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'''Vor 5 Jahren ([[2020]]):'''
'''Vor 5 Jahren ([[2021]]):'''
* [[Bernhard Bergmann]], der "Beckenbauer des Ronhofs" verstirbt im Alter von 72 Jahren. Auch gestorben in diesem Jahr: ein Urgestein und Mitbegründer der Fürther [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]]: [[Wolfgang Adler]]- und noch ein Politiker ist in diesem Jahr verstorben, der zuletzt parteilose Ex-CSU-Stadtrat [[Jürgen Raum]]. Unter den Verstorbenen des Jahres 2020 sind auch zwei Chronisten: [[Georg Mehl]] aus Stadeln und [[Klaus-Peter Schaack]] von der Schwand. Das Jahr 2020 war besonders geprägt von der [[COVID-19-Pandemie in Fürth|Corona-Pandemie]] und deren Auswirkungen. Fürth war von Beginn der Pandemie in der Regel Hotspot in der Region, weshalb das öffentliche Leben spätestens ab März fast vollständig zum Erliegen kam. Alle Veranstaltungen im Stadtgebiet wurden abgesagt, selbst der Kommunalwahlkampf wurde kurz vor der Zielgeraden komplett abgesagt. Die Wahl fand dann doch statt - die SPD verliert seit langem die absolute Mehrheit im Rathaus, die Werte von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung bleiben aber stabil auf Rekordhöhe; 72,9 Prozent - das ist im bayerischen Vergleich immer noch ein Spitzenwert. Ende März wird vom Robert-Koch-Insitut die erste tote Person mit Covid-19 gemeldet - die Einführung der E-Scooter im Fürther Stadtgebiet sind dagegen fast schon banal. Im Mai hat Fürth seit langem wieder einen Dritten Bürgermeister: [[Dietmar Helm]] von der CSU wird als ehrenamtlicher Bürgermeister in der konstituierenden Sitzung in der Stadthalle gewählt - natürlich mit gebotenem Hygieneabstand. Der neu gestaltete [[Hallplatz]] wird der Öffentlichkeit übergeben und die Bauarbeiten am [[Hornschuch-Campus]] begannen. Statt einer [[Michaelis-Kirchweih|Kirchweih]] gab es dieses Jahr pandemiebedingt nur ein sehr abgespecktes Format statt: das sog. [[Herbstvergnügen]]. Die Anzahl der Besucher sind überschaubar. Auch zum Jahresende gab es nur ein Thema: die Pandemie, denn durch die sog. Lockdowns fiel das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel fast vollständig aus.<br>
* Das Jahr war erneut von [[COVID-19-Pandemie in Fürth|Corona]], Lockdowns und Click & Collect geprägt; das öffentliche Leben lag zeitweise weitgehend still. Positiv hervorzuheben war die Eröffnung der ersten Fahrradstraße in der [[Dambacher Straße]], der Umzug der [[Tourist-Information|Tourist-Info]] in den sanierten [[Hauptbahnhof]] und der Beschluss der Stadt Fürth, bis 2040 klimaneutral zu werden. Thematisch passt gut dazu die neue Ausstellung des [[Museum Frauenkultur Regional – International|Frauenmuseum]]s: Technik#Weiblich#Logisch. 67 Menschen in Fürth starben dennoch an den Folgen von COVID 19, darunter der eigentliche Sänger von Milli Vanilli: [[John Davis]]; außerdem verstarben [[Norbert Eimer]] (MdB), die Kulturschaffende [[Ute Weiherer]], sowie die Holocaust Überlebende [[Esther Bejarano]], die Fürth gerne besuchte. Das Jahr endete mit einer schweren Gewalttat: ein 44 jähriger, kurz zuvor aus der Haft Entlassener, verletzte eine 36-jährige Frau tödlich.<br>


'''Vor 25 Jahren ([[2000]]):'''
'''Vor 25 Jahren ([[2001]]):'''
* Das Wichtigste zuerst: das sog. Jahr-2000-Problem bzw. Y2K-Bug, also ein Crash aller Computersysteme blieb aus - die Welt drehte sich weiter, auch in Fürth. Nicht mehr weiter ging es für den Olympiasieger 1936 [[Alfred Schwarzmann]], dem Kantor [[Leo Rosenthal]] und dem Künstler [[Wilfried Nelke]]. Alle drei verstarben zur Jahrtausendwende. Dafür erblickte die spätere Stadträtin [[Anna Botzenhardt]] das Licht der Welt, wenn auch in Kulmbach und nicht an ihrem späteren Wirkungsort als Politikerin. Großes zeichnet sich aber ab - und führt später zu einer der größten Wirtschaftskrisen in Fürth: [[GRUNDIG Radio-Werke|Grundig]] verlegte den Firmensitz von Fürth nach Nürnberg - der Anfang vom Ende. Auch am Ende ist die ehemalige PX, das Einkaufszentrum aus der Zeit der US-Army wird abgebrochen. Neues entsteht aber auch in Fürth - der Bau des [[U-Bahnhof Klinikum]] beginnt im Juni. Auch bei der [[Sparkasse Fürth|Sparkasse]] tut sich viel Neues - der Landkreis und die Stadtsparkasse fusionieren - hier beginnt eine Erfolgsgeschichte der Fürther Bank. Noch auf dem Höhepunkt der eigenen Firmengeschichte: die [[EuromedClinic]] wird um einen weiteren Bau erweitert - die Übernahme durch einen privaten Investor kommt erst viele Jahre später.<br>
* Nach dem Abzug der [[U.S. Army|US-Streitkräfte]] in der Südstadt konnten am [[Südstadtpark]] die ersten sanierten Wohnungen bezogen werden. Nur ein Steinwurf entfernt wurde der [[Complex Gewerbehof Fürth GmbH|Gewerbehof Complex]] eröffnet. Das [[Rundfunkmuseum]] bezog den heutigen Standort im [[GRUNDIG Radio-Werke|Grundig-Areal]] und eine ehrenamtliche Einrichtung feiert sein 25-jähriges Bestehen: die [[Fürther Tafel]], die auch 25 Jahre später (leider) immer noch gebraucht wird. Für die jeweils beiden 2. Bürgermeister [[Günter Brand]] und [[Horst Weidemann]] war 2001 das letzte Lebensjahr. Gleiches gilt für die beiden Kommunistinnen [[Berta Backof]] und [[Hedwig Regnart]].<br>


'''Vor 50 Jahren ([[1974]]):'''
'''Vor 50 Jahren ([[1976]]):'''
* Die [[Patrizier Brauerei]] übernahm die letzte noch unabhängige Brauerei in Fürth - die [[Bergbräu]] bzw. Mailaender Brauerei. Im gleichen Jahr fusionierten die Sparkassen der Stadt und des Landkreises Fürth zur [[Stadtsparkasse]]. Neue Hauptstelle der Sparkasse wurde das [[Sparkassen-Hochhaus|Hochhaus]] in der Maxstraße. In Stadeln wurde die [[Kirche "Heiligste Dreifaltigkeit"]] gebaut, während am [[Löwenplatz]] gähnende Leere vorherrschte - die Gebäude des alten [[Gänsberg]]s wurden radikal abgerissen. Die [[Arbeiterwohlfahrt]] veranstaltete von Mai bis Juni ein buntes [[Hafenfest]]. [[Gustav Schickedanz]] feierte seinen 80. Geburtstag - der spätere Niedergang seine Unternehmens blieb ihm aber erspart. Das Licht der Welt erblickten in diesem Jahr [[Barbara Engelhard]], [[Lucky Horn]], [[Andrea Schwanzer]] und [[Ayhan Yesil]]. Gestorben sind in diesem Jahr u. a. [[Fritz Wienroeder]], [[Elisabeth Meyer-Spreckels]], [[Jean Mandel]] und [[Lily Hildebrandt]].<br>
* Die Blütezeit der [[GRUNDIG Radio-Werke|Fa. Grundig]] zeigte sich durch Neubauten in der [[Kurgartenstraße 37|Kurgartenstraße]]; nur 50 Jahre später beendete das mehrfach verkaufte Unternehmen das Fernsehgeschäft – womit mal alles begann. Der Gründer des Weltkonzerns wäre wenig begeistert gewesen. Ebenfalls nicht begeistert war man, als ein entflohener 3fach Mörder in Fürth gesichtet wurde. Umso so besser floss der neue [[Poculator]] im [[Geismannsaal|Geismann-Saal]] durch die Kehlen. Die Maß Starkbier kostete 3,80 DM! Fünf Jahre später war Feierabend – neben dem Abriss am [[Gänsberg]] ebneten die Bagger auch den Weg für das [[City-Center|City Center]]. Das Licht der Welt erblickten die spätere erste weibliche Baureferentin [[Christine Lippert]] der Stadt Fürth, aber auch die Pfarrerin [[Stefanie Schardien]], letztere auch bekannt durch Auftritte im ARD. Im gleichen Jahr starben die Wissenschaftlerin [[Else Hölzl]], sowie [[Ernst Rosenfelder]] - der ehem. Inhaber der [[Bilderbücherfabrik Löwensohn|Buchfabrik Löwensohn]]. Beide starben im Exil, weil sie vor den [[Nationalsozialismus|Nazis]] fliehen mussten.<br>


'''Vor 75 Jahren ([[1949]]):'''
'''Vor 75 Jahren ([[1951]]):'''
* [[Hans Böckler]] von der SPD wurde Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes - während einer seiner späteren Hauptkontrahenten, [[Ludwig Erhard]], Bundeswirtschaftsminister wurde. Ein weiterer Fürther mischte in der Bonner Politik mit - [[Willi Fischer]] von der SPD zog in den Bundestag ein. Die Stadt wurde noch vom Ende des [[2. Weltkrieg]]es geprägt, es herrschte u. a. noch ein großer Wohnungsmangel. Die [[U.S. Army]] benannte den ehem. [[Flugplatz Atzenhof|Flugplatz]] in Atzenhof in [[Monteith-Barracks]] um. In diesem Jahr gründete sich der [[Bund Naturschutz]] wieder, und das [[Stadttheater]] nahm seinen Betrieb wieder auf. Erste Aufführung nach dem 2. Weltkrieg war die Oper Der Fliegende Holländer. Ebenfalls neu in Fürth - die erste Verkehrsampel im Stadtgebiet an der Kreuzung Jakobinenstraße und Nürnberger Straße und eine alte Tradition lebte wieder auf - die [[Fürther Kirchweih]] in der Innenstadt. Im Jahr 1949 kamen drei spätere [[Grüne]]n-Politiker auf die Welt: [[Waltraud Galaske]], [[Dagmar Svoboda]] und [[Lothar Berthold]]. Im selben Jahr starben auch einige Fürther, so z. B. [[Franz Ehrlich]], [[Barbara Fischer]], [[Agathe Kleemann]] und [[Anton Hausladen]]. Ebenfalls starb einer der fünf Fürther Hauptschuldigen und [[NSDAP]]-Größe: [[Hans Sandreuter]].  Er starb kurz nach seiner Haftentlassung an den Folgen eines Verkehrsunfalls.<br>
* Die [[U.S. Army|US-Army]] übergab die letzten Verwaltungsaufgaben an die Stadt, sodass Fürth sechs Jahre nach [[Kapitulation von Fürth|Kriegsende]] wieder eigenständig verwaltet wurde. Prägend für die Stadt wurde die Gartenschau [[Grünen und Blühen]]. Was am Anfang „nur“ eine Gartenschau war, wird den späteren [[Stadtpark]] über Jahrzehnte positiv prägen. Ebenfalls prägend für lange Zeit war die neue Haupttribüne der [[SpVgg Greuther Fürth|SpVgg]]. Noch vor der Einweihung kamen im April 30.000 Menschen zum [[Frankenderby|Derby]] in den Ronhof – der Gewinner die SpVgg mit 1:0. Diesen Sieg konnte der Politiker [[Hans Böckler]] nicht mehr mitfeiern, er starb bereits im Februar. Ob das den bekannten Autoren [[Bernhard Kellermann]] auch gefreut hätte, ist nicht überliefert. Auch er starb 1951 und wurde in Potsdam beerdigt. 1951 auf die Welt gekommen sind die spätere Künstlerin [[Rike Schiffert-Lang]] und die Filmproduzentin [[Gülseren Suzan-Menzel]].<br>


'''Vor 100 Jahren ([[1924]]):'''
'''Vor 100 Jahren ([[1926]]):'''
* Die Wirtschaft erholte sich langsam von der Hyperinflation, trotzdem wurden die [[Volksküche|Volksküchen]] für sog. Minderbemittelte weiterhin von der Bevölkerung stark frequentiert. Die Stadt konnte trotz der Notlage eine neue [[Stadtförsterei]] errichten und feierte im September die Glockenweihe der [[Kirche St. Michael]]. Der MTV Fürth ging aus dem ehemaligen Verein für Rasenspiele e. V. ([[VfR Fürth]]) hervor und die [[Spielvereinigung]] stellte viele Spieler für die Deutsche Nationalmannschaft. In Nürnberg und Fürth fanden die Deutschen Flieger-Gedenktage statt und [[Fritz Oerter]] veröffentlichte eine selbst für ihn ungewöhnliche Schrift: [[Die freie Liebe (Buch)|Die freie Liebe]]. [[Albert Berneis]], [[Sigmund Berolzheimer]], [[Johann Gran, geb. 1846|Johann Gran]], [[Otto Mayer]] und [[Fanny Rothschild]] verstarben in diesem Jahr - während [[Walter Kissinger]], [[Walter Lischka]], [[Georg Wagner]] und [[Ruth Weiss]] das Licht der Welt erblickten.<br>
* Zweimal wackelte es in Fürth in diesem Jahr. Das erste Mal gleich am Neujahrstag, als Fürth ein [[Erdbeben]] erschütterte. Das zweite Mal – wenn auch anders – wackelte ganz Fürth, als die [[SpVgg Greuther Fürth|SpVgg]] im Juni erneut Dt. Fußballmeister wurde. Im selben Jahr wurde vermutlich das letzte Mal ein Mensch aus Fürth zum Tode verurteilt und per Guillotine geköpft. Gemeint ist der sog. Poppenreuther Vatermörder [[Johann Lechner]], der im Smoking und Lackschuhen aufs Schafott ging. Vermutlich friedlich eingeschlafen ist [[Fanny Hirschmann]], Teilhaberin der Privatbank [[Hirschmann und Kitzinger]] – nach deren Familie auch die aktuell umstrittene [[Haus Hirschmann|Hirschmann-Villa]] benannt ist. Geboren wurde 1926 die spätere Stadtheimatpflegerin und Kunsthistorikerin [[Dagmar Solomon]], die dieses Jahr ihren 100jährigen Geburtstag hätte feiern können.<br>


'''Vor 150 Jahren ([[1874]]):'''
'''Vor 150 Jahren ([[1876]]):'''
* Eine Fürtherin schrieb Geschichte. Als erste Frau in Deutschland legte die Fürtherin [[Emilie Lehmus]] in Zürich ihr Examen ab und durfte sich als praktizierende Ärztin niederlassen - allerdings nicht in Fürth, sondern in Berlin. Die Stadt entwickelte sich weiter in Richtung der heutigen Südstadt. So entstanden u. a. viele neue Gebäude in der [[Maxstraße]]. Das [[Gefängnis]] in der [[Katharinenstraße]] wurde fertiggestellt und in Betrieb genommen. In diesem Jahr wurden [[Hermann Kronheimer]], [[Fritz Hornschuch]] und der spätere Stadtbaurat [[Otto Holzer]] geboren. Erzherzog Maximilian besuchte den Ort Fürth und warf dabei eine größere Mengen neu geprägte Silbergroschen unter das Volk.<br>  
* In die Geschichtsbücher ging ein Vorfall vor der [[Zur Mist’n|Gaststätte Zur Mist´n]], denn eine Gruppe Nürnberger [[Michaelis-Kirchweih|Kärwa]]-Besucher stützen in eine Jauchegrube – sehr zum Spott der Fürther. Nach 40 Jahren wurde die [[Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg|Bahnstrecke Nürnberg-Bamberg]] neu über [[Vach]] geführt – und somit die Stadt Fürth abgehängt – bis heute! [[Louis Benda]], der spätere stellv. Vorsitzende der IG Farben kommt in Fürth auf die Welt und wird im Bereich der med. Chemotherapie später weltweit als Pionier gefeiert. Aufgrund seiner jüd. Herkunft wird er 1932 zwangspensioniert. Somit blieb ihm die Rolle der IG Farben in der NS-Zeit erspart – Stichwort: Zyklon B. Ebenfalls 1876 geboren, die spätere Schriftstellerin [[Julie Else Wassermann-Speyer]]. In Fürth weitgehend unbekannt, im Gegensatz zu ihrem [[Jakob Wassermann|Ehemann]].<br>  


'''Vor 200 Jahren ([[1824]]):'''
'''Vor 200 Jahren ([[1826]]):'''
* Fürth hat zu dieser Zeit laut einem Chronisten 13.000 Einwohner in 860 Häusern. 20 Prozent der Bevölkerung (2.700) waren davon jüdischen Glaubens. Im gleichen Jahr entstanden zwei neue Kirchen, sowie das neue Schulhaus am Kirchenplatz. Neben der [[Auferstehungskirche]] entstand die erste katholische Kirche in Fürth, die [[Kirche "Zu Unserer Lieben Frau"]]. [[Louis Berolzheimer]] und [[Maximilian Röder]] kamen auf die Welt, während [[Friedrich Adam Billing]], [[Johann Conrad Fleischauer]] und [[Johann Georg Kleininger]] verstarben.<br>
* Die Pläne für die erste [[Ludwigseisenbahn|Deutsche Eisenbahn]] zwischen Fürth und Nürnberg nahmen konkrete Züge an. Bei einem Gespräch des OBs [[Franz Joseph von Bäumen|von Bäumen]] mit dem König Ludwig I. sprach sich selbiger wegen der leichten Ausführbarkeit des Projekts dafür aus. Bis zur ersten Fahrt sollte noch ein Jahrzehnt vergehen. Nicht mehr warten musste die evang. Gemeinde, denn sie konnte im Oktober die [[Auferstehungskirche]] einweihen. Im gleichen Jahr kam [[Leopold Ullstein]] in Fürth auf die Welt, und schrieb mit seinem in Berlin gegründeten Verlag Weltgeschichte.<br>


'''Vor 250 Jahren ([[1774]]):'''
'''Vor 250 Jahren ([[1776]]):'''
* Die [[Armen- und Waisenschule]] erhielt zwei neue Glocken, deren Finanzierung dank einer großzügigen Spende des Weinhändlers [[Paul Stollberg]] möglich wurde. Auf dem jüdischen Schulhof wurde einer Dienstmagd des Kupferschmieds Schenk der "Hals abgeschnitten". Durch den Raubmord, der nie aufgeklärt werden konnte, wurden dem Kupferschmied Geld und Taschenuhren geraubt. Das Hochstift Bamberg legte eine gedruckte Verteidigung der "bambergischen Landeshoheit über den Markt und das Amt Fürth" mit 172 für die Geschichte höchst wichtigen Urkunden vor. Der Bankier [[Simon Königswarter]] und der Spiegelfabrikant [[Johann Paulus Lang]] kamen auf die Welt, während der Rabbiner [[Jacob Brandeis]] und [[Georg Moritz Lowitz]] in diesem Jahr verstarben.<br>
* Das Jahr fing mit einem ungewöhnlich kalten Winter an. Das Wild erfror im Wald und die Vögel fielen Tod vom Himmel. 1776 fand am heutigen [[Schießanger]] das erste sog. Vogelschießen auf der Johanniskirchweih statt. Nicht ganz so gesellig ging es bei einer Streitigkeit zwischen Ansbach und Bamberg zu. Die [[Dreiherrschaft]] war stets Anlass zum Streit – und so hatte dieses Mal ein Komödiant den Bogen überspannt. Die Sicherheitsorgane mussten einschreiten. Geboren 1176, der später weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gewordene jüd. Verleger und Drucker, [[David (ben Isaak) Zirndorfer|David Zirndorfer]].<br>


'''Vor 300 Jahren ([[1724]]):'''
'''Vor 500 Jahren ([[1526]]):'''
* Für die Bevölkerung begann ein neues Zeitalter - die ersten Straßen in dem Ort Fürth werden gepflastert. Zusätzlich wurde durch die Gemeinde am [[Schießanger]] ein [[Lindenhain]] angelegt. Die Traditionsgaststätte [[Zum Alten Rentamt]] wurde errichtet - der spätere Gründungsort der [[Spielvereinigung]] in der Gustavstraße. <br>
* Seit einem Jahr schwelt im gesamten Dt. Reich der sog. Bauernkrieg, oder auch die Revolution des gemeinen Mannes genannt. Auch Fürth war davon betroffen. Unter anderem wagten mehrere Bauern in Poppenreuth den Aufstand – der aber nach nur kurzer Zeit blutig niedergeschlagen wurde. Vermutlich als abschreckende Wirkung gedacht – wurden die 13 Rädelsführer geköpft.<br>


'''Vor 500 Jahren ([[1524]]):'''
* [[Aktuelle_Ereignisse/Archiv|Archiv der Jahrestage vor 2025]]
* In Poppenreuth kam es zu einer Versammlung von Nürnberger Bauern, die auch hunderte von Nürnberger Handwerkern besuchten, um ihre Solidarität zum Ausdruck zu bringen und um ihre Unterstützung zuzusichern. Der in Poppenreuth gewählte 11-köpfige Delegiertenausschuss wurde im gleichen Jahr ins Nürnberger Rathaus geholt und angehört.<br>


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Aktuelle Version vom 2. Januar 2026, 19:19 Uhr

Vor 5 Jahren (2021):

  • Das Jahr war erneut von Corona, Lockdowns und Click & Collect geprägt; das öffentliche Leben lag zeitweise weitgehend still. Positiv hervorzuheben war die Eröffnung der ersten Fahrradstraße in der Dambacher Straße, der Umzug der Tourist-Info in den sanierten Hauptbahnhof und der Beschluss der Stadt Fürth, bis 2040 klimaneutral zu werden. Thematisch passt gut dazu die neue Ausstellung des Frauenmuseums: Technik#Weiblich#Logisch. 67 Menschen in Fürth starben dennoch an den Folgen von COVID 19, darunter der eigentliche Sänger von Milli Vanilli: John Davis; außerdem verstarben Norbert Eimer (MdB), die Kulturschaffende Ute Weiherer, sowie die Holocaust Überlebende Esther Bejarano, die Fürth gerne besuchte. Das Jahr endete mit einer schweren Gewalttat: ein 44 jähriger, kurz zuvor aus der Haft Entlassener, verletzte eine 36-jährige Frau tödlich.

Vor 25 Jahren (2001):

Vor 50 Jahren (1976):

  • Die Blütezeit der Fa. Grundig zeigte sich durch Neubauten in der Kurgartenstraße; nur 50 Jahre später beendete das mehrfach verkaufte Unternehmen das Fernsehgeschäft – womit mal alles begann. Der Gründer des Weltkonzerns wäre wenig begeistert gewesen. Ebenfalls nicht begeistert war man, als ein entflohener 3fach Mörder in Fürth gesichtet wurde. Umso so besser floss der neue Poculator im Geismann-Saal durch die Kehlen. Die Maß Starkbier kostete 3,80 DM! Fünf Jahre später war Feierabend – neben dem Abriss am Gänsberg ebneten die Bagger auch den Weg für das City Center. Das Licht der Welt erblickten die spätere erste weibliche Baureferentin Christine Lippert der Stadt Fürth, aber auch die Pfarrerin Stefanie Schardien, letztere auch bekannt durch Auftritte im ARD. Im gleichen Jahr starben die Wissenschaftlerin Else Hölzl, sowie Ernst Rosenfelder - der ehem. Inhaber der Buchfabrik Löwensohn. Beide starben im Exil, weil sie vor den Nazis fliehen mussten.

Vor 75 Jahren (1951):

  • Die US-Army übergab die letzten Verwaltungsaufgaben an die Stadt, sodass Fürth sechs Jahre nach Kriegsende wieder eigenständig verwaltet wurde. Prägend für die Stadt wurde die Gartenschau Grünen und Blühen. Was am Anfang „nur“ eine Gartenschau war, wird den späteren Stadtpark über Jahrzehnte positiv prägen. Ebenfalls prägend für lange Zeit war die neue Haupttribüne der SpVgg. Noch vor der Einweihung kamen im April 30.000 Menschen zum Derby in den Ronhof – der Gewinner die SpVgg mit 1:0. Diesen Sieg konnte der Politiker Hans Böckler nicht mehr mitfeiern, er starb bereits im Februar. Ob das den bekannten Autoren Bernhard Kellermann auch gefreut hätte, ist nicht überliefert. Auch er starb 1951 und wurde in Potsdam beerdigt. 1951 auf die Welt gekommen sind die spätere Künstlerin Rike Schiffert-Lang und die Filmproduzentin Gülseren Suzan-Menzel.

Vor 100 Jahren (1926):

  • Zweimal wackelte es in Fürth in diesem Jahr. Das erste Mal gleich am Neujahrstag, als Fürth ein Erdbeben erschütterte. Das zweite Mal – wenn auch anders – wackelte ganz Fürth, als die SpVgg im Juni erneut Dt. Fußballmeister wurde. Im selben Jahr wurde vermutlich das letzte Mal ein Mensch aus Fürth zum Tode verurteilt und per Guillotine geköpft. Gemeint ist der sog. Poppenreuther Vatermörder Johann Lechner, der im Smoking und Lackschuhen aufs Schafott ging. Vermutlich friedlich eingeschlafen ist Fanny Hirschmann, Teilhaberin der Privatbank Hirschmann und Kitzinger – nach deren Familie auch die aktuell umstrittene Hirschmann-Villa benannt ist. Geboren wurde 1926 die spätere Stadtheimatpflegerin und Kunsthistorikerin Dagmar Solomon, die dieses Jahr ihren 100jährigen Geburtstag hätte feiern können.

Vor 150 Jahren (1876):

  • In die Geschichtsbücher ging ein Vorfall vor der Gaststätte Zur Mist´n, denn eine Gruppe Nürnberger Kärwa-Besucher stützen in eine Jauchegrube – sehr zum Spott der Fürther. Nach 40 Jahren wurde die Bahnstrecke Nürnberg-Bamberg neu über Vach geführt – und somit die Stadt Fürth abgehängt – bis heute! Louis Benda, der spätere stellv. Vorsitzende der IG Farben kommt in Fürth auf die Welt und wird im Bereich der med. Chemotherapie später weltweit als Pionier gefeiert. Aufgrund seiner jüd. Herkunft wird er 1932 zwangspensioniert. Somit blieb ihm die Rolle der IG Farben in der NS-Zeit erspart – Stichwort: Zyklon B. Ebenfalls 1876 geboren, die spätere Schriftstellerin Julie Else Wassermann-Speyer. In Fürth weitgehend unbekannt, im Gegensatz zu ihrem Ehemann.

Vor 200 Jahren (1826):

  • Die Pläne für die erste Deutsche Eisenbahn zwischen Fürth und Nürnberg nahmen konkrete Züge an. Bei einem Gespräch des OBs von Bäumen mit dem König Ludwig I. sprach sich selbiger wegen der leichten Ausführbarkeit des Projekts dafür aus. Bis zur ersten Fahrt sollte noch ein Jahrzehnt vergehen. Nicht mehr warten musste die evang. Gemeinde, denn sie konnte im Oktober die Auferstehungskirche einweihen. Im gleichen Jahr kam Leopold Ullstein in Fürth auf die Welt, und schrieb mit seinem in Berlin gegründeten Verlag Weltgeschichte.

Vor 250 Jahren (1776):

  • Das Jahr fing mit einem ungewöhnlich kalten Winter an. Das Wild erfror im Wald und die Vögel fielen Tod vom Himmel. 1776 fand am heutigen Schießanger das erste sog. Vogelschießen auf der Johanniskirchweih statt. Nicht ganz so gesellig ging es bei einer Streitigkeit zwischen Ansbach und Bamberg zu. Die Dreiherrschaft war stets Anlass zum Streit – und so hatte dieses Mal ein Komödiant den Bogen überspannt. Die Sicherheitsorgane mussten einschreiten. Geboren 1176, der später weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gewordene jüd. Verleger und Drucker, David Zirndorfer.

Vor 500 Jahren (1526):

  • Seit einem Jahr schwelt im gesamten Dt. Reich der sog. Bauernkrieg, oder auch die Revolution des gemeinen Mannes genannt. Auch Fürth war davon betroffen. Unter anderem wagten mehrere Bauern in Poppenreuth den Aufstand – der aber nach nur kurzer Zeit blutig niedergeschlagen wurde. Vermutlich als abschreckende Wirkung gedacht – wurden die 13 Rädelsführer geköpft.