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* Nach der Jahrhundertwende kam es durch die vermehrte Umstellung von Blattmetall zu Bronzefarben, durch die günstige industrielle Produktionsweise und auch die Verwendung der billigen Papierformen bei der Maschinenschlägerei anstatt der bei den Handschlägern üblichen Formen aus Rinderdarm zum Aussterben der Handmetallschlägerei.<ref>Friedrich Marx, Fürth in Vergangenheit und Gegenwart, Fürth 1887, S. 218 - 223; Karl Lohmüller, Die Entwicklung des Metallschlägergewerbes unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse in der Feingoldschlägerei in Mittelfranken, Diss. Erlangen 1936, S. 26 - 29</ref> | * Nach der Jahrhundertwende kam es durch die vermehrte Umstellung von Blattmetall zu Bronzefarben, durch die günstige industrielle Produktionsweise und auch die Verwendung der billigen Papierformen bei der Maschinenschlägerei anstatt der bei den Handschlägern üblichen Formen aus Rinderdarm zum Aussterben der Handmetallschlägerei.<ref>Friedrich Marx, Fürth in Vergangenheit und Gegenwart, Fürth 1887, S. 218 - 223; Karl Lohmüller, Die Entwicklung des Metallschlägergewerbes unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse in der Feingoldschlägerei in Mittelfranken, Diss. Erlangen 1936, S. 26 - 29</ref> | ||
* 14. Juni [[1911]] Das Metallschlägergewerbe kann mangels Nachwuchses die laufenden Aufträge nicht decken. Eltern sollen bei herannahendem Schulschluß die Erlernung des entsprechenden Gewerbes empfehlen, „dabei sei noch besonders betont, daß die jungen Leute in den Handschlägereien vollständig ausgebildet werden, entgegen den Maschinenbetrieben, wo sie nur Teilarbeit erlernen und infolgedessen an einem Betrieb gebunden sind“. Die Metallschlägerei habe nach schwerer Krise wieder zu einer neuen Blüte gefunden: „Als die Federhämmer auftauchten, von denen jetzt zahlreiche in Betrieb sind, befürchtete man, daß durch sie die Handarbeit gänzlich verdrängt werde. In dieser Annahme täuschte man sich gründlich, da die Handarbeit bis zur Stunde die feinere und gediegenere verblieb. Die Metallschlägergehilfen verdienen gegenwärtig durch das Schlagen von 20 Formen 26 Mark per Woche, die Einlegerinnen bis zu 14 Mark und darüber. Ein Ehepaar, das zusammen arbeitet, was häufig vorkommt, ist somit in die Lage versetzt, pro Woche 40 Mark zu verdienen. Nicht verkennen läßt sich, daß die Arbeit der Gehilfen eine anstrengende ist und daß die Einlegerinnen gute Lungen zur Ausübung ihrer Berufspflichten brauchen. Durchschnittlich findet man - was mit der Arbeit zusammenhängen soll - daß die Metallschläger gute Sänger sind... Metallschlägereibetriebe verzeichnet das Adressbuch zur Zeit 182. Eingebürgert ist das Metallschlägergewerbe hier bereits seit 1705. <ref>[[Paul Rieß]]-Chronik 1911 (Überarbeitung Alexander Mayer)</ref> | |||
* Der letzte Goldschlägerbetrieb von Schienerer wurde [[1941]] geschlossen. Heute finden wir "nur noch zwei Betriebe, die uns an die lange Goldschlägertradition der Stadt erinnern. Das Handelsunternehmen [[Klein & Jacob]]" sowie die Firma [[Leonhard Kurz]].<ref>Gilbert Krapf: ''"Schmelzen, Schlagen, Stampfen: Blattgold, Blattmetalle und Bronzefarben aus Fürth"'' in: Fürther Geschichtsblätter, FGB 1/2008, S. 30 [http://geschichtsverein-fuerth.de/index.php?option=com_docman&task=doc_view&gid=59 online]</ref> | * Der letzte Goldschlägerbetrieb von Schienerer wurde [[1941]] geschlossen. Heute finden wir "nur noch zwei Betriebe, die uns an die lange Goldschlägertradition der Stadt erinnern. Das Handelsunternehmen [[Klein & Jacob]]" sowie die Firma [[Leonhard Kurz]].<ref>Gilbert Krapf: ''"Schmelzen, Schlagen, Stampfen: Blattgold, Blattmetalle und Bronzefarben aus Fürth"'' in: Fürther Geschichtsblätter, FGB 1/2008, S. 30 [http://geschichtsverein-fuerth.de/index.php?option=com_docman&task=doc_view&gid=59 online]</ref> | ||
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