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* | * Nach dem Abzug der [[U.S. Army|US-Streitkräfte]] in der Südstadt konnten am [[Südstadtpark]] die ersten sanierten Wohnungen bezogen werden. Nur ein Steinwurf entfernt wurde der [[Complex Gewerbehof Fürth GmbH|Gewerbehof Complex]] eröffnet. Das [[Rundfunkmuseum]] bezog den heutigen Standort im [[GRUNDIG Radio-Werke|Grundig-Areal]] und eine ehrenamtliche Einrichtung feiert sein 25-jähriges Bestehen: die [[Fürther Tafel]], die auch 25 Jahre später (leider) immer noch gebraucht wird. Für die jeweils beiden 2. Bürgermeister [[Günter Brand]] und [[Horst Weidemann]] war 2001 das letzte Lebensjahr. Gleiches gilt für die beiden Kommunistinnen [[Berta Backof]] und [[Hedwig Regnart]].<br> | ||
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* | * Die Blütezeit der [[GRUNDIG Radio-Werke|Fa. Grundig]] zeigte sich durch Neubauten in der [[Kurgartenstraße 37|Kurgartenstraße]]; nur 50 Jahre später beendete das mehrfach verkaufte Unternehmen das Fernsehgeschäft – womit mal alles begann. Der Gründer des Weltkonzerns wäre wenig begeistert gewesen. Ebenfalls nicht begeistert war man, als ein entflohener 3fach Mörder in Fürth gesichtet wurde. Umso so besser floss der neue [[Poculator]] im [[Geismannsaal|Geismann-Saal]] durch die Kehlen. Die Maß Starkbier kostete 3,80 DM! Fünf Jahre später war Feierabend – neben dem Abriss am [[Gänsberg]] ebneten die Bagger auch den Weg für das [[City-Center|City Center]]. Das Licht der Welt erblickten die spätere erste weibliche Baureferentin [[Christine Lippert]] der Stadt Fürth, aber auch die Pfarrerin [[Stefanie Schardien]], letztere auch bekannt durch Auftritte im ARD. Im gleichen Jahr starben die Wissenschaftlerin [[Else Hölzl]], sowie [[Ernst Rosenfelder]] - der ehem. Inhaber der [[Bilderbücherfabrik Löwensohn|Buchfabrik Löwensohn]]. Beide starben im Exil, weil sie vor den [[Nationalsozialismus|Nazis]] fliehen mussten.<br> | ||
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* | * Die [[U.S. Army|US-Army]] übergab die letzten Verwaltungsaufgaben an die Stadt, sodass Fürth sechs Jahre nach [[Kapitulation von Fürth|Kriegsende]] wieder eigenständig verwaltet wurde. Prägend für die Stadt wurde die Gartenschau [[Grünen und Blühen]]. Was am Anfang „nur“ eine Gartenschau war, wird den späteren [[Stadtpark]] über Jahrzehnte positiv prägen. Ebenfalls prägend für lange Zeit war die neue Haupttribüne der [[SpVgg Greuther Fürth|SpVgg]]. Noch vor der Einweihung kamen im April 30.000 Menschen zum [[Frankenderby|Derby]] in den Ronhof – der Gewinner die SpVgg mit 1:0. Diesen Sieg konnte der Politiker [[Hans Böckler]] nicht mehr mitfeiern, er starb bereits im Februar. Ob das den bekannten Autoren [[Bernhard Kellermann]] auch gefreut hätte, ist nicht überliefert. Auch er starb 1951 und wurde in Potsdam beerdigt. 1951 auf die Welt gekommen sind die spätere Künstlerin [[Rike Schiffert-Lang]] und die Filmproduzentin [[Gülseren Suzan-Menzel]].<br> | ||
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* Das | * Zweimal wackelte es in Fürth in diesem Jahr. Das erste Mal gleich am Neujahrstag, als Fürth ein [[Erdbeben]] erschütterte. Das zweite Mal – wenn auch anders – wackelte ganz Fürth, als die [[SpVgg Greuther Fürth|SpVgg]] im Juni erneut Dt. Fußballmeister wurde. Im selben Jahr wurde vermutlich das letzte Mal ein Mensch aus Fürth zum Tode verurteilt und per Guillotine geköpft. Gemeint ist der sog. Poppenreuther Vatermörder [[Johann Lechner]], der im Smoking und Lackschuhen aufs Schafott ging. Vermutlich friedlich eingeschlafen ist [[Fanny Hirschmann]], Teilhaberin der Privatbank [[Hirschmann und Kitzinger]] – nach deren Familie auch die aktuell umstrittene [[Haus Hirschmann|Hirschmann-Villa]] benannt ist. Geboren wurde 1926 die spätere Stadtheimatpflegerin und Kunsthistorikerin [[Dagmar Solomon]], die dieses Jahr ihren 100jährigen Geburtstag hätte feiern können.<br> | ||
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* | * In die Geschichtsbücher ging ein Vorfall vor der [[Zur Mist’n|Gaststätte Zur Mist´n]], denn eine Gruppe Nürnberger [[Michaelis-Kirchweih|Kärwa]]-Besucher stützen in eine Jauchegrube – sehr zum Spott der Fürther. Nach 40 Jahren wurde die [[Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg|Bahnstrecke Nürnberg-Bamberg]] neu über [[Vach]] geführt – und somit die Stadt Fürth abgehängt – bis heute! [[Louis Benda]], der spätere stellv. Vorsitzende der IG Farben kommt in Fürth auf die Welt und wird im Bereich der med. Chemotherapie später weltweit als Pionier gefeiert. Aufgrund seiner jüd. Herkunft wird er 1932 zwangspensioniert. Somit blieb ihm die Rolle der IG Farben in der NS-Zeit erspart – Stichwort: Zyklon B. Ebenfalls 1876 geboren, die spätere Schriftstellerin [[Julie Else Wassermann-Speyer]]. In Fürth weitgehend unbekannt, im Gegensatz zu ihrem [[Jakob Wassermann|Ehemann]].<br> | ||
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* Fürth | * Die Pläne für die erste [[Ludwigseisenbahn|Deutsche Eisenbahn]] zwischen Fürth und Nürnberg nahmen konkrete Züge an. Bei einem Gespräch des OBs [[Franz Joseph von Bäumen|von Bäumen]] mit dem König Ludwig I. sprach sich selbiger wegen der leichten Ausführbarkeit des Projekts dafür aus. Bis zur ersten Fahrt sollte noch ein Jahrzehnt vergehen. Nicht mehr warten musste die evang. Gemeinde, denn sie konnte im Oktober die [[Auferstehungskirche]] einweihen. Im gleichen Jahr kam [[Leopold Ullstein]] in Fürth auf die Welt, und schrieb mit seinem in Berlin gegründeten Verlag Weltgeschichte.<br> | ||
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* | * Das Jahr fing mit einem ungewöhnlich kalten Winter an. Das Wild erfror im Wald und die Vögel fielen Tod vom Himmel. 1776 fand am heutigen [[Schießanger]] das erste sog. Vogelschießen auf der Johanniskirchweih statt. Nicht ganz so gesellig ging es bei einer Streitigkeit zwischen Ansbach und Bamberg zu. Die [[Dreiherrschaft]] war stets Anlass zum Streit – und so hatte dieses Mal ein Komödiant den Bogen überspannt. Die Sicherheitsorgane mussten einschreiten. Geboren 1176, der später weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gewordene jüd. Verleger und Drucker, [[David (ben Isaak) Zirndorfer|David Zirndorfer]].<br> | ||
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* | * Seit einem Jahr schwelt im gesamten Dt. Reich der sog. Bauernkrieg, oder auch die Revolution des gemeinen Mannes genannt. Auch Fürth war davon betroffen. Unter anderem wagten mehrere Bauern in Poppenreuth den Aufstand – der aber nach nur kurzer Zeit blutig niedergeschlagen wurde. Vermutlich als abschreckende Wirkung gedacht – wurden die 13 Rädelsführer geköpft.<br> | ||
* [[Aktuelle_Ereignisse/Archiv|Archiv der Jahrestage vor 2025]] | |||
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Aktuelle Version vom 2. Januar 2026, 19:19 Uhr
Vor 5 Jahren (2021):
- Das Jahr war erneut von Corona, Lockdowns und Click & Collect geprägt; das öffentliche Leben lag zeitweise weitgehend still. Positiv hervorzuheben war die Eröffnung der ersten Fahrradstraße in der Dambacher Straße, der Umzug der Tourist-Info in den sanierten Hauptbahnhof und der Beschluss der Stadt Fürth, bis 2040 klimaneutral zu werden. Thematisch passt gut dazu die neue Ausstellung des Frauenmuseums: Technik#Weiblich#Logisch. 67 Menschen in Fürth starben dennoch an den Folgen von COVID 19, darunter der eigentliche Sänger von Milli Vanilli: John Davis; außerdem verstarben Norbert Eimer (MdB), die Kulturschaffende Ute Weiherer, sowie die Holocaust Überlebende Esther Bejarano, die Fürth gerne besuchte. Das Jahr endete mit einer schweren Gewalttat: ein 44 jähriger, kurz zuvor aus der Haft Entlassener, verletzte eine 36-jährige Frau tödlich.
Vor 25 Jahren (2001):
- Nach dem Abzug der US-Streitkräfte in der Südstadt konnten am Südstadtpark die ersten sanierten Wohnungen bezogen werden. Nur ein Steinwurf entfernt wurde der Gewerbehof Complex eröffnet. Das Rundfunkmuseum bezog den heutigen Standort im Grundig-Areal und eine ehrenamtliche Einrichtung feiert sein 25-jähriges Bestehen: die Fürther Tafel, die auch 25 Jahre später (leider) immer noch gebraucht wird. Für die jeweils beiden 2. Bürgermeister Günter Brand und Horst Weidemann war 2001 das letzte Lebensjahr. Gleiches gilt für die beiden Kommunistinnen Berta Backof und Hedwig Regnart.
Vor 50 Jahren (1976):
- Die Blütezeit der Fa. Grundig zeigte sich durch Neubauten in der Kurgartenstraße; nur 50 Jahre später beendete das mehrfach verkaufte Unternehmen das Fernsehgeschäft – womit mal alles begann. Der Gründer des Weltkonzerns wäre wenig begeistert gewesen. Ebenfalls nicht begeistert war man, als ein entflohener 3fach Mörder in Fürth gesichtet wurde. Umso so besser floss der neue Poculator im Geismann-Saal durch die Kehlen. Die Maß Starkbier kostete 3,80 DM! Fünf Jahre später war Feierabend – neben dem Abriss am Gänsberg ebneten die Bagger auch den Weg für das City Center. Das Licht der Welt erblickten die spätere erste weibliche Baureferentin Christine Lippert der Stadt Fürth, aber auch die Pfarrerin Stefanie Schardien, letztere auch bekannt durch Auftritte im ARD. Im gleichen Jahr starben die Wissenschaftlerin Else Hölzl, sowie Ernst Rosenfelder - der ehem. Inhaber der Buchfabrik Löwensohn. Beide starben im Exil, weil sie vor den Nazis fliehen mussten.
Vor 75 Jahren (1951):
- Die US-Army übergab die letzten Verwaltungsaufgaben an die Stadt, sodass Fürth sechs Jahre nach Kriegsende wieder eigenständig verwaltet wurde. Prägend für die Stadt wurde die Gartenschau Grünen und Blühen. Was am Anfang „nur“ eine Gartenschau war, wird den späteren Stadtpark über Jahrzehnte positiv prägen. Ebenfalls prägend für lange Zeit war die neue Haupttribüne der SpVgg. Noch vor der Einweihung kamen im April 30.000 Menschen zum Derby in den Ronhof – der Gewinner die SpVgg mit 1:0. Diesen Sieg konnte der Politiker Hans Böckler nicht mehr mitfeiern, er starb bereits im Februar. Ob das den bekannten Autoren Bernhard Kellermann auch gefreut hätte, ist nicht überliefert. Auch er starb 1951 und wurde in Potsdam beerdigt. 1951 auf die Welt gekommen sind die spätere Künstlerin Rike Schiffert-Lang und die Filmproduzentin Gülseren Suzan-Menzel.
Vor 100 Jahren (1926):
- Zweimal wackelte es in Fürth in diesem Jahr. Das erste Mal gleich am Neujahrstag, als Fürth ein Erdbeben erschütterte. Das zweite Mal – wenn auch anders – wackelte ganz Fürth, als die SpVgg im Juni erneut Dt. Fußballmeister wurde. Im selben Jahr wurde vermutlich das letzte Mal ein Mensch aus Fürth zum Tode verurteilt und per Guillotine geköpft. Gemeint ist der sog. Poppenreuther Vatermörder Johann Lechner, der im Smoking und Lackschuhen aufs Schafott ging. Vermutlich friedlich eingeschlafen ist Fanny Hirschmann, Teilhaberin der Privatbank Hirschmann und Kitzinger – nach deren Familie auch die aktuell umstrittene Hirschmann-Villa benannt ist. Geboren wurde 1926 die spätere Stadtheimatpflegerin und Kunsthistorikerin Dagmar Solomon, die dieses Jahr ihren 100jährigen Geburtstag hätte feiern können.
Vor 150 Jahren (1876):
- In die Geschichtsbücher ging ein Vorfall vor der Gaststätte Zur Mist´n, denn eine Gruppe Nürnberger Kärwa-Besucher stützen in eine Jauchegrube – sehr zum Spott der Fürther. Nach 40 Jahren wurde die Bahnstrecke Nürnberg-Bamberg neu über Vach geführt – und somit die Stadt Fürth abgehängt – bis heute! Louis Benda, der spätere stellv. Vorsitzende der IG Farben kommt in Fürth auf die Welt und wird im Bereich der med. Chemotherapie später weltweit als Pionier gefeiert. Aufgrund seiner jüd. Herkunft wird er 1932 zwangspensioniert. Somit blieb ihm die Rolle der IG Farben in der NS-Zeit erspart – Stichwort: Zyklon B. Ebenfalls 1876 geboren, die spätere Schriftstellerin Julie Else Wassermann-Speyer. In Fürth weitgehend unbekannt, im Gegensatz zu ihrem Ehemann.
Vor 200 Jahren (1826):
- Die Pläne für die erste Deutsche Eisenbahn zwischen Fürth und Nürnberg nahmen konkrete Züge an. Bei einem Gespräch des OBs von Bäumen mit dem König Ludwig I. sprach sich selbiger wegen der leichten Ausführbarkeit des Projekts dafür aus. Bis zur ersten Fahrt sollte noch ein Jahrzehnt vergehen. Nicht mehr warten musste die evang. Gemeinde, denn sie konnte im Oktober die Auferstehungskirche einweihen. Im gleichen Jahr kam Leopold Ullstein in Fürth auf die Welt, und schrieb mit seinem in Berlin gegründeten Verlag Weltgeschichte.
Vor 250 Jahren (1776):
- Das Jahr fing mit einem ungewöhnlich kalten Winter an. Das Wild erfror im Wald und die Vögel fielen Tod vom Himmel. 1776 fand am heutigen Schießanger das erste sog. Vogelschießen auf der Johanniskirchweih statt. Nicht ganz so gesellig ging es bei einer Streitigkeit zwischen Ansbach und Bamberg zu. Die Dreiherrschaft war stets Anlass zum Streit – und so hatte dieses Mal ein Komödiant den Bogen überspannt. Die Sicherheitsorgane mussten einschreiten. Geboren 1176, der später weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gewordene jüd. Verleger und Drucker, David Zirndorfer.
Vor 500 Jahren (1526):
- Seit einem Jahr schwelt im gesamten Dt. Reich der sog. Bauernkrieg, oder auch die Revolution des gemeinen Mannes genannt. Auch Fürth war davon betroffen. Unter anderem wagten mehrere Bauern in Poppenreuth den Aufstand – der aber nach nur kurzer Zeit blutig niedergeschlagen wurde. Vermutlich als abschreckende Wirkung gedacht – wurden die 13 Rädelsführer geköpft.