Max Bergmann: Unterschied zwischen den Versionen

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== Leben ==
== Leben ==
Max Bergmann wurde als siebtes Kind von Salomon und Rosalie Bergmann geboren. Nach dem Abitur am [[Heinrich-Schliemann-Gymnasium]] studierte er an der Münchner [[Wikipedia:Ludwig-Maximilians-Universität|Ludwig-Maximilians-Universität]] 1907 Biologie und organische Chemie. Danach schrieb er sich an der Universität Berlin ein, deren Fachbereich Chemie von [[wikipedia:Emil Fischer|Emil Fischer]] geleitet wurde.<ref name="encyclopedia">[https://www.encyclopedia.com/science/dictionaries-thesauruses-pictures-and-press-releases/bergmann-max encyclopedia.com] zu Max Bergmann</ref> Er arbeitete unter [[wikipedia:Ignaz Bloch|Ignaz Bloch]] und errang den Doktorgrad 1911 mit einer Dissertation zu [[wikipedia:Organische Polysulfide|Acyl(poly)sulfide]] und wurde Assistent bei Fischer.<ref name="encyclopedia"/> Aufgrund der engen Verbindung mit seinem Chef in der Forschung wurde er vom Militärdienst im Ersten Weltkrieg freigestellt.<ref name="encyclopedia"/> Während seiner Zusammenarbeit mit Fischer leistete er grundlegende Beiträge zur Chemie der Kohlenhydrate, Lipide, Tannine und Aminosäuren, darunter die Aufklärung der Glucal-Struktur und die Entwicklung neuer Methoden zur Herstellung von β-Monoglyceriden.<ref name="encyclopedia"/>
Max Bergmann wurde als siebtes Kind des Kohlengroßhändlers Salomon und Rosalie Bergmann geboren. Nach dem Abitur am [[Heinrich-Schliemann-Gymnasium]] studierte er an der Münchner [[Wikipedia:Ludwig-Maximilians-Universität|Ludwig-Maximilians-Universität]] 1907 Biologie und organische Chemie. Danach schrieb er sich an der Universität Berlin ein, deren Fachbereich Chemie von [[wikipedia:Emil Fischer|Emil Fischer]] geleitet wurde.<ref name="encyclopedia">[https://www.encyclopedia.com/science/dictionaries-thesauruses-pictures-and-press-releases/bergmann-max encyclopedia.com] zu Max Bergmann</ref> Er arbeitete unter [[wikipedia:Ignaz Bloch|Ignaz Bloch]] und errang den Doktorgrad 1911 mit einer Dissertation zu [[wikipedia:Organische Polysulfide|Acyl(poly)sulfide]] und wurde Assistent bei Fischer.<ref name="encyclopedia"/> Aufgrund der engen Verbindung mit seinem Chef in der Forschung wurde er vom Militärdienst im Ersten Weltkrieg freigestellt.<ref name="encyclopedia"/> Während seiner Zusammenarbeit mit Fischer leistete er grundlegende Beiträge zur Chemie der Kohlenhydrate, Lipide, Tannine und Aminosäuren, darunter die Aufklärung der Glucal-Struktur und die Entwicklung neuer Methoden zur Herstellung von β-Monoglyceriden.<ref name="encyclopedia"/>


1920 wurde Max Bergmann zum Privatdozent an der Universität Berlin ernannt. und Leiter des Fachbereichs Chemie am Kaiser Wilhelm Institut for Textilforschung.<ref name="encyclopedia"/> 1922 war er Gründungsdirektor des [[Wikipedia:Kaiser-Wilhelm-Institut für Lederforschung|Kaiser-Wilhelm-Instituts für Lederforschung]] in Dresden, Dort schuf er eines der führenden Labore für Proteinchemie und zog zahlreiche junge Chemiker aus anderen Ländern an. Zu ihnen gehörte [[wikipedia:Leonidas Zervas|Leonidas Zervas]], der von 1926 bis 1933 mit Bergmann zusammenarbeitete und sich ihm anschließend für zwei Jahre (1935–1937) auch in den USA anschloss, bevor er in seine griechische Heimat zurückkehrte. Bergmann, Zervas und ihre Mitarbeiter leisteten zahlreiche Beiträge zur Chemie der Aminosäuren und Proteine. Der bedeutendste Beitrag erfolgte 1932 mit der Entwicklung der  
1920 wurde Max Bergmann zum Privatdozent an der Universität Berlin ernannt. und Leiter des Fachbereichs Chemie am Kaiser Wilhelm Institut for Textilforschung.<ref name="encyclopedia"/> 1922 war er Gründungsdirektor des [[Wikipedia:Kaiser-Wilhelm-Institut für Lederforschung|Kaiser-Wilhelm-Instituts für Lederforschung]] in Dresden, Dort schuf er eines der führenden Labore für Proteinchemie und zog zahlreiche junge Chemiker aus anderen Ländern an. Zu ihnen gehörte [[wikipedia:Leonidas Zervas|Leonidas Zervas]], der von 1926 bis 1933 mit Bergmann zusammenarbeitete und sich ihm anschließend für zwei Jahre (1935–1937) auch in den USA anschloss, bevor er in seine griechische Heimat zurückkehrte. Bergmann, Zervas und ihre Mitarbeiter leisteten zahlreiche Beiträge zur Chemie der Aminosäuren und Proteine. Der bedeutendste Beitrag erfolgte 1932 mit der Entwicklung der  
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Die USA erreichten auf dem Gebiet der [[Wikipedia:Molekularbiologie|molekularen Biologie]] unter seiner Mitarbeit eine führende Position. Mit ihm arbeiteten zwei spätere Nobelpreisträger, [[Wikipedia:Vincent du Vigneaud|Vincent du Vigneaud]] und [[Wikipedia:William Howard Stein|William Howard Stein]]. Nach Max Bergmann wurde eine Reaktion in der organischen Chemie benannt, der sogenannnte [[Wikipedia:Bergmann-Abbau|Bergmann-Abbau]].<ref>[[Wikipedia:Max Bergmann (Chemiker)|Max Bergmann]] (Wikipedia)</ref>
Die USA erreichten auf dem Gebiet der [[Wikipedia:Molekularbiologie|molekularen Biologie]] unter seiner Mitarbeit eine führende Position. Mit ihm arbeiteten zwei spätere Nobelpreisträger, [[Wikipedia:Vincent du Vigneaud|Vincent du Vigneaud]] und [[Wikipedia:William Howard Stein|William Howard Stein]]. Nach Max Bergmann wurde eine Reaktion in der organischen Chemie benannt, der sogenannnte [[Wikipedia:Bergmann-Abbau|Bergmann-Abbau]].<ref>[[Wikipedia:Max Bergmann (Chemiker)|Max Bergmann]] (Wikipedia)</ref>
Sein Sohn [[Wikipedia: Peter Bergmann (Physiker)|Peter Bergmann]] wurde als Physiker bekannt.
Sein Sohn [[Wikipedia: Peter Bergmann (Physiker)|Peter Bergmann]] wurde als Physiker bekannt.
==Sonstiges==
Seit 1980 wird auf dem Gebiet der Peptidchemie zu Ehren von Max Bergmann die internationale [[wikipedia:Max-Bergmann-Medaille|Max-Bergmann-Medaille]] vergeben. Der erste Preisträger war 1980 Leonidas Zervas; 2025 [[wikipedia:Helma Wennemers|Helma Wennemers]]. Diese Auszeichnung wird von dem [https://max-bergmann-kreis.de/konferenz/ Max-Bergmann-Kreis] verliehen.


== Weblinks ==
== Weblinks ==
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* [https://gepris-historisch.dfg.de/person/5100797 Gepris Historisch] zu Max Bergmann
* [https://gepris-historisch.dfg.de/person/5100797 Gepris Historisch] zu Max Bergmann
* [https://www.deutsche-biographie.de/gnd116133333.html Deutsche Biographie] Bergmann, Max
* [https://www.deutsche-biographie.de/gnd116133333.html Deutsche Biographie] Bergmann, Max
* [https://chemistry-europe.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/cber.19691020147 Chemische Berichte], Max Bergmann (1886–1944)
* [https://as.amphilsoc.org/repositories/2/resources/1345 Max Bergmann papers, ca. 1930-1945], American Philosophical Society


==Einzelnachweise ==
==Einzelnachweise ==
3.714

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