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Ansichtskarten waren von jeher Sammlerstücke, zunächst wegen der Briefmarken auf der Rückseite, aber auch wegen der Motive auf der Vorderseite. Die Sammler solcher Karten werden allgemein als [[wikipedia:Philokartisten|Philokartisten]] bezeichnet. Der weitaus überwiegende Anteil der Ansichtskartensammler sind Heimatsammler, die hauptsächlich Ansichten ihrer regionalen Umgebung sammeln. Das Ziel von vielen Heimatsammlern ist es, möglichst alle Ansichtskarten ihres Heimatortes oder einen historisch möglichst aussagekräftigen Querschnitt davon zu sammeln.<ref>{{Quelle Wikipedia|Philokartisten}}</ref>  
Ansichtskarten waren von jeher Sammlerstücke, zunächst wegen der Briefmarken auf der Rückseite, aber auch wegen der Motive auf der Vorderseite. Die Sammler solcher Karten werden allgemein als [[wikipedia:Philokartisten|Philokartisten]] bezeichnet. Der weitaus überwiegende Anteil der Ansichtskartensammler sind Heimatsammler, die hauptsächlich Ansichten ihrer regionalen Umgebung sammeln. Das Ziel von vielen Heimatsammlern ist es, möglichst alle Ansichtskarten ihres Heimatortes oder einen historisch möglichst aussagekräftigen Querschnitt davon zu sammeln.<ref>{{Quelle Wikipedia|Philokartisten}}</ref>  


Im Wesentlichen lässt sich ganz allgemein sagen, dass das Alter einer Ansichtskarte keinen verlässlichen „Wert“ darstellt. So werden häufig in Onlinebörsen und Auktionshäusern wie z. B. eBay Ansichtskarten um 1890/1900 für deutlich unter 10 Euro gehandelt (je nach Erhaltungszustand), da auch hier schon die Ansichtskarten in sehr hohen Stückzahlen im Umlauf waren und sind. Nahezu alle Ansichtskarten nach 1945 haben für den Sammler kaum einen materiellen Wert und werden in der Regel für deutlich unter 10 Euro gehandelt.
Im Wesentlichen lässt sich ganz allgemein sagen, dass das Alter einer Ansichtskarte keinen verlässlichen „Wert“ darstellt. So werden häufig in Onlinebörsen und Auktionshäusern wie z. B. eBay Ansichtskarten um 1890/1900 für deutlich unter 10 Euro gehandelt (je nach Erhaltungszustand), da auch hier schon die Ansichtskarten in sehr hohen Stückzahlen im Umlauf waren und sind. Nahezu alle Ansichtskarten nach 1945 haben für den Sammler kaum einen materiellen Wert und werden in der Regel für deutlich unter 10 Euro gehandelt. Tagesaktuelle Ereignisse wirken sich manchmal auf den Markt aus. So machte sich während der Diskussion über den weiteren Verbleib des [[Parkhotel]]s durchaus auf dem Sammlermarkt bemerkbar. Es wurden deutlich mehr Ansichtkarten vom Parkhotel angeboten als sonst - mit deutlich höheren Preisvorstellungen. Nach dem Abriss des Parkhotels "normalisierte" sich der Markt wieder, sodass diese Ansichtskarten in der Regel wieder zum Teil deutlich unter 15 Euro zu haben sind.  


Für den Preis einer Ansichtskarte (auch mit Fürther Motiven) sind vielmehr die Verfügbarkeit bzw. das Motiv häufig ausschlaggebend. Weiterhin spielt der zeitliche Kontext eine Rolle – und natürlich regelt hier der Markt den Preis. Für bestimmte Motive und Themen gibt es nicht nur in Fürth, trotz Fürth-Motiv, sondern auch außerhalb des Stadtgebietes einen Sammlermarkt, womit die Zahl der potenziellen Käufer – und somit auch der Preis – steigt.
Für den Preis einer Ansichtskarte (auch mit Fürther Motiven) sind vielmehr die Verfügbarkeit bzw. das Motiv häufig ausschlaggebend. Weiterhin spielt der zeitliche Kontext eine Rolle – und natürlich regelt hier der Markt den Preis. Für bestimmte Motive und Themen gibt es nicht nur in Fürth, trotz Fürth-Motiv, sondern auch außerhalb des Stadtgebietes einen Sammlermarkt, womit die Zahl der potenziellen Käufer – und somit auch der Preis – steigt.
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* Motive mit [[Fiorda|Judica]]-Bezug. Der Sammlermarkt ist sehr überschaubar, und umso überschaubarer ist die Verfügbarkeit von Ansichtskarten mit Motiven aus dem jüdischen Leben – was den Preis hebt.  
* Motive mit [[Fiorda|Judica]]-Bezug. Der Sammlermarkt ist sehr überschaubar, und umso überschaubarer ist die Verfügbarkeit von Ansichtskarten mit Motiven aus dem jüdischen Leben – was den Preis hebt.  
* Sog. Foto-Echtkarten mit geringer Auflage, meist von einzelnen Gebäuden/Firmen/Gaststätten. Hier beschränken sich die Sammler weitestgehend auf den örtlichen Bereich, allerdings sind diese Art der Karten nur in geringer Stückzahl auf den Markt und setzen gute Ortsbekenntnisse voraus, da nur selten auf den Karten beschrieben wird, was zu sehen ist. Der Rückschluss ist oft nur durch das Motiv gegeben (Gaststätte, Beschriftung, Architektur, Hausnummer, Hintergrund etc.)
* Sog. Foto-Echtkarten mit geringer Auflage, meist von einzelnen Gebäuden/Firmen/Gaststätten. Hier beschränken sich die Sammler weitestgehend auf den örtlichen Bereich, allerdings sind diese Art der Karten nur in geringer Stückzahl auf den Markt und setzen gute Ortsbekenntnisse voraus, da nur selten auf den Karten beschrieben wird, was zu sehen ist. Der Rückschluss ist oft nur durch das Motiv gegeben (Gaststätte, Beschriftung, Architektur, Hausnummer, Hintergrund etc.)
* [[Kirchweih-Postkarten]] – Da diese häufig nur in geringer Stückzahl erschienen, es dafür aber unzählige Motive gibt, ist das Sammelgebiet riesig. Alleine zur Fürther Kirchweih gibt es für den Zeitraum zwischen 1890 und 1930 ca. 200 Postkarten.
* [[Kirchweih-Postkarten]] – Da diese häufig nur in geringer Stückzahl erschienen, es dafür aber unzählige Motive gibt, ist das Sammelgebiet riesig. Gleichzeitig wurden oft allgemeine Motive mehrfach genutzt und nur durch einen Stempel etc. auf den lokalen Ort bestimmt. Alleine zur Fürther Kirchweih gibt es für den Zeitraum zwischen 1890 und 1930 ca. 250 unterschiedliche Postkartenmotive.
* Motive mit [[Zeppelin]] bis 1945 – Die Zahl der Sammler ist weltweit groß, die dieses Motiv sammeln und die Zeit, in der es solche Karten gab, ist begrenzt.
* Motive mit [[Zeppelin]] bis 1945 – Die Zahl der Sammler ist weltweit groß, da dieses Motiv viele sammeln und die Zeit, in der es solche Karten gab, war begrenzt.
* Sonderansichtskarten, z. B. mit ausklappbaren Elementen oder veränderbaren Motiven. Diese Karten waren schon beim Einkauf nicht günstig, nur in geringer Stückzahl vorhanden und gingen meist durch deren Nutzung kaputt. Umso „kostbarer“ sind noch gut erhaltene Exemplare.
* Sonderansichtskarten, z. B. mit ausklappbaren Elementen oder veränderbaren Motiven. Diese Karten waren schon beim Einkauf nicht günstig, nur in geringer Stückzahl vorhanden und gingen meist durch deren Nutzung im laufe der Zeit kaputt. Umso „kostbarer“ sind noch gut erhaltene Exemplare.
* Motive von heutigen Vororten, also [[Burgfarrnbach]], [[Atzenhof]], [[Mannhof]], [[Poppenreuth]], etc. wurden oft nur in kleiner Stückzahl gehandelt und haben selten die Zeit überlebt.
* Motive von heutigen Vororten, also [[Burgfarrnbach]], [[Atzenhof]], [[Mannhof]], [[Poppenreuth]], etc. wurden oft nur in kleiner Stückzahl gehandelt und haben selten die Zeit überlebt.
* Ansichtskarten, auf denen „bekannte“ Persönlichkeiten unterschrieben oder diese beschrieben haben.
* Ansichtskarten, auf denen „bekannte“ Persönlichkeiten unterschrieben oder diese beschrieben haben.
[[Datei:AK Synagoge Außen 1910.JPG|mini|rechts|Die aktuell vermutlich "teuerste" Ansichtskarte mit Fürth-Motiv aus dem Jahr 1910 - mit dem Abbild der jüd. Synagoge]]
[[Datei:AK Synagoge Außen 1910.JPG|mini|rechts|Die aktuell vermutlich "teuerste" Ansichtskarte mit Fürth-Motiv aus dem Jahr 1910 - mit dem Abbild der jüd. Synagoge]]
Die aktuell (Stand 2025) bekannte und „teuerste“ Ansichtskarte mit Fürther Motiv dürfte eine Ansichtskarte vom [[Synagoge|alten Schulhof]] (Synagoge) aus dem Jahr 1910 sein, die bei einem Auktionshaus Anfang der 2020er Jahre für knapp 1.000 Euro verkauft wurde. Ansichtskarten mit Bezug zum Nationalsozialismus und Hakenkreuzen werden häufig ab 30 bis 300 + X Euro im Handel gehandelt. Auch Ansichtskarten von der Fürther Kirchweih vor 1930 werden in der Regel nicht unter 30 Euro verkauft – auch hier gibt es Ausreißer nach oben für mittlere zwei- bis dreistellige Summen.  
Die aktuell (Stand 2025) bekannte und „teuerste“ Ansichtskarte mit Fürther Motiv dürfte eine Ansichtskarte vom [[Synagoge|alten Schulhof]] (Synagoge) aus dem Jahr 1910 sein, die bei einem Auktionshaus Anfang der 2020er Jahre für knapp 1.000 Euro verkauft wurde. Ansichtskarten mit Bezug zum Nationalsozialismus und Hakenkreuzen werden häufig ab 30 bis 300 + X Euro im Handel angeboten. Auch Ansichtskarten von der Fürther Kirchweih vor 1930 werden in der Regel nicht unter 30 Euro verkauft – auch hier gibt es Ausreißer nach oben für mittlere zwei- bis dreistellige Summen.  


[[Datei:Diorama Deutschlands erste Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fuerth Blick 1.jpg|mini|rechts|Sonderformate: Dioramen, ca. 1838]]
[[Datei:Diorama Deutschlands erste Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fuerth Blick 1.jpg|mini|rechts|Sonderformate: Dioramen, ca. 1838]]
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