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{{Gebäude
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Der '''Geismannsaal''' wurde [[1895]] in erster Linie für die Austragung der [[Poculator|Poculatorfeste]] als Saalbau der [[Brauerei Geismann]] erbaut und war Zeit seines Bestehens der größte Saal und Versammlungsort der Stadt [[Fürth]].
Der '''Geismannsaal''' wurde [[1895]] in erster Linie für die Austragung der [[Poculator|Poculatorfeste]] als Saalbau der [[Brauerei Geismann]] erbaut und war Zeit seines Bestehens der größte Saal und Versammlungsort der Stadt [[Fürth]].
[[1982]] wurde der Geismannsaal abgerissen für den Neubau des [[City-Center]]s (heute [[Flair Fürth]]).


== Erbauung ==
== Erbauung ==
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=== Fußball-Liveübertragungen ===
=== Fußball-Liveübertragungen ===
Am Sonntag, [[13. Juni]] [[1926]] fand im Geismannsaal die größte lokale Radio-Liveübertragung des Endspiels um die Deutsche Fußballmeisterschaft zwischen der [[Spielvereinigung Fürth]] und [[Wikipedia:Hertha BSC|Hertha BSC Berlin]] statt. Der Eintritt betrug 30 Pfennig, der Liter Geismann-Bier kostete 50 Pfennig. Über mehrere Lautsprecher war die Live-Moderation von [[Wikipedia: Paul Laven|Paul Laven]] zu verfolgen, der in Frankfurt am Main für die [[Wikipedia: Süddeutscher Rundfunk|Süddeutsche Rundfunk AG]] von der provisorischen Sprecherkabine am Dach des Stadions berichtete. Diese Liveübertragung gilt als Geburtsstunde des "Public Listenings".<ref name="Kett">[[Siegfried Kett]]:  
Am Sonntag, [[13. Juni]] [[1926]], und damit kaum 2 ½ Jahre nach dem Beginn des öffentlichen Rundfunks in Deutschland, fand im Geismannsaal die bis dahin größte lokale Radio-Liveübertragung des Endspiels um die Deutsche Fußballmeisterschaft zwischen der [[Spielvereinigung Fürth]] und [[Wikipedia:Hertha BSC|Hertha BSC Berlin]] statt. Der Eintritt betrug 30 Pfennig, der Liter Geismann-Bier kostete 50 Pfennig. Über mehrere Lautsprecher war die Live-Moderation von [[Wikipedia: Paul Laven|Paul Laven]] zu verfolgen, der in Frankfurt am Main für die [[Wikipedia: Süddeutscher Rundfunk|Süddeutsche Rundfunk AG]] von der provisorischen Sprecherkabine am Dach des Stadions berichtete. Diese Liveübertragung gilt als Geburtsstunde des "Public Listenings".<ref name="Kett">[[Siegfried Kett]]:  
"[http://www.nordbayern.de/region/fuerth/wie-die-further-das-public-listening-erfanden-1.2892770 Wie die Fürther das „Public Listening“ erfanden"], FN 11. Mai 2013</ref>
"[http://www.nordbayern.de/region/fuerth/wie-die-further-das-public-listening-erfanden-1.2892770 Wie die Fürther das „Public Listening“ erfanden"], FN 11. Mai 2013</ref>


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"Am 22. Mai 1949 ließen die beiden Amateurreporter Tausende von Fußballfans im brechend vollen Geismannsaal, im Schwarzen Kreuz, in anderen Fürther Gasthäusern und in den angrenzenden Straßen ein flottes Spiel und fünf Tore ihres Lieblingsakteurs Horst Schade live aus Kassel miterleben."<ref name="Kett"/>
"Am 22. Mai 1949 ließen die beiden Amateurreporter Tausende von Fußballfans im brechend vollen Geismannsaal, im Schwarzen Kreuz, in anderen Fürther Gasthäusern und in den angrenzenden Straßen ein flottes Spiel und fünf Tore ihres Lieblingsakteurs Horst Schade live aus Kassel miterleben."<ref name="Kett"/>
[[Datei:Info-Tafel Zell am Ziller a.jpg|mini|right|Infotafel Zell am Ziller mit Hinweis zu ''Geismannsaal'']]
[[Datei:Info-Tafel Zell am Ziller a.jpg|mini|right|Infotafel Zell am Ziller mit Hinweis zu ''Geismannsaal'']]
== Sonstiges ==
== Sonstiges ==
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zog die Zillertaler Trachtenkapelle zu alpenländischer Musik die Massen in den Saal; so etwa am Sonntag, den 25. Oktober 1953.<ref>[[Fränkische Tagespost]] vom 26. Oktober 1953; siehe auch Info-Tafel im Kurpark Zell am Ziller</ref>  
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zog die Zillertaler Trachtenkapelle zu alpenländischer Musik die Massen in den Saal; so etwa am Sonntag, den 25. Oktober 1953.<ref>[[Fränkische Tagespost]] vom 26. Oktober 1953; siehe auch Info-Tafel im Kurpark Zell am Ziller</ref>  
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Wie sämtliche Brauerei-Gebäude am [[Geismann-Areal]] gab die Stadt Fürth auch den Geismannsaal zum Abriss frei, um an seiner Stelle das [[City-Center]] zu errichten. Während der Abbruch des Geismann-Areals in Teilen der Bevölkerung aus kulturellen und denkmalschützerischen Gründen auf starke Proteste stieß (siehe auch: [[Geismann-Bräustübl]]), stellte der Redakteur der Fürther Nachrichten beim gut besuchten Poculator 1981 eine schlecht informierte Öffentlichkeit fest:
Wie sämtliche Brauerei-Gebäude am [[Geismann-Areal]] gab die Stadt Fürth auch den Geismannsaal zum Abriss frei, um an seiner Stelle das [[City-Center]] zu errichten. Während der Abbruch des Geismann-Areals in Teilen der Bevölkerung aus kulturellen und denkmalschützerischen Gründen auf starke Proteste stieß (siehe auch: [[Geismann-Bräustübl]]), stellte der Redakteur der Fürther Nachrichten beim gut besuchten Poculator 1981 eine schlecht informierte Öffentlichkeit fest:
[[Datei:Alexanderstr.7-11 - 1982 - D1587.jpg‎|miniatur|rechts|Abbrucharbeiten, 1982]]
[[Datei:Alexanderstr.7-11 - 1982 - D1587.jpg‎|miniatur|rechts|Abbrucharbeiten, 1982]]
{{Zitat|Sprach man in diesen Tagen des Ausschanks aber mit den Besuchern im Saal, mußte man erkennen, daß recht wenigen voll bewußt war, welches "Schicksal" über ihm schwebt. Das städtebauliche Projekt "Geismann-Areal" in der Bedeutung mit der [[G%C3%A4nsberg#.22Fl.C3.A4chensanierung.22|Sanierung am Gänsberg]] durchaus zu vergleichen, ist den Pocluator-Besuchern auch solchen aus Fürth, herzlich wenig bekannt.
{{Zitat|Sprach man in diesen Tagen des Ausschanks aber mit den Besuchern im Saal, mußte man erkennen, daß recht wenigen voll bewußt war, welches ‚Schicksal‘ über ihm schwebt. Das städtebauliche Projekt ‚Geismann-Areal‘ in der Bedeutung mit der [[G%C3%A4nsberg#.22Fl.C3.A4chensanierung.22|Sanierung am Gänsberg]] durchaus zu vergleichen, ist den Pocluator-Besuchern auch solchen aus Fürth, herzlich wenig bekannt.


Noch weniger von ihnen können sich eine -ersatzlose - Beseitigung des Saales vorstellen und meinen, man sollte und könnte ihn grundlegend renovieren und in die kommenden Baumaßnahmen einbeziehen.|A. W. Wieserner, Fürther Nachrichten<ref name="WiesernerFN">A. W. Wieserner: "Alle Besucher genießen die Gegenwart in vollen Zügen" in Fürther Nachrichten vom 28. März 1981, S. 45 f.</ref>}}
Noch weniger von ihnen können sich eine -ersatzlose - Beseitigung des Saales vorstellen und meinen, man sollte und könnte ihn grundlegend renovieren und in die kommenden Baumaßnahmen einbeziehen.|A. W. Wieserner, Fürther Nachrichten<ref name="WiesernerFN">A. W. Wieserner: "Alle Besucher genießen die Gegenwart in vollen Zügen" in Fürther Nachrichten vom 28. März 1981, S. 45 f.</ref>}}
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{{Bilder dieses Gebäudes}}
{{Bilder dieses Gebäudes}}


[[Kategorie:Lokale und Wirtschaften (ehemals)]]
[[Kategorie:Gaststätten (ehemals)]]{{Faktenbox/Check}}
[[Kategorie:Saalbauten und Hallen]]
[[Kategorie:Saalbauten und Hallen]]
[[Kategorie:Gebäude (ehemals)]]
[[Kategorie:Gebäude (ehemals)]]
[[Kategorie:Innenstadt]]
[[Kategorie:Innenstadt]]