Hermann Kronheimer: Unterschied zwischen den Versionen

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== Deportation nach Auschwitz ==
== Deportation nach Auschwitz ==
Das Gedenkbuch des Bundesarchivs vermerkt folgendes zur Familie Kronheimer:
Das Gedenkbuch des Bundesarchivs vermerkt folgendes zur Familie Kronheimer:
* Dr. Hermann Kronheimer & Lina Kronheimer - Deportation am [[14. September]] [[1943]] nach Bergen-Belsen ins Konzentrationslager; [[25. Januar]] [[1944]] Theresienstadt - Ghetto; [[28. Oktober]] [[1944]] Auschwitz, Vernichtungslager. Beide starben am [[30. Oktober]] [[1944]] im KZ Auschwitz.  
* Dr. Hermann Kronheimer & Lina Kronheimer - Internierung im Sammellager Westerbork, [[11. Dezember]] [[1942]], Deportation am [[14. September]] [[1943]] nach Bergen-Belsen ins Konzentrationslager; [[25. Januar]] [[1944]] Theresienstadt - Ghetto; [[28. Oktober]] [[1944]] Auschwitz, Vernichtungslager. Beide starben am [[30. Oktober]] [[1944]] im KZ Auschwitz.<ref>[https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de905711 Gedenkbuch] Bundesarchiv zu Kronheimer, Hermann</ref>
* Paul Peter Kronheimer - Deportation am [[28. August]] [[1942]] von dem Sammel- und Durchgangslager Drancy (i. d. Nähe von Paris) in das Vernichtungslager Auschwitz. Die Ermordung wird am [[31. August]] [[1942]] vermerkt.  
* Paul Peter Kronheimer - Deportation am [[28. August]] [[1942]] von dem Sammel- und Durchgangslager Drancy (i. d. Nähe von Paris) in das Vernichtungslager Auschwitz. Die Ermordung wird am [[31. August]] [[1942]] vermerkt.<ref>[https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de905715 Gedenkbuch] Bundesarchiv zu Kronheimer, Paul Peter</ref>
* Lisa Kronheimer - Deportation vermutlich im Jahr [[1942]] nach Auschwitz. Am [[28. Februar]] [[1945]] wird sie für tot erklärt.  
* Lisa Kronheimer - Deportation vermutlich im Jahr [[1942]] nach Auschwitz. Am [[28. Februar]] [[1945]] wird sie für tot erklärt.


== Literatur ==
== Literatur ==

Version vom 15. Januar 2026, 16:43 Uhr

Person
Hermann Kronheimer
Namenszusatz
Dr. med.
Vorname
Hermann
Nachname
Kronheimer
Geschlecht
männlich
Geburtsdatum
14. Februar 1874
Geburtsort
Fürth
Todesdatum
30. Oktober 1944
Todesort
Theresienstadt
Beruf
Arzt
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Dr. med. Hermann Kronheimer (geb. 14. Februar 1874 in Fürth, gest. 30. Oktober 1944 in Theresienstadt) war praktizierender Arzt jüdischen Glaubens in Nürnberg.

Leben und Beruf

Dr. med. Hermann Kronheimer war der Sohn von Schmul und Lina Kronheimer aus Fürth. Er war verheiratet mit Josefine Kronheimer, geborene Hirsch (geb. 19. März 1887 in Augsburg). Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Tochter Lisa, geboren am 18. September 1920 und Sohn Paul Peter, geboren am 17. April 1922. Am 6. Mai 1901 zog Dr. Kronheimer nach Nürnberg und betrieb als Allgemeinarzt eine Praxis in der Bauerngasse 36. Zusätzlich war er als Bahn- und Postarzt tätig.[1]

Am 17. Mai 1934 wurde die Praxis von Dr. Kronheimer in Nürnberg abgemeldet. Er emigrierte mit seiner Familie ein halbes Jahr später am 22. Januar 1935 nach Den Haag (Niederlande).[2] Zuletzt lebte die Familie in Arnheim (Niederlande), allerdings konnten sie nicht erneut vor dem Überfall der deutschen Truppen im Mai 1940 aus Holland fliehen. Die Gestapo nahm Dr. Kronheimer und seine Frau in Holland fest und internierte sie im Sammellager Westerbork (Holland). Von dort aus wurden sie in verschiedene Konzentrationslager verbracht und ermordet.[3]

Deportation nach Auschwitz

Das Gedenkbuch des Bundesarchivs vermerkt folgendes zur Familie Kronheimer:

Literatur

  • Gerhard Jochem & Ulrike Kettner: Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Schoa. Selbstverlag des Stadtarchivs Nürnberg, 1998
  • Bernd Höffken: Schicksale jüdischer Ärzte aus Nürnberg nach 1933. Metropol Verlag Berlin, 2013

Siehe auch

Weblinks

  • Bundesarchiv Homepage, abgerufen am 13. Februar 2014 - online

Einzelnachweise

  1. Gerhard Jochem & Ulrike Kettner: Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Shoah. Selbstverlag des Stadtarchivs Nürnberg, 1998. S. 182
  2. Bundesarchiv Homepage, abgerufen am 13. Februar 2014 - online
  3. Bernd Höffken: Schicksale jüdischer Ärzte aus Nürnberg nach 1933. Metropol Verlag Berlin, 2013, S. 242 f.
  4. Gedenkbuch Bundesarchiv zu Kronheimer, Hermann
  5. Gedenkbuch Bundesarchiv zu Kronheimer, Paul Peter

Bilder