20.252
Bearbeitungen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| (6 dazwischenliegende Versionen von 5 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 2: | Zeile 2: | ||
Nahe an [[Rednitz]] und [[Pegnitz]] gelegen, kam es in Fürth seit Bestehen zu etlichen, teils dramatischen '''Hochwasserkatastrophen'''. | Nahe an [[Rednitz]] und [[Pegnitz]] gelegen, kam es in Fürth seit Bestehen zu etlichen, teils dramatischen '''Hochwasserkatastrophen'''. | ||
Im Gegensatz zu den Ereignissen früherer Jahrhunderte laufen die noch heute alljährlichen Überschwemmungen im Zuge der Schneeschmelze sehr geregelt ab. | Im Gegensatz zu den Ereignissen früherer Jahrhunderte laufen die noch heute alljährlichen Überschwemmungen im Zuge der Schneeschmelze sehr geregelt ab. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
[[Datei:Hochwasser 1909 Schützenstraße.jpg|miniatur|rechts|Hochwasser in der Schützenstraße, 1909]] | [[Datei:Hochwasser 1909 Schützenstraße.jpg|miniatur|rechts|Hochwasser in der Schützenstraße, 1909]] | ||
| Zeile 20: | Zeile 19: | ||
* Juli '''[[1843]]''': Tagelanges Hochwasser der Rednitz. Im "Fürther Tagblatt" wurde berichtet: ''Der untere Stadtteil [...] wird seit einigen Tagen von einem, lange nicht so gesehenen großen Wasser heimgesucht, so daß es kaum noch einen Fuß Höhe bedürfte, so hätte es die Brücken überfluthet.''<ref>"Fürther Tagblatt" vom 12. Juli 1843</ref> | * Juli '''[[1843]]''': Tagelanges Hochwasser der Rednitz. Im "Fürther Tagblatt" wurde berichtet: ''Der untere Stadtteil [...] wird seit einigen Tagen von einem, lange nicht so gesehenen großen Wasser heimgesucht, so daß es kaum noch einen Fuß Höhe bedürfte, so hätte es die Brücken überfluthet.''<ref>"Fürther Tagblatt" vom 12. Juli 1843</ref> | ||
* Am [[29. März|29.]]/[[30. März]] '''[[1845]]''' reichte ein Hochwasser sogar bis zum [[Altes Krankenhaus|alten Krankenhaus]] an der [[Schwabacher Straße]]. Ende Mai/Anfang Juni 1845 kam es durch tagelangen Starkregen noch einmal zu Hochwasser, welches fast alle Brücken auf den Landstraßen zwischen Fürth und Erlangen fortriss.<ref>"Nürnberger Zeitung" vom 1. Juni 1845</ref> Ende Juni [[1845]] sorgte der [[Landgraben]] für eine weitere Überschwemmung der oberen Stadtteile: Er verließ sein Bachbett, wälzte sich durch die Stadt und stürtze sich "mit dem Getöse eines Wasserfalles in den Fluß".<ref>"Fürther Tagblatt" vom 27. Juni 1845</ref> | * Am [[29. März|29.]]/[[30. März]] '''[[1845]]''' reichte ein Hochwasser sogar bis zum [[Altes Krankenhaus|alten Krankenhaus]] an der [[Schwabacher Straße]]. Ende Mai/Anfang Juni 1845 kam es durch tagelangen Starkregen noch einmal zu Hochwasser, welches fast alle Brücken auf den Landstraßen zwischen Fürth und Erlangen fortriss.<ref>"Nürnberger Zeitung" vom 1. Juni 1845</ref> Ende Juni [[1845]] sorgte der [[Leyher Landgraben|Landgraben]] für eine weitere Überschwemmung der oberen Stadtteile: Er verließ sein Bachbett, wälzte sich durch die Stadt und stürtze sich "mit dem Getöse eines Wasserfalles in den Fluß".<ref>"Fürther Tagblatt" vom 27. Juni 1845</ref> | ||
* Beim Hochwasser Anfang August 1851 "drang das Wasser in die tiefergelegenen Ausgänge der untern Stadt ein, und überschwemmte das Pegnitz- sowohl, als Rednitzthal".<ref>"Fürther Tagblatt" vom 5. August 1851</ref> | * Beim Hochwasser Anfang August 1851 "drang das Wasser in die tiefergelegenen Ausgänge der untern Stadt ein, und überschwemmte das Pegnitz- sowohl, als Rednitzthal".<ref>"Fürther Tagblatt" vom 5. August 1851</ref> | ||
* Die bekannteste Hochwasserkatastrophe der letzten Jahrhunderte in Fürth (und auch in Nürnberg) war das "Jahrhunderthochwasser" am [[4. Februar|4.]]/[[5. Februar]] '''[[1909]]''': Bei einem Pegelstand von 285,69 m über NN verwandelte sich der [[Schießanger]] in einen See, auch die [[Heiligenstraße|Heiligen-]], [[Schützenstraße|Schützen-]] und [[Pegnitzstraße]] standen unter Wasser. Die letzte große Flut wurde [[1947]] mit einem Rednitz-Pegelstand von 285,79 m über NN gemessen (Beobachtungen am amtlichen Pegel Neumühle liegen hierzu nicht vor). Ursache des Hochwassers 1909 war starker Regen auf noch zugefrorenem Boden. | * Die bekannteste Hochwasserkatastrophe der letzten Jahrhunderte in Fürth (und auch in Nürnberg) war das "Jahrhunderthochwasser" am [[4. Februar|4.]]/[[5. Februar]] '''[[1909]]''': Bei einem Pegelstand von 285,69 m über NN verwandelte sich der [[Schießanger]] in einen See, auch die [[Heiligenstraße|Heiligen-]], [[Schützenstraße|Schützen-]] und [[Pegnitzstraße]] standen unter Wasser. Die letzte große Flut wurde [[1947]] mit einem Rednitz-Pegelstand von 285,79 m über NN gemessen (Beobachtungen am amtlichen Pegel Neumühle liegen hierzu nicht vor). Ursache des Hochwassers 1909 war starker Regen auf noch zugefrorenem Boden. | ||
* 19. Februar [[1911]] ''Hochwasser und Unwetter, ein Toter und am 27. Februar [[1911]] Wiederum Hochwasser'' <ref>[[Paul Rieß]]-Chronik 1911 (Überarbeitung Alexander Mayer)</ref> | |||
* Eindrucksvoll muss auch das Hochwasser vom Januar [[1914]] gewesen sein. Denn der Stadtchronist Rieß berichtete, dass das Hochwasser der Rednitz gefror und von Dambach bis Vach eine einzige große Eisfläche bildete. | * Eindrucksvoll muss auch das Hochwasser vom Januar [[1914]] gewesen sein. Denn der Stadtchronist Rieß berichtete, dass das Hochwasser der Rednitz gefror und von Dambach bis Vach eine einzige große Eisfläche bildete. | ||
| Zeile 40: | Zeile 41: | ||
==Lokalberichterstattung== | ==Lokalberichterstattung== | ||
* Artikel in den Fürther Nachrichten vom 01.02.2011: Und die Fluten stiegen immer höher... : 102 Jahre nach dem großen Fürther Hochwasser: Ein Zeitungsartikel schildert die aufregenden Ereignisse der Nacht zum 5. Februar 1909 [http://www.nordbayern.de/region/fuerth/und-die-fluten-stiegen-immer-hoher-1.472030 - online | * Artikel in den Fürther Nachrichten vom 01.02.2011: Und die Fluten stiegen immer höher... : 102 Jahre nach dem großen Fürther Hochwasser: Ein Zeitungsartikel schildert die aufregenden Ereignisse der Nacht zum 5. Februar 1909 [http://www.nordbayern.de/region/fuerth/und-die-fluten-stiegen-immer-hoher-1.472030 - online] | ||
* Birgit Dachlauer: ''Hochwasser-Opfer hadern mit der Stadt''. Menschen am Scherbsgraben bemühen sich erfolglos um effektiven Katastorphenschutz. In: [[Fürther Nachrichten]] vom 5. Oktober 2007 (Druckausgabe) | * Birgit Dachlauer: ''Hochwasser-Opfer hadern mit der Stadt''. Menschen am Scherbsgraben bemühen sich erfolglos um effektiven Katastorphenschutz. In: [[Fürther Nachrichten]] vom 5. Oktober 2007 (Druckausgabe) | ||
* Johannes Alles: ''Das Wasser will nicht weichen''. An der Siebenbogenbrücke hat sich eine kleine Seenlandschaft gebildet. In [[Fürther Nachrichten]] vom 26. März 2010 (Druckausgabe) | * Johannes Alles: ''Das Wasser will nicht weichen''. An der Siebenbogenbrücke hat sich eine kleine Seenlandschaft gebildet. In [[Fürther Nachrichten]] vom 26. März 2010 (Druckausgabe) | ||
* ''Die Region kämpft mit der Schmelze''. In: nordbayern.de vom 11. Januar 2011 - Bilderstrecke mit Luftbildern vom Hochwasser in Fürth (Fotos 1 bis 5) [http://www.nordbayern.de/region/die-region-kampft-mit-dem-hochwasser-1.427480?type=article&article=1.427415&noComments=true&gallery=1.438269 - online | * ''Die Region kämpft mit der Schmelze''. In: nordbayern.de vom 11. Januar 2011 - Bilderstrecke mit Luftbildern vom Hochwasser in Fürth (Fotos 1 bis 5) [http://www.nordbayern.de/region/die-region-kampft-mit-dem-hochwasser-1.427480?type=article&article=1.427415&noComments=true&gallery=1.438269 - online] | ||
* ''Hochwasser in Fürth: Fuchsstraße ist wieder offen''. In: nordbayern.de vom 31. Januar 2021 - [https://www.nordbayern.de/region/1.10797483 online | * ''Hochwasser in Fürth: Fuchsstraße ist wieder offen''. In: nordbayern.de vom 31. Januar 2021 - [https://www.nordbayern.de/region/1.10797483 online] | ||
* Claudia Ziob: ''Fasziniert von den Fluten''. In: Fürther Nachrichten vom 1. Februar 2021 (Druckausgabe) | * Claudia Ziob: ''Fasziniert von den Fluten''. In: Fürther Nachrichten vom 1. Februar 2021 (Druckausgabe) | ||
* Armin Leberzammer: ''Experten beruhigen: Keine Blockade-Gefahr im Talgrund''. In: Fürther Nachrichten vom 19. Oktober 2021 (Druckausgabe) bzw. ''Experten beruhigen: Keine Blockade-Gefahr im Fürther Talgrund''. In: nordbayern.de vom 19. Oktober 2021 - [https://www.nordbayern.de/region/1.11454131 online | * Armin Leberzammer: ''Experten beruhigen: Keine Blockade-Gefahr im Talgrund''. In: Fürther Nachrichten vom 19. Oktober 2021 (Druckausgabe) bzw. ''Experten beruhigen: Keine Blockade-Gefahr im Fürther Talgrund''. In: nordbayern.de vom 19. Oktober 2021 - [https://www.nordbayern.de/region/1.11454131 online] | ||
* Claudia Ziob, Harald Ehm: ''Die Rednitz tritt übers Ufer''. In: Fürther Nachrichten vom 4. Juni 2024 (Druckausgabe) | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
<references /> | <references /> | ||
== Videos == | |||
{{Youtube|dvClXs5stxk}} | |||
==Bilder== | ==Bilder== | ||
Bearbeitungen