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Die '''Sankt-Michaelis-Kirchweih''', im Fürther Sprachgebrauch '''Fürther Kärwa''' oder noch kürzer einfach nur '''Kärwa''' genannt, ist eine [[wikipedia:Kirchweih|Straßen- und Wirtshauskirchweih]]. Sie wurde am [[4. Januar]] [[2018]] in das bayerische und am [[11. Dezember]] [[2018]] in das deutsche Verzeichnis des [[wikipedia:Immaterielles Kulturerbe|Immateriellen Kulturerbes]] aufgenommen. | Die '''Sankt-Michaelis-Kirchweih''', im Fürther Sprachgebrauch '''Fürther Kärwa''' oder noch kürzer einfach nur '''Kärwa''' genannt, ist eine [[wikipedia:Kirchweih|Straßen- und Wirtshauskirchweih]]. Sie wurde am [[4. Januar]] [[2018]] in das bayerische und am [[11. Dezember]] [[2018]] in das deutsche Verzeichnis des [[wikipedia:Immaterielles Kulturerbe|Immateriellen Kulturerbes]] aufgenommen. | ||
[[Bild:Kaerwa.jpg|600px|mini|right|Nächtlicher Blick auf die Michaelis-Kirchweih 2007]] | [[Bild:Kaerwa.jpg|600px|mini|right|Nächtlicher Blick auf die Michaelis-Kirchweih 2007]] | ||
==Überblick== | ==Überblick== | ||
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Über die Ursprünge der Kirchweih existieren keine Urkunden. Da jedoch die namensgebende [[Kirche St.Michael|Michaelskirche]] um [[1100]] errichtet wurde, wird davon ausgegangen, dass das Fest auch erstmals zu dieser Zeit stattfand und somit seit nunmehr über 900 Jahren durchgeführt wird. Für das Jahr [[1536]] wird erstmals urkundlich die Feier der Kirchweihe von St. Michael erwähnt. | Über die Ursprünge der Kirchweih existieren keine Urkunden. Da jedoch die namensgebende [[Kirche St.Michael|Michaelskirche]] um [[1100]] errichtet wurde, wird davon ausgegangen, dass das Fest auch erstmals zu dieser Zeit stattfand und somit seit nunmehr über 900 Jahren durchgeführt wird. Für das Jahr [[1536]] wird erstmals urkundlich die Feier der Kirchweihe von St. Michael erwähnt. | ||
Ursprünglich waren die Buden am [[ | Ursprünglich waren die Buden am [[Marktplatz|Grünen Markt]] und in der [[Gustavstraße]] im Umkreis der [[Kirche St.Michael|Kirche St. Michael]]. | ||
Johann Michael Füssel beschreibt in seinem [[Füssels Reisetagebuch 1791 (Buch)|Reisetagebuch von 1791]] die Kirchweih wie folgt: | |||
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:''[...] dauert von Michaelis an 14 Tage, und locket aus den umliegenden Städten und Ortschaften eine solche Menge Gaste, Käufer und Verkäufer herbey, daß alle Gasthöfe und Schenken angefüllt sind, und man dem lästigen Gewühl der Menschen auf allen Gassen kaum ausweichen kann. Dieser Jahrmarkt heißt hier zwar nur Kirchweih, er könnte aber mit Recht des großen Verkehrs wegen Messe genannt werden.''<ref>Johann Michael Füssel: ''Unser Tagbuch oder Erfahrungen und Bemerkungen eines Hofmeisters und seiner Zöglinge auf einer Reise durch einen großen Theil des Fränkischen Kreises nach Carlsbad und durch Bayern und Passau nach Linz. Dritter Theil'', Erlangen 1791, S. 41 - [[Seite:Füssels Reisetagebuch 1791.pdf/44|Scan]]</ref> | |||
Der namhafte Erlanger Professor [[wikipedia:Johann Christian Fick|Johann Christian Fick]] hebt in seinen Beschreibungen der Erlanger Umgebung im Jahr [[1812]] die weit und breit bekannte Fürther Kirchweih hervor, mahnt aber auch zur Vorsicht: ''„Bei diesen vielen Fremden finden sich von allen Gegenden liederliche Dirnen ein, ausser denen, die vielleicht in Fürth einheimisch sind. Gegen diese kann man den Jüngling nicht genug warnen, weil meistens schmerzhafte und Gesundheit zerstöhrende Folgen die Sünde hart bestrafen.”''<ref>Johann Christian Fick: "Historisch-topographisch-statistische Beschreibung von Erlangen und dessen Gegend : mit Anweisungen und Regeln für Studirende; nebst einem Anhang, die neueste Organisation der Universität und die Schilderung ihres Zustandes enthaltend." Erlangen 1812, S. 129/130 - [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10373172_00165.html Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek]</ref> | Bereits in einer Beschreibung der Kirchweih aus dem Jahr 1794 ist von der "Königin aller Kirchweihen des Fränkischen Kreises" die Rede.<ref>[[Chronik der Stadt Fürth 1887 (Buch)|Fronmüllerchronik]], 1887, S. 188</ref> | ||
Der namhafte Erlanger Professor [[wikipedia:Johann Christian Fick|Johann Christian Fick]] hebt in seinen Beschreibungen der Erlanger Umgebung im Jahr [[1812]] die weit und breit bekannte Fürther Kirchweih hervor, mahnt aber auch zur Vorsicht: | |||
:''„Bei diesen vielen Fremden finden sich von allen Gegenden liederliche Dirnen ein, ausser denen, die vielleicht in Fürth einheimisch sind. Gegen diese kann man den Jüngling nicht genug warnen, weil meistens schmerzhafte und Gesundheit zerstöhrende Folgen die Sünde hart bestrafen.”''<ref>Johann Christian Fick: "Historisch-topographisch-statistische Beschreibung von Erlangen und dessen Gegend : mit Anweisungen und Regeln für Studirende; nebst einem Anhang, die neueste Organisation der Universität und die Schilderung ihres Zustandes enthaltend." Erlangen 1812, S. 129/130 - [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10373172_00165.html Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek]</ref> | |||
Oktober [[1911]]: ''1. Kirchweihsonntag. 2. Kirchweihmontag. 3. „Heuer sind auf der Kirchweih 32 Musikgesellschaften (Harfenzupfer) mit 107 Personen eingetroffen. Darunter befinden sich 2 Italienergruppen. Gegen die früheren Jahre ist diese Zahl bedeutend zurückgegangen''. <ref>[[Paul Rieß]]-Chronik 1911 (Überarbeitung Alexander Mayer)</ref> | |||
===Der Kirchweihschutz=== | ===Der Kirchweihschutz=== | ||
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Von 1945 - 1948 wurde die Kirchweih wegen Sperrung der [[Königstraße]] in bescheidenem Umfang auf dem [[Schießanger]] und dem [[Schießplatz]] abgehalten. | Von 1945 - 1948 wurde die Kirchweih wegen Sperrung der [[Königstraße]] in bescheidenem Umfang auf dem [[Schießanger]] und dem [[Schießplatz]] abgehalten. | ||
Noch 1948 feierte man zwei Wochen lang die „althistorische Kirchweih“ auf dem [[Schießanger]]. Es gab ein Festzelt, betrieben von [[Emil Most]] und [[Hans Riedel]], [[Möbel | Noch 1948 feierte man zwei Wochen lang die „althistorische Kirchweih“ auf dem [[Schießanger]]. Es gab ein Festzelt, betrieben von [[Emil Most]] und [[Hans Riedel]], [[Möbel Böhm]] in der [[Angerstraße]] veranstaltete nach zehn Jahren Unterbrechung wieder eine Kirchweih-Möbelschau. Ein Geschirrmarkt bot „altvertraut“ seine Töpfe und Geschirr an und ein Kettenkarussell wirbelte Jung und Alt durch die Lüfte. Dies bewährte sich jedoch nicht allzu sehr. | ||
1949 nahm die Stadt Fürth die Planung, Vorbereitung und Durchführung wieder in die Hand. Ein Kirchweihausschuss wurde gebildet. Die verkehrspolizeilichen Bedenken konnten überwunden werden. Auch die Militärregierung gab ihr Einverständnis. Stadtoberinspektor Konrad Fiedler vom Markt- und Messeamt wurde beauftragt, die Bewerber um einen Platz zu sichten. Es war ein hartes Geschäft, aus der Vielzahl an Fahr- und Belustigungsgeschäften (weit über 100) und Verkaufsgeschäften (über 400) eine Auswahl zu treffen. Etwa 45 Gesuche für Fahr- und Schaugeschäfte und ein großer Teil der Verkaufsgeschäfte konnten berücksichtigt werden. | 1949 nahm die Stadt Fürth die Planung, Vorbereitung und Durchführung wieder in die Hand. Ein Kirchweihausschuss wurde gebildet. Die verkehrspolizeilichen Bedenken konnten überwunden werden. Auch die Militärregierung gab ihr Einverständnis. Stadtoberinspektor Konrad Fiedler vom Markt- und Messeamt wurde beauftragt, die Bewerber um einen Platz zu sichten. Es war ein hartes Geschäft, aus der Vielzahl an Fahr- und Belustigungsgeschäften (weit über 100) und Verkaufsgeschäften (über 400) eine Auswahl zu treffen. Etwa 45 Gesuche für Fahr- und Schaugeschäfte und ein großer Teil der Verkaufsgeschäfte konnten berücksichtigt werden. | ||
Die Kärwa 1949 fand nun wieder wie einst im Stadtzentrum statt, von der [[Fürther Freiheit]] bis zum [[Königsplatz|Dreikönigsplatz]]. Statt Dünnbier und Schwarzbrot gab es wieder Karpfen, Gänse und Vollbier. Auch der „Glückshafen“ des Johannis-Zweigvereins tauchte nach zehn Jahren wieder auf. Die Eröffnungsfeier konnte am [[2. Oktober]] im [[Geismannsaal]] begangen werden.<ref>Recherche Peter Frank (Fürth), April 2019</ref> | Die Kärwa 1949 fand nun wieder wie einst im Stadtzentrum statt, von der [[Fürther Freiheit]] bis zum [[Königsplatz|Dreikönigsplatz]]. Statt Dünnbier und Schwarzbrot gab es wieder Karpfen, Gänse und Vollbier. Auch der „Glückshafen“ des Johannis-Zweigvereins tauchte nach zehn Jahren wieder auf. Die Eröffnungsfeier konnte am [[2. Oktober]] im [[Geismannsaal]] begangen werden.<ref>Recherche [[Peter Frank]] (Fürth), April 2019</ref> | ||
Während der [[Oberbürgermeister]] die Kärwa traditionell am ersten Kirchweihsonntag um 11 Uhr im [[Geismannsaal]] eröffnete, schuf man mit der Verlegung des Brauereifestzuges auf den 2. Kärwasonntag einen zweiten Höhepunkt: der [[Kirchweihumzug|Erntedankzug]] entstand. | Während der [[Oberbürgermeister]] die Kärwa traditionell am ersten Kirchweihsonntag um 11 Uhr im [[Geismannsaal]] eröffnete, schuf man mit der Verlegung des Brauereifestzuges auf den 2. Kärwasonntag einen zweiten Höhepunkt: der [[Kirchweihumzug|Erntedankzug]] entstand. | ||
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[[Bild:20151011 132809.jpg|mini|links|Kirchweihbaum am Stadttheater 2015]] | [[Bild:20151011 132809.jpg|mini|links|Kirchweihbaum am Stadttheater 2015]] | ||
[[Datei:Kärwabaum zuschnitt.jpg|miniatur|rechts|Fürther Originale]] | [[Datei:Kärwabaum zuschnitt.jpg|miniatur|rechts|Fürther Originale]] | ||
Bis zum Flächenabriss am [[Gänsberg]] stand der Kärwa-Baum am [[Lilienplatz]], seitdem "traditionell" am [[Stadttheater]]: Ein hölzerner Mast, geschmückt mit Zunftzeichen, [[Fürther Original|Fürther Originalen]] und Gasthäusern des historischen Fürths. | Bis zum Flächenabriss am [[Gänsberg]] stand der Kärwa-Baum am [[Lilienplatz]], seitdem "traditionell" am [[Stadttheater]]: Ein hölzerner Mast, geschmückt mit den Zunftzeichen der Goldschläger, Spiegelmacher, Bäcker und Metzger, einigen [[Fürther Original|Fürther Originalen]] und Gasthäusern des historischen Fürths. | ||
Bei den dargestellten Fürther Originalen handelt es sich um [[Dienstmann Schlee]], [[Bernhard Gnad]], [[Doris Kraus]], [[Magdalena Augustin]], [[Fritzla]] und [[Andreas Schmalz]]. Die abgebildeten Gebäude sind die ehemaligen Gasthäuser [[Zum roten Roß]], [[Zum Lindwurm]], [[Gustavstraße 58|Zum blauen Schlüssel]] und [[Grüner Baum]] | Bei den dargestellten Fürther Originalen handelt es sich um den [[Dienstmann Schlee]], [[Bernhard Gnad]], [[Doris Kraus]], [[Magdalena Augustin]], [[Fritzla]] und [[Andreas Schmalz]]. Die abgebildeten Gebäude sind die ehemaligen Gasthäuser [[Zum roten Roß]], [[Zum Lindwurm]], [[Gustavstraße 58|Zum blauen Schlüssel]] und [[Grüner Baum]] (letzterer als einziger noch unter seinem alten Namen in Betrieb). | ||
[[2014]] durfte der bestehende Mast nicht mehr an seinen angestammten Platz aufgestellt werden, da ein Statiker Risse im 28 Jahre alten Baumstamm fand und somit keinen Sicherheitsnachweis mehr erteilte. Es wäre zu befürchten, dass bei starkem Wind der angebrachte Schmuck das Biegemoment des Mastes überschreitet. Seit [[2015]] schafft deswegen nun ein Stahlmast Abhilfe.<ref>Kärwabaum bringt Fürther auf die Palme; Artikel auf Nordbayern.de, Abgerufen 15.10.14 18:05 Uhr[http://www.nordbayern.de/region/fuerth/karwabaum-bringt-further-auf-die-palme-1.3920287]</ref> | [[2014]] durfte der bestehende Mast nicht mehr an seinen angestammten Platz aufgestellt werden, da ein Statiker Risse im 28 Jahre alten Baumstamm fand und somit keinen Sicherheitsnachweis mehr erteilte. Es wäre zu befürchten, dass bei starkem Wind der angebrachte Schmuck das Biegemoment des Mastes überschreitet. Seit [[2015]] schafft deswegen nun ein Stahlmast Abhilfe.<ref>Kärwabaum bringt Fürther auf die Palme; Artikel auf Nordbayern.de, Abgerufen 15.10.14 18:05 Uhr[http://www.nordbayern.de/region/fuerth/karwabaum-bringt-further-auf-die-palme-1.3920287]</ref> | ||
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2022 stand das Riesenrad erstmals nicht am angestammten Platz parallel zur Häuserzeile an der [[Fürther Freiheit]]. Vielmehr wurde es parallel zur [[Friedrichstraße]] an den Anfang der Fürther Freiheit positioniert. Grund für den Standortwechsel waren die Bauarbeiten an dem Gebäude [[Fürther Freiheit 6]] und die dafür benötigen Kräne an dem Gebäude, die dem Riesenrad im Weg gestanden wären. Im Folgejahr entstand kurz eine Diskussion darüber, den "neuen" Standort zu behalten. Die Entscheidung fiel aber zu Gunsten des "alten" Standortes, so dass die Neupositionierung im Jahr 2022 ein Einmalereignis blieb. | 2022 stand das Riesenrad erstmals nicht am angestammten Platz parallel zur Häuserzeile an der [[Fürther Freiheit]]. Vielmehr wurde es parallel zur [[Friedrichstraße]] an den Anfang der Fürther Freiheit positioniert. Grund für den Standortwechsel waren die Bauarbeiten an dem Gebäude [[Fürther Freiheit 6]] und die dafür benötigen Kräne an dem Gebäude, die dem Riesenrad im Weg gestanden wären. Im Folgejahr entstand kurz eine Diskussion darüber, den "neuen" Standort zu behalten. Die Entscheidung fiel aber zu Gunsten des "alten" Standortes, so dass die Neupositionierung im Jahr 2022 ein Einmalereignis blieb. | ||
< | == Kirchweih-Frei == | ||
Angestellte der Stadt Fürth und Angestellte der Töchter der Stadt Fürth (z. B. infra GmbH, Klinikum Fürth etc.) haben stets ein sog. Kirchweih-Frei während der Michaeliskirchweih im Herbst. Dieses Kirchweih-Frei bedeutet, dass die Angestellten ab 12 Uhr vom Dienst befreit sind und den Arbeitsplatz - sofern möglich - verlassen dürfen. Sollte dies aus dienstlichen Gründen nicht gehen, z. B. im Klinikum Fürth oder bei der Berufsfeuerwehr, so erhalten die Beschäftigen an diesem Tag eine Gutschrift von max. bis zu 5 Stunden. Dies setzt voraus, dass die geplante Dienstzeit nach 12 Uhr erfolgt wäre. Die Zeitgutschrift erfolgt somit für die geleistete Arbeitszeit nach 12 Uhr - bis max. 5 Stunden. | |||
Ursprung des Kirchweih-Frei ist überraschenderweise eine Regelung aus dem 1. Weltkrieg in Fürth. Der damalige Oberbürgermeister Dr. Robert Wild erließ im Oktober 1914 folgende Verfügung: | |||
:''Im Hinblick auf den durch den Kriegsausbruch verursachten Ausfall des Urlaubes der meisten städtischen Beamten und die starke Geschäftsbelastung in den vergangenen Kriegswochen wird hie(r)mit - wie sonst infolge der Fürther Kirchweihfeier - am 5. und 12. ds. Mts. der Nachmittag vom Dienste freigegeben, um die Möglichkeit einer kurzen Erholung zu gewähren. An diesen Nachmittagen wird - außer der ständigen Polizeijour auf der Hauptwache - im Rathaus nur im Einwohnermeldeamte, im Militärbüro, im Einlaufamt<ref>vermutlich Einlaufstelle also Poststelle</ref> von 2 - 4 Jourdienst abgehalten.'' | |||
: ''Bei Beamten und Arbeitern der technischen Ämter und Betriebe der Stadtverwaltung wird ist Tunlichkeit in gleicher Weise verfahren werden.'' | |||
: ''Der Magistrats-Vorstand: gez. Dr. Wild''<ref>Stadtarchiv Fürth, Verfügung Dr. Robert Wild, Okt. 1914</ref> | |||
Offensichtlich hat die Verfügung nicht nur den ersten Weltkrieg überstanden, sondern behielt ihre Gültigkeit auch weit über den Krieg hinaus. Der Stadtrat bekräftigte 1977 (!) diese Entscheidung erneut, wie folgt: | |||
: ''Dienstfreigabe'' | |||
: ''Beschluss des Stadtrates - öffentlich - einstimmig'' | |||
: ''Die städt. Dienstkräfte erhalten traditionell - wie seit über 60 Jahren - immer am ersten Kirchweihmontag, 3. Oktober 1977, und am letzten Kirchweihmittwoch, 12. Oktober 1977, ab 12 Uhr dienstfrei. Jourdienst ist, soweit erforderlich, einzurichten.'' | |||
: ''Der Beschluss gilt generell für die Zukunft, so dass es keines jährlichen Einzelbeschluss mehr bedarf.'' | |||
: ''Dies gilt ebenso für die Dienstfreigabe am Faschingsdienstag jeweils ab 12 Uhr.'' | |||
: [...] | |||
: ''Stadtrat, 14. September 1977''<ref>Stadtarchiv Fürth, Antrag zur Feststellung einer betrieblichen Übung bei den Kirchweihnachmittagen der Stadt Fürth am Arbeitsgericht Nürnberg durch die Gewerkschaft ötv, September 1996</ref> | |||
Neben den zwei freien Nachmittagen zur Kirchweih, hatte sich noch ein dritter freier Nachmittag im öffentlichen Dienst der Stadt Fürth etabliert - der sog. Faschingsdienstag. Wann der Faschingsdienstag bei der Stadt Fürth eingerichtet wurde, ist aktuell (noch) nicht bekannt. | |||
In den 1990er Jahren gab es erste Bestrebungen, diese Regelungen wieder abzuschaffen bzw. zu reduzieren. Die Gewerkschaft ötv (heute ver.di) ging gerichtlich gegen diese Entscheidung der Stadt Fürth an und begründete dies als sog. "betriebliche Übung" seit ca. 100 Jahren. Das Gericht gab offensichtlich im September 1996 der Gewerkschaft recht, so dass die freien Nachmittage erhalten blieben. | |||
Anders verlief es im Dezember 2002. Nach Rücksprache mit dem frisch ins Amt gewählten Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung und dem Gesamtpersonalrat der Stadt Fürth wurde am 17. Dezember 2002 beschlossen, eines der beiden Kirchweih-Frei ersatzlos zu streichen. Zuvor hatte Anfang Dezember 2002 eine Personalversammlung der Beschäftigten der Stadt Fürth stattgefunden, bei der die Beschäftigen sich selbst aussuchen konnten, welchen der beiden Nachmittage sie streichen würden. Die Wahl fiel auf den ersten freien Nachmittag, so dass ab dem Dezember 2002 lediglich nur noch der zweite Kirchweihmontag für die Beschäftigen ab 12 Uhr frei war. Der Stadtrat folgte dieser Empfehlung am 10. Dezember 2002.<ref>Stadtarchiv Fürth, Schreiben: Wegfall des Kirchweihnachmittags vom 17. Dezember 2002 - Gesamtpersonalrat</ref> In den folgenden Jahren wurde aus dem freien Kirchweihmontag irgendwann der Dienstag. Der Faschingsdienstag blieb ebenfalls erhalten, so dass bei den städtischen Angestellten weiterhin zwei freie Nachmittag zusätzlich geregelt sind - neben den tariflichen und gesetzlichen freien Tagen. Diese Regelung gilt auch weiterhin für die städtischen Töchter, selbst wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt juristisch ausgegründet wurden, z. B. als eigenständiger Betrieb. Hierzu wurden eigens sog. Personalüberleitungsverträge vereinbart, in der u.a. die zum Zeitpunkt der Überführung beschäftige Mitarbeiter - aber auch alle künftigen Beschäftigten in einem Tochterunternehmen - nicht schlechter gestellt werden dürfen, als die unmittelbar städtischen Beschäftigen. | |||
Andere Städte haben ähnliche Regelungen. So hat die Stadt Erlangen einen sog. Bergkirchweih freien Nachmittag, der sogar bei Privatunternehmen wie der Fa. Siemens gilt. Gleiches existiert in der Landeshauptstadt München während des Oktoberfestes. | |||
== Die Kärwa in Zahlen == | == Die Kärwa in Zahlen == | ||
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* ca. 5 Vollgastronomiebetriebe | * ca. 5 Vollgastronomiebetriebe | ||
* der Rest teilt sich auf in Verlosungsstände, Heringsbratereien, Autoscooter, Belustigungsgeschäfte, Fisch- und Ochsenbratereien und Reitbahnen. | * der Rest teilt sich auf in Verlosungsstände, Heringsbratereien, Autoscooter, Belustigungsgeschäfte, Fisch- und Ochsenbratereien und Reitbahnen. | ||
== Kärwa ausblasen == | |||
[[Datei:Kärwa Ausblasen Okt 2025.jpg|mini|rechts|Kärwa ausblasen - hier unterwegs in der Königstraße, Okt 2025]] | |||
Das inoffizielle Ende der Kirchweih findet seit vielen Jahren auf dem [[Dr.-Henry-Kissinger-Platz]] (ehemals [[Helmplatz]]) vor der alten Feuerwache statt - auf der Höhe des Schaustellers "Armer Lump". Dabei spielen ein paar ortsansässige Musiker Dixiband-Musik nach dem Feuerwerk ab ca. 22.15 Uhr bis zum Ende der Kirchweih Musik. Zuvor läuft die Band bereits über die Kirchweih und hält spontan für kleine Auftritte irgendwo im Bereich der Kirchweih. Zum festen Kern der Musiker gehören [[Hermann Krehn]], [[Heinrich Filsner]] und [[Volker Heißmann]]. Die Besucher nehmen zahlreich an diesem Event teil und singen und tanzen mit der Band mit - bis zum Ende der Kirchweih. | |||
==Kirchweihsprüche== | ==Kirchweihsprüche== | ||
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* ''Etz mäiss mer amol widder die Oma bsuung, damits a Kärwageld rausrückn dout.'' | * ''Etz mäiss mer amol widder die Oma bsuung, damits a Kärwageld rausrückn dout.'' | ||
* ''Mou etz däi (oder der) dou mitn Auto durchfoahrn?'' (Anm.: bezieht sich auf Anwohner oder Dienstleister mit Sonderrecht zum Durchfahren der Kirchweih) | * ''Mou etz däi (oder der) dou mitn Auto durchfoahrn?'' (Anm.: bezieht sich auf Anwohner oder Dienstleister mit Sonderrecht zum Durchfahren der Kirchweih) | ||
== Maskottchen Betzala == | == Maskottchen Betzala == | ||
[[Datei:Kärwa Betzikla 2018.jpg|miniatur|links|Das neue Kärwa-Maskottchen, noch mit "Betzila"-Schriftzug, Sept. 2018]] | [[Datei:Kärwa Betzikla 2018.jpg|miniatur|links|Das neue Kärwa-Maskottchen, noch mit "Betzila"-Schriftzug, Sept. 2018]] | ||
[[Datei:Maskottchen Kärwa 2019 DSCF8575.jpg|mini|rechts|Kärwa-Maskottchen "Betzala" und Rathausturm beim Erntedankfestzug 2019]] | [[Datei:Maskottchen Kärwa 2019 DSCF8575.jpg|mini|rechts|Kärwa-Maskottchen "Betzala" und Rathausturm beim Erntedankfestzug 2019]] | ||
Im September [[2018]] wurde der Öffentlichkeit erstmals ein Kirchweih-Maskottchen unter dem Namen 'Betzi' vorgestellt. Die Idee dazu hatte ein sechsköpfiges Werbeteam zur Fürther Kirchweih, hier insbesondere der Schausteller Joachim Ulrich. Gegenüber der örtlichen Presse verriet er, dass er die Idee dazu schon länger gehabt hätte, da es "zu einem Familienfest einfach auch ein Maskottchen" braucht. Der Name "Betzi" sei eine Anspielung auf das fränkische Wort für Schaf: Betzn. Ulrich war der Meinung, dass die Namensgebung insofern sogar gut passt, da eine fränkische Kärwa-Tradition schließlich der Betzentanz sei, also eine traditionelle Art des Tanzens um den Kirchweihbaum. Entworfen hat das Kostüm die Kostümbildnerin Kathrin Brockmüller, die ihre Werkstatt in der [[Lessingstraße]] hat. Das Ergebnis, nach vier Wochen Arbeit, sei ein Schaf im Dirndl mit goldener Krone. Die Krone ist eine Anspielung darauf, dass die Michaeliskirchweih schließlich die Königin der fränkischen Kirchweihen darstellt. | Im September [[2018]] wurde der Öffentlichkeit erstmals ein Kirchweih-Maskottchen unter dem Namen 'Betzi' vorgestellt. Die Idee dazu hatte ein sechsköpfiges Werbeteam zur Fürther Kirchweih, hier insbesondere der Schausteller Joachim Ulrich. Gegenüber der örtlichen Presse verriet er, dass er die Idee dazu schon länger gehabt hätte, da es "zu einem Familienfest einfach auch ein Maskottchen" braucht. Der Name "Betzi" sei eine Anspielung auf das fränkische Wort für Schaf: Betzn. Ulrich war der Meinung, dass die Namensgebung insofern sogar gut passt, da eine fränkische Kärwa-Tradition schließlich der Betzentanz sei, also eine traditionelle Art des Tanzens um den Kirchweihbaum. Entworfen hat das Kostüm die Kostümbildnerin [[Kathrin Brockmüller]], die ihre Werkstatt in der [[Lessingstraße]] hat. Das Ergebnis, nach vier Wochen Arbeit, sei ein Schaf im Dirndl mit goldener Krone. Die Krone ist eine Anspielung darauf, dass die Michaeliskirchweih schließlich die Königin der fränkischen Kirchweihen darstellt. | ||
In den ersten Kommentaren eines Zeitungsartikels in der Onlineausgabe der Fürther Nachrichten wurde überwiegend Kritik an dem Maskottchen laut, da bei dem Brauchtum des Betzntanz stets ein männlicher Bock verwendet wird, und kein weibliches Schaf. Zusätzlich wurde neben der Farbgestaltung des Dirndls überwiegend das Dirndl an sich kritisiert, da es nach Meinung der Zeitungsleser eher "bayrisch" anmutet - und nicht "fränkisch".<ref>Johannes Alles: Betzi ist da: Fürth bekommt ein Kärwa-Maskottchen. In: Fürther Nachrichten vom 4. September 2018, S. 25</ref> Auch die Namensgleichheit zu dem bereits rechtlich geschützten Maskottchen [https://www.fck-shop.de/productdetails.aspx?id=WC00000179&itemno=18074|Namensbezeichnung "Betzi"] des Fußballvereins 1. FCK stellte juristisch ein Problem dar. Das Problem liess sich nur dadurch lösen, dass das Fürther Maskottchen einen anderen Namen erhielt, worauf der 1. FCK laut Aussagen der Fürther Schausteller bestanden hat. Somit wurde aus dem ursprünglich geplanten "Betzi" die fränkisch verniedlichende Form "Betzila" als Lösung des Problems am 1. Kirchweihtag präsentiert. Weiterhin mussten sich die Schausteller darauf verpflichten, die Bezeichnung ausschließlich im Zusammenhang mit der Kirchweih zu verwenden.<ref>Johannes Alles: Schafstaufe in Fürth: Betzi wird zu Kärwa-Betzila. In: Fürther Nachrichten vom 29. September 2018 - [http://www.nordbayern.de/region/fuerth/1.8132615 online]</ref> Zur Kirchweih 2019 wurde der Name erneut abgeändert in ''Betzala''. | In den ersten Kommentaren eines Zeitungsartikels in der Onlineausgabe der Fürther Nachrichten wurde überwiegend Kritik an dem Maskottchen laut, da bei dem Brauchtum des Betzntanz stets ein männlicher Bock verwendet wird, und kein weibliches Schaf. Zusätzlich wurde neben der Farbgestaltung des Dirndls überwiegend das Dirndl an sich kritisiert, da es nach Meinung der Zeitungsleser eher "bayrisch" anmutet - und nicht "fränkisch".<ref>Johannes Alles: Betzi ist da: Fürth bekommt ein Kärwa-Maskottchen. In: Fürther Nachrichten vom 4. September 2018, S. 25</ref> Auch die Namensgleichheit zu dem bereits rechtlich geschützten Maskottchen [https://www.fck-shop.de/productdetails.aspx?id=WC00000179&itemno=18074|Namensbezeichnung "Betzi"] des Fußballvereins 1. FCK stellte juristisch ein Problem dar. Das Problem liess sich nur dadurch lösen, dass das Fürther Maskottchen einen anderen Namen erhielt, worauf der 1. FCK laut Aussagen der Fürther Schausteller bestanden hat. Somit wurde aus dem ursprünglich geplanten "Betzi" die fränkisch verniedlichende Form "Betzila" als Lösung des Problems am 1. Kirchweihtag präsentiert. Weiterhin mussten sich die Schausteller darauf verpflichten, die Bezeichnung ausschließlich im Zusammenhang mit der Kirchweih zu verwenden.<ref>Johannes Alles: Schafstaufe in Fürth: Betzi wird zu Kärwa-Betzila. In: Fürther Nachrichten vom 29. September 2018 - [http://www.nordbayern.de/region/fuerth/1.8132615 online]</ref> Zur Kirchweih 2019 wurde der Name erneut abgeändert in ''Betzala''. | ||
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== Brunzkärtla == | |||
[[Datei:Brunzkärtla 2024.jpg|mini|rechts|Das neue Brunzkärtla, Okt. 2024]] | |||
[[Datei:Kirchweiheröffnung Sept 2024 10.jpg|mini|rechts|Markus Söder bekommt bei der Kärwa-Eröffnung das erste Brunzkärtla überreicht, Okt. 2024]] | |||
Zur Kirchweih 2024 wurde erstmals das sog. Brunzkärtla in Umlauf gebracht. Hintergrund war, dass zur Michaeliskirchweih erstmals für den Toilettenbesuch 50 Cent verlangt wurden. Bis dahin war der Toilettenbesuch kostenlos bzw. mit einer freiwilligen Spende verbunden. Das Brunzkärtla rabattierte den Gang zur Toilette, in dem man die Karte für 5 Euro (10 x 0,50 Cent) erwerben, dafür aber 12-mal die Toilette nutzen konnte - womit die letzten beiden Toilettenbesuche "umsonst" gewesen wären. Die Karte konnte direkt vor den Toiletten, aber auch in der Tourist-Information und am Stand der [[Fürther Kärwazeitung]] erworben werden. Volker Heißmann schenkte Ministerpräsident Markus Söder zur Eröffnung der Kirchweih ein Brunzkärtla, der sprachlos die Karte annahm. Erst nach einer längeren Denkpause konterte Söder mit dem Satz: Sowas gibt´s auch nur in Färdd!". Auch auf dem Erntedankfestumzug war das Brunzkärtla Thema, mit einem eigenen Umzugswagen. | |||
"Erfunden" hat das Brunzkärtla der Marktamtsleiter André Hollitzer. Für das erste Jahre wurden 10.000 Brunzkärtla in Auftrag gegeben - verkauft wurden im ersten Jahr ca. 1.200 Stück. Laut der lokalen Presse war das Marktamt mit dem Verkauf zufrieden. Nicht genutzte Toilettengänge im Jahr 2024 verlieren nicht ihre Gültigkeit, sondern können auch im folgendem Jahr "verbraucht" werden.<ref>Birigt Heidingsfelder: Die "Brunzkärtla"-Bilanz. In: Fürther Nachrichten vom 12. Oktober 2024, S. 30 (Druckausgabe)</ref> | |||
Auch beim [[Erntedankfestzug 2024|Erntedankfestzug]] war das Brunzkärtla 2024 mit einem eigenen Wagen Gesprächsstoff. Ein eigens dafür hergestellter Wagen warb für das neue Brunzkärtla mit dem bisherigen Ludwig-Erhardt-Imitator. | |||
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2023 war in vielerlei Hinsicht eine außergewöhnliche Kirchweih. Der sonst am 2. Sonntag stattfindende [[Erntedankfestzug]] am sog. Bauernsonntag fand bereits am 1. Sonntag der Kirchweih statt. Grund hierfür war die [[Landtagswahl 2023|Bay. Landtagswahl]] am 8. Oktober 2023, die mit dem Erntedankfestzug zusammengefallen wäre. So entschied man sich frühzeitig den Festzug um eine Woche vorzuziehen - um mit dem Wahlsonntag nicht zu kollidieren. Weiterhin wurde der Umzug von 12 Uhr auf 13 Uhr verschoben. Bei strahlend schönem sommerlichen Temperaturen war die Veranstaltung extrem gut besucht, so dass selbst beim verkaufsoffenen Sonntag die Innenstadt massiv belebt war. Ebenfalls wieder mit dabei war der Bay. Ministerpräsident [[wikipedia:Markus Söder|Markus Söder]], der gemeinsam mit dem [[Oberbürgermeister]] per Pferdekutsche aus der Südstadt anreiste und dann vor dem Rathaus auf der Ehrentribüne mit Platz nahm. 2023 war erstmals auch wieder eine Kirchweih, die frei von jedweder [[Coronakrise|Corona-Maßnahme]] durchgeführt wurde. Weder Sicherheitsabstände noch sonstige Maßnahmen waren gefordert. Ebenfalls zum ersten Mal seit der Nachkriegszeit, fand die Kirchweih ohne die im Herzen angesiedelte Berufsfeuerwehr statt. Die [[Berufsfeuerwehr]] zog bereits im September 2023 aus der [[Alte Feuerwache|Alten Feuerwache]] in der Königstraße in das neue [[Neue Feuerwache|Domizil]] in der Kapellenstraße um, so dass die Räumlichkeiten an der Königstraße verwaist waren - auch wenn der Platz davor noch freigehalten wurde. | 2023 war in vielerlei Hinsicht eine außergewöhnliche Kirchweih. Der sonst am 2. Sonntag stattfindende [[Erntedankfestzug]] am sog. Bauernsonntag fand bereits am 1. Sonntag der Kirchweih statt. Grund hierfür war die [[Landtagswahl 2023|Bay. Landtagswahl]] am 8. Oktober 2023, die mit dem Erntedankfestzug zusammengefallen wäre. So entschied man sich frühzeitig den Festzug um eine Woche vorzuziehen - um mit dem Wahlsonntag nicht zu kollidieren. Weiterhin wurde der Umzug von 12 Uhr auf 13 Uhr verschoben. Bei strahlend schönem sommerlichen Temperaturen war die Veranstaltung extrem gut besucht, so dass selbst beim verkaufsoffenen Sonntag die Innenstadt massiv belebt war. Ebenfalls wieder mit dabei war der Bay. Ministerpräsident [[wikipedia:Markus Söder|Markus Söder]], der gemeinsam mit dem [[Oberbürgermeister]] per Pferdekutsche aus der Südstadt anreiste und dann vor dem Rathaus auf der Ehrentribüne mit Platz nahm. 2023 war erstmals auch wieder eine Kirchweih, die frei von jedweder [[Coronakrise|Corona-Maßnahme]] durchgeführt wurde. Weder Sicherheitsabstände noch sonstige Maßnahmen waren gefordert. Ebenfalls zum ersten Mal seit der Nachkriegszeit, fand die Kirchweih ohne die im Herzen angesiedelte Berufsfeuerwehr statt. Die [[Berufsfeuerwehr]] zog bereits im September 2023 aus der [[Alte Feuerwache|Alten Feuerwache]] in der Königstraße in das neue [[Neue Feuerwache|Domizil]] in der Kapellenstraße um, so dass die Räumlichkeiten an der Königstraße verwaist waren - auch wenn der Platz davor noch freigehalten wurde. | ||
Weiterhin waren die Schausteller nicht mehr mit ihren Wohnwägen unterhalb der [[Henry-Dunant-Straße]] angesiedelt. Vielmehr standen sie nun auf den Bolzplätzen entlang der [[Kapellenstraße]] und auf dem Parkplatz des ehem. [[Vapiano-Restaurant|Restaurant Vapiano]] im [[Espan]]. | Weiterhin waren die Schausteller nicht mehr mit ihren Wohnwägen unterhalb der [[Henry-Dunant-Straße]] angesiedelt. Vielmehr standen sie nun auf den Bolzplätzen entlang der [[Kapellenstraße]] und auf dem Parkplatz des ehem. [[Vapiano-Restaurant|Restaurant Vapiano]] im [[Espan]]. | ||
2024 wurde nach verschiedenen Messerangriffen auf anderen Märkten in Deutschland (z. B. in Solingen) das Sicherheitskonzept der Kirchweih angepasst, zumal von Seiten der Bundesregierung ein allgemeines "Messerverbot" auf Veranstaltungen eingeführt wurde. So wurde das Führen von Messern und gefährlichen Werkzeugen, wie z. B. Äxte, Beile, Scheren, Schraubenzieher, Hämmer und Eisenstangen sowie Hieb- und Stichgegenstände verboten. Das Sicherheitspersonal wurde angehalten, sporadisch Personen- bzw. Taschenkontrollen durchzuführen. In einer Presserklärung der Stadt Fürth wurde darauf hingewiesen, dass dies nicht für die Benutzung von Messern und Gabeln in der Gastronomie, für den Verkauf an den Marktständen (z. B. MesserMo) oder die im Zusammenhang mit der Brauchtumspflege stehende Nutzung gilt.<ref>Presse-Information Stadt Fürth vom 17. September 2024, 286/24 - Fürther Michaelis-Kirchweih: Sicherheitskonzept wird angepaßt</ref> | |||
==Zeitzeugenberichte== | |||
[[Datei:Kirchweihprospekt 1957.jpg|mini|right|Kirchweihprospekt 1957]] | |||
Zur Kärwa Ende der 1950er Jahre: | |||
''„Die Kärwa wor für uns Boum immer wos Bsonders, scho desweng wall die Mutter dou immer des Kinderzimmer an su an Schausteller vermiet hot. Des wor a Süßwarenhändler aus Bayreuth, und mir worn dann in dera Zeit mit Kokosmakrona und Negerküß gout versorcht.'' | |||
''Vo die Karussells hot uns am bestn des „Teufelsrad“ gfallen. Des wor a große Scheibn mit an klaan Kegel in der Mittn, dou hast di draufstelln mäin und dann hot däi zum dreha ogfangt. Däi wou weiter am Rand gstandn sin, hots dann ziemli schnell runterghaut, blous däi in der Mittn ham sie länger haltn kenna. Und wenn die Zeit abgloffn is und dou worn noch welche aaf derer Scheibn, dann hot der Schausteller an Medizinball an aaner langa Schnur hin und her pendeln lassen und hot alle runtergschmissn.'' | |||
''Schäi wor a der „Rotor“, des wor a großer Holzzylinder, dou hast di an die Wänd hiestelln mäin und dann hat si der Zylinder im Kreis rum dreht und wenn er schnell gnouch wor hot er si aafgstellt. Dou bist von der Rotation an die Wänd drückt worn und hast di wäi in aaner Waschmaschina dreht.'' | |||
''Und die „Krinoline“, däis heit blouß nu aafm Oktoberfest gibt, wor a aaf der Färdder Kärwa. Des wor a su a Wellenkarussell wo ma im Kreis rumgfahrn is. Dou hot si dann des Dach abgsenkt und vo unten is Luft naufblasn worn, dou ham die Madli immer quiekst.'' | |||
''Und dann hots dou nu däi große Schiffschaukel mit Überschlag gebn, dou hams der deine Fäiß festbundn damitst net rausfläigst. Und dou ham mir gschaukelt aaf Teifel kum raus bis uns dermaßen schlecht worn is. Dann sinn mer in Stadtpark noh und ham uns aaf a Bänk hiegleecht – aber gspeit ham mir net, dafür wor mer viel zu stolz.'' | |||
''Ich wor ja a bei die Schützn, und amool sinn mer noch an Turnier mit unsere Luftgwehr aaf die Kärwa und ham gfroocht ob mir an der Schießbudn mit unsere Gwehre schäißn därffn. Dou hot die Fraa in dera Budn gsacht „fraali“, aber wie mir dann gschossn ham, hats net blouß däi Röhrla zerfetzt, sondern a glei die Halter wo däi draufgsteckt worn. Unsre Gwehre worn ja vill stärker. Und wäi däi Fraa des gmerkt hot, hots blouß nu gschrieeha „aufhärn, aufhärn“.'' | |||
''Bei die Heringsbroder druntn an der Pengertz hots uns net su gfalln, dou wors masstns kalt und nebli. Ja su wor des damals - a schena Zeit.“''<ref>Zeitzeugenbericht, [[FürthWiki:Über FürthWiki#Archiv FürthWiki|Archiv FürthWiki]], Aktennr. '20'</ref> | |||
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==[[Kirchweih-Postkarten]]== | ==[[Kirchweih-Postkarten]]== | ||
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* Ausführliche Beschreibung der damaligen Kirchweihbräuche in ''"Kirchweih in Fürth, in Franken."'' In: Zeitung für die elegante Welt vom 25. Novemeber 1802. S. 1128 ff. - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10532398_00881_u001/2?cq=Fürth online-Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek] | * Ausführliche Beschreibung der damaligen Kirchweihbräuche in ''"Kirchweih in Fürth, in Franken."'' In: Zeitung für die elegante Welt vom 25. Novemeber 1802. S. 1128 ff. - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10532398_00881_u001/2?cq=Fürth online-Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek] | ||
* ''"Die Förther Kerwa 1813. Oder: Der verregnete zweite Fürther Kirchweih-Sonntag: Ein Gespräch zwischen einen Nürnberger und Gostenhöfer nach Nürnberger Mundart ; Nebst einigen Gedanken in einem Lied, unter dem Titel: Die Welt ist ein Schauspielhaus"'' Fürth, 1813 - [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0007/bsb00072418/images/index.html?id=00072418&groesser=&fip=xdsydeayaxsqrsweayawxsxdsydeayaen&no=1&seite=3 online-Digitalisat] | * ''"Die Förther Kerwa 1813. Oder: Der verregnete zweite Fürther Kirchweih-Sonntag: Ein Gespräch zwischen einen Nürnberger und Gostenhöfer nach Nürnberger Mundart ; Nebst einigen Gedanken in einem Lied, unter dem Titel: Die Welt ist ein Schauspielhaus"'' Fürth, 1813 - [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0007/bsb00072418/images/index.html?id=00072418&groesser=&fip=xdsydeayaxsqrsweayawxsxdsydeayaen&no=1&seite=3 online-Digitalisat] | ||
* Fritz Reiß, Friedel Rüdinger: ''Die Königin der fränkischen Kirchweihen''. In: [[Mittelfränkische Heimatbogen]] Nr. 7, 1953 | |||
* Marie Scharf: ''Fürther Kirchweih um 1880''. In: [[Fürther Heimatblätter]], 1965/4-5, S. 71 - 73 | * Marie Scharf: ''Fürther Kirchweih um 1880''. In: [[Fürther Heimatblätter]], 1965/4-5, S. 71 - 73 | ||
* ''Kirchweih''. In: [[Adolf Schwammberger]]: ''[[Fürth von A bis Z]]. Ein Geschichtslexikon''. Fürth: Selbstverlag der Stadt Fürth, 1968, S. 218 - 220 | * ''Kirchweih''. In: [[Adolf Schwammberger]]: ''[[Fürth von A bis Z]]. Ein Geschichtslexikon''. Fürth: Selbstverlag der Stadt Fürth, 1968, S. 218 - 220 | ||
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== Lokalberichterstattung == | == Lokalberichterstattung == | ||
* Emil: ''Unsere Kirchweihe.'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 2. Oktober 1838 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503850_00349_u001?page=3&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* Emil: ''Unsere Kirchweihe.'' (Forts.) In: [[Fürther Tagblatt]] vom 3. Oktober 1838 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503850_00353_u001?page=3&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* Emil: ''Unsere Kirchweihe. (Schluß.)'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 12. Oktober 1838 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503850_00373_u001?page=8&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Kirchweihschau.'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 3. Oktober 1843 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503855_01205_u001?page=5&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Kirchweihschau. (Fortsetzung.)'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 7. Oktober 1843 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503855_01229_u001?page=5&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Kirchweihschau. (Schluß.)'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 14. Oktober 1843 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503855_01261_u001?page=5&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Kirchweihwanderung.'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 1. Oktober 1844 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503856_00655_u001?page=2&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Kirchweihwanderung.'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 2. Oktober 1844 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503856_00659_u001?page=3&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Unsere Kirchweihe und Messe.'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 7. Oktober 1846 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503858_00717_u001?page=1&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Unsere Kirchweihe und Messe. (Fortsetzung)'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 13. Oktober 1846 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503858_00731_u001?page=2&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Die Kirchweih.'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 4. Oktober 1848 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503860_00877_u001?page=4&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Die Kirchweih. (Fortsetzung)'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 6. Oktober 1848 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503860_00883_u001?page=4&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Die Kirchweih. (Fortsetzung)'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 7. Oktober 1848 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503860_00889_u001?page=4&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Die Kirchweih. (Schluß)'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 10. Oktober 1848 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503860_00895_u001?page=3&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Kirchweih-Schau'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 2. Oktober 1849 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503861_00791_u001?page=3&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Kirchweih-Schau'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 3. Oktober 1849 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503861_00797_u001?page=4&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Kirchweih-Schau'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 5. Oktober 1849 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503861_00803_u001?page=4&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Kirchweih-Schau'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 13. Oktober 1849 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503861_00831_u001?page=3&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Kirchweihschau'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 6. Oktober 1852 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503864_01111_u001?page=3&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* o. V.: ''Kirchweihschau'' In: [[Fürther Tagblatt]] vom 7. Oktober 1857 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10503869_01011_u001?page=2&q=Kirchweih online-Digitalisat] | |||
* Wolfgang Händel: ''Brand und Explosionen auf der Fürther Kirchweih''. In: [[Fürther Nachrichten]] vom 8. Oktober 2011 - [https://www.nordbayern.de/region/fuerth/brand-und-explosionen-auf-der-further-kirchweih-1.1566051 online] | * Wolfgang Händel: ''Brand und Explosionen auf der Fürther Kirchweih''. In: [[Fürther Nachrichten]] vom 8. Oktober 2011 - [https://www.nordbayern.de/region/fuerth/brand-und-explosionen-auf-der-further-kirchweih-1.1566051 online] | ||
* Johannes Alles: ''Betzi ist da: Fürth bekommt ein Kärwa-Maskottchen''. In: [[Fürther Nachrichten]] vom 4. September 2018 - [http://www.nordbayern.de/region/fuerth/betzi-ist-da-furth-bekommt-ein-karwa-maskottchen-1.8029012 online] | * Johannes Alles: ''Betzi ist da: Fürth bekommt ein Kärwa-Maskottchen''. In: [[Fürther Nachrichten]] vom 4. September 2018 - [http://www.nordbayern.de/region/fuerth/betzi-ist-da-furth-bekommt-ein-karwa-maskottchen-1.8029012 online] | ||
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* Birgit Heidingsfelder: ''Schonfrist für die Michaelis-Kirchweih''. In: Fürther Nachrichten vom 29. Januar 2024 (Druckausgabe) | * Birgit Heidingsfelder: ''Schonfrist für die Michaelis-Kirchweih''. In: Fürther Nachrichten vom 29. Januar 2024 (Druckausgabe) | ||
* Birgit Heidingsfelder: ''Bewerber-Rückgang vorerst gestoppt''. In: Fürther Nachrichten vom 5. Februar 2024 (Druckausgabe) | * Birgit Heidingsfelder: ''Bewerber-Rückgang vorerst gestoppt''. In: Fürther Nachrichten vom 5. Februar 2024 (Druckausgabe) | ||
* Julia Ruhnau: ''Messerverbot mit Ausnahmen''. In: Fürther Nachrichten vom 18. September 2024 (Druckausgabe) | |||
* Armin Leberzammer: ''Mobile Sperren für die Kirchweih''. In: Fürther Nachrichten vom 5. August 2025 (Druckausgabe) | |||
* [[Günter Scheuerer]]: ''Wer kennt noch das Fiedler-Zelt? Oder: was der Fasching mit der Kärwa zu tun hatte.''. In: [[Fürther Kärwazeitung]], Ausgabe 2025, S. 12 | |||
* Birgit Heidingsfelder: ''Die Größte im ganzen Land?'' In: Fürther Nachrichten vom 6. Oktober 2025 (Druckausgabe) | |||
* Julia Ruhnau, Erik Thieme: ''Fahrzeugsperren haben sich bewährt''. In: Fürther Nachrichten vom 15. Oktober 2025 (Druckausgabe) | |||
* Matthias Boll: ''Wird die Kärwa zur Partymeile?'' In: Fürther Nachrichten vom 16. Oktober 2025 (Druckausgabe) | |||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||
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* [[Frühlingsfest]] | * [[Frühlingsfest]] | ||
* [[Kirchweih Poppenreuth]] | * [[Kirchweih Poppenreuth]] | ||
* [[Kirchweih Unterfarrnbach]] | |||
* [[Deutsch-Amerikanisches Volksfest]] | * [[Deutsch-Amerikanisches Volksfest]] | ||
* [[Hafenfest]] | * [[Hafenfest]] | ||
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* [[Turmel]] | * [[Turmel]] | ||
* [[Kirchweih-Postkarten]] | * [[Kirchweih-Postkarten]] | ||
* [[Sommerfest Hardhöhe]] | |||
* [[Kirchweih Eigenes Heim]] | |||
* [[Sommertagsfest]] | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
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==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
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