum zu einer eigenständigen Konfessionsgemeinschaft heran. In Deutschland ist die Neuapostolische Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts (K. d. ö. R.) anerkannt.<ref name="Wiki" /> Im Jahr [[2011]] zählte die Fürther Gemeinde nach eigenen Angaben 340 Mitglieder.<ref>Neuapostolische Kirche Homepage, online abgerufen am 6. April 2021 | 21:56 Uhr</ref> | ||
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Das sollte sich ändern. Am [[30. Januar]] [[1927]] erhielt Unterdiakon Weber das Priesteramt anvertraut. Damit verbunden war auch die Aufgabe in Fürth eine eigene Gemeinde aufzubauen. Bereits ein Jahr später zählte die Fürther Gemeinde bereits zwölf Mitglieder. [[1930]] wurde Weber Nachfolger des kürzlich in Nürnberg verstorbenen Gemeindevorstehers, so dass in Fürth für ihn im Dezember 1930 [[Friedrich Kranz]] als Gemeindevorsteher folgte. In den folgenden Jahren stieg die Zahl der Gläubigen, so zählte die Gemeinde bis [[1935]] bereits 257 Gemeindemitglieder, ohne jedoch eine eigene Kirche zu haben. | Das sollte sich ändern. Am [[30. Januar]] [[1927]] erhielt Unterdiakon Weber das Priesteramt anvertraut. Damit verbunden war auch die Aufgabe in Fürth eine eigene Gemeinde aufzubauen. Bereits ein Jahr später zählte die Fürther Gemeinde bereits zwölf Mitglieder. [[1930]] wurde Weber Nachfolger des kürzlich in Nürnberg verstorbenen Gemeindevorstehers, so dass in Fürth für ihn im Dezember 1930 [[Friedrich Kranz]] als Gemeindevorsteher folgte. In den folgenden Jahren stieg die Zahl der Gläubigen, so zählte die Gemeinde bis [[1935]] bereits 257 Gemeindemitglieder, ohne jedoch eine eigene Kirche zu haben. | ||
Die Versammlungen der Kirchengemeinde fanden anfänglich in der Gaststätte „[[Passauer Hof]]“ in der [[Nürnberger Straße 89]] statt. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] konnten sich die Gemeindemitglieder meist nur noch in wechselnden Räumlichkeiten treffen, meist in privaten Wohnzimmern oder ungenutzten Geschäftsräumen oder leeren Kinosälen. Erst nach Kriegsende konnte die Gemeinde eine eigene Kirche in der [[Südstadt]] errichten. Die Gemeinde hatte nach dem Zweiten Weltkrieg ca. 400 Mitglieder.<ref>Katrin Kasparek: Bunte Vielfalt. Kirchen und Religionsgemeinschaften in der Südstadt. Die Neuapostolische Kirche in der Kaiserstraße. In: Auf in den Süden! Geschichte der Fürther Südstadt, 2017, Sandberg Verlag, S. 132 - 133</ref> | Die Versammlungen der Kirchengemeinde fanden anfänglich in der Gaststätte „[[Passauer Hof]]“ in der [[Nürnberger Straße 89]] statt. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] konnten sich die Gemeindemitglieder meist nur noch in wechselnden Räumlichkeiten treffen, meist in privaten Wohnzimmern oder ungenutzten Geschäftsräumen oder leeren Kinosälen. Unter anderem war die Gemeinde im "Kino" in der Nürnberger Straße 5, bis 1944 das Kino nach einem Bombenangriff nicht mehr zur Verfügung steht, weshalb die Gemeinde in die Pickertstraße 2 ausweicht. Erst nach Kriegsende konnte die Gemeinde eine eigene Kirche in der [[Südstadt]] errichten. Die Gemeinde hatte nach dem Zweiten Weltkrieg ca. 400 Mitglieder.<ref>Katrin Kasparek: Bunte Vielfalt. Kirchen und Religionsgemeinschaften in der Südstadt. Die Neuapostolische Kirche in der Kaiserstraße. In: Auf in den Süden! Geschichte der Fürther Südstadt, 2017, Sandberg Verlag, S. 132 - 133</ref> | ||
==Gemeinde Fürth-Hasensprung== | ==Gemeinde Fürth-Hasensprung== | ||
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==Kirchengebäude Kaiserstraße== | ==Kirchengebäude Kaiserstraße== | ||
Am [[2. November]] [[1957]] | Nach dem 2. Weltkrieg war die Gemeinde lange auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten. so zog sie 1949 schließlich in die Räumlichkeiten der Gebhardtstraße 41, ehe sie die Gemeinde 1952 unter der Leitung des Gemeindevorstehers und Evangelist Friedrich Auer neu gründen konnten. Ab 1955 zog die Gemeinde in den Kulturverein um, so dass Friedrich Auer nun der Gemeinde vorstand. Am [[2. November]] [[1957]] gelang es der Gemeinde schließelich in der [[Kaiserstraße 74]] eine eigene Kirche einzuweihen in der Kaiserstraße 74 durch den Bezirksapostel Eugen Startz. Sie hatte Platz für ca. 640 Gemeindemitgliedern. Die Versammlungsräume sind bewusst sehr schmucklos und nüchtern gehalten, da in der neuapostolischen Kirche auf bildhafte Darstellungen weitestgehend verzichtet wird. Neben dem großen Versammlungsraum existiert in dem Gebäude ein weiterer kleinerer Raum für ca. 150 Personen. | ||
Anfang der 1960er Jahre wurde die kleine Hammondorgel durch eine eigene im Versammlungsraum geschaffene Orgel abgelöst. Dieses Instrument wurde 2016 durch Orgelbauer Andreas Offner technisch neu gebaut. Es besitzt 11 Register auf zwei Manualen und dem Pedal.<ref>[https://organindex.de/index.php?title=F%C3%BCrth,_Neuapostolische_Kirche Informationen zur Orgel auf Organ index]</ref> Zu den Gottesdiensten spielt stets ein Chor sowie eine Orchestergruppe und ein Blasorchester. [[1985]] musste die Kirche erstmals größeren Umbauarbeiten unterzogen werden - die fast ein Jahr dauern sollten. | Anfang der 1960er Jahre wurde die kleine Hammondorgel durch eine eigene im Versammlungsraum geschaffene Orgel abgelöst. Dieses Instrument wurde 2016 durch Orgelbauer Andreas Offner technisch neu gebaut. Es besitzt 11 Register auf zwei Manualen und dem Pedal.<ref>[https://organindex.de/index.php?title=F%C3%BCrth,_Neuapostolische_Kirche Informationen zur Orgel auf Organ index]</ref> Zu den Gottesdiensten spielt stets ein Chor sowie eine Orchestergruppe und ein Blasorchester. Im Jahr 1975 feierte die Gemeinde ihre 50-jähriges Bestehen in einem Festgottesdienst. [[1985]] musste die Kirche erstmals größeren Umbauarbeiten unterzogen werden - die fast ein Jahr dauern sollten. Im Jahr 1991 ging Friedrich Auer in den wohlverdienten Ruhestand, sein Nachfolger war Lothar Guhl. Im Jahr 2010 wurden die beiden Gemeinden - Kaiserstraße und Hasensprung - in eine Gemeinde zusammengeführt und der bis dato in der Kaiserstraße tätige Gemeindevorsteher Andreas Dignal für beide Bereiche für zuständig erklärt. | ||
Im Jahr 2016 fand erneute eine größere Renovierung der Kirche statt.<ref>Schue: ''Umbau der Kirche verschlang eine Million''. In: Onlineportal nordbayern.de, Verlag Nürnberger Presse, vom 3. Dezember 2016, aufgerufen am 27. Januar 2025 - [https://www.nordbayern.de/franken/fuerth/umbau-der-kirche-verschlang-eine-million-1.5661857 online]</ref> | |||
==Kontakt== | ==Kontakt== | ||
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==Literatur== | |||
* ''Bunte Vielfalt. Kirchen und Religionsgemeinschaften in der Südstadt. Die Neuapostolische Kirche in der Kaiserstraße. In: [[Auf in den Süden! (Buch)|Auf in den Süden! Geschichte der Fürther Südstadt]], 2017, Sandberg Verlag, ISBN 978-930699-94-0, S. 132 - 133 | |||
* Heinrich Wörner Sen.: ''[[Chronik - Der Neuapostolischen Kirche Gemeinde Fürth (Buch)|Chronik - Der Neuapostolischen Kirche Gemeinde Fürth - Kaiserstraße 1925 - 1989]]'', Fürth, Eigenverlag, 1989 | |||
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[[Kategorie:Kirchen]] | [[Kategorie:Kirchen]] | ||
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