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|Nachname=Petz | |Nachname=Petz | ||
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|Geburtsdatum=1768/02/04 | |Geburtsdatum=1768/02/04 | ||
|Geburtsort=Windsheim | |Geburtsort=Windsheim | ||
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{{Funktion | {{Funktion | ||
|Funktion=Königlicher Kreis- und Stadtgerichts-Arzt | |Funktion=Königlicher Kreis- und Stadtgerichts-Arzt | ||
| | |FunktionBis=1826 | ||
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{{Adresse | {{Adresse | ||
|Adressart=Wohnadresse | |Adressart=Wohnadresse | ||
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Er führte die Schutzimpfung gegen Pocken durch und konnte so die Todesfälle durch Pocken von 58 im Jahr 1800 auf nur noch 7 im Jahr 1801 senken.<ref>''Fränkische Provinzial-Blätter'', 1802, 1/6, S. 193 - [https://books.google.de/books?id=k-BGAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q=F%C3%BCrth&f=false online]</ref> | Er führte die Schutzimpfung gegen Pocken durch und konnte so die Todesfälle durch Pocken von 58 im Jahr 1800 auf nur noch 7 im Jahr 1801 senken.<ref>''Fränkische Provinzial-Blätter'', 1802, 1/6, S. 193 - [https://books.google.de/books?id=k-BGAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q=F%C3%BCrth&f=false online]</ref> | ||
Am 5. März [[1801]] gab Dr. Petz dem Stadtrat Neu in Nürnberg Impfserum ("Blatterngift"). Damit wurde in Nürnberg zum ersten Male geimpft, und zwar der einzige Sohn des Stadtrats Neu.<ref>[[Fronmüllerchronik]], 1871, S. 176</ref> | Am 5. März [[1801]] gab Dr. Petz dem Stadtrat Neu in Nürnberg Impfserum ("Blatterngift"). Damit wurde in Nürnberg zum ersten Male geimpft, und zwar der einzige Sohn des Stadtrats Neu.<ref>[[Fronmüllerchronik]], 1871, S. 176</ref> | ||
[[1809]] | [[1809]] wurde er in Fürth Stadtgerichtsarzt. | ||
Im Jahr [[1819]] wurde auf Befehl des Königs im "Königlich Bayerisches Intelligenzblatt für den Rezat-Kreis" seine allerhöchste Zufriedenheit in Form einer öffentlichen Belobigung ausgesprochen.<ref>''Königlich Bayerisches Intelligenzblatt für den Rezat-Kreis'' vom 20. Oktober 1819, S. 111 - [https://books.google.de/books?id=UPFEAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false online]</ref> | Im Jahr [[1819]] wurde auf Befehl des Königs im "Königlich Bayerisches Intelligenzblatt für den Rezat-Kreis" seine allerhöchste Zufriedenheit in Form einer öffentlichen Belobigung ausgesprochen.<ref>''Königlich Bayerisches Intelligenzblatt für den Rezat-Kreis'' vom 20. Oktober 1819, S. 111 - [https://books.google.de/books?id=UPFEAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false online]</ref> | ||
[[1819]] richtete er in Fürth das Schwefeldampfbad ein.<ref>Oliver Bender: ''"Die Entwicklung der fränkischen Industriestadt Fürth im 19. Jahrhundert..."'', Bamberg 1999, S. 166 - [http://www.ub.uni-bamberg.de/elib/volltexte/2000/1/Fuerth.pdf pdf-Datei]</ref> | [[1819]] richtete er in Fürth das Schwefeldampfbad ein.<ref>Oliver Bender: ''"Die Entwicklung der fränkischen Industriestadt Fürth im 19. Jahrhundert..."'', Bamberg 1999, S. 166 - [http://www.ub.uni-bamberg.de/elib/volltexte/2000/1/Fuerth.pdf pdf-Datei]</ref> | ||
Er wird als kleiner, ziemlich beleibter, beweglicher Mann beschrieben, der wissenschaftlich sehr gebildet war. Die Botanik liebte er sehr. Er veröffentlichte einen Aufsatz über ''die kalten Begießungen bei Scharlach''.<ref>{{BuchQuelle|Fürth zu Beginn des Industriezeitalters (Buch)|Seite=29}}</ref> Verheiratet war er mit Margaretha Ursula Wilhelmina, geb. Hauck, die einen Garten mit "prachtvollen Exemplaren [...] schönsten Arten Pelargonien" sowie eine Orangerie "indem die Orangebäume sehr gut unterhalten sind und vollkommen schöne Kronen haben", unterhielt.<ref>C. H. Zeh: ''"Annalen der Blumisterei für Gartenbesitzer, Kunstgaertner, Samenhaendler und Blumenfreunde"'', Band 4, S. 104, Nürnberg, 1828 - [https://books.google.de/books?id=7_5IAAAAYAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false online-Digitalisat]</ref> Sie starb am 16. September 1835. Die Ehe war kinderlos. | |||
Verheiratet war er mit Margaretha Ursula Wilhelmina, geb. Hauck, die einen Garten mit "prachtvollen Exemplaren [...] schönsten Arten Pelargonien" sowie eine Orangerie "indem die Orangebäume sehr gut unterhalten sind und vollkommen schöne Kronen haben", unterhielt.<ref>C. H. Zeh: ''"Annalen der Blumisterei für Gartenbesitzer, Kunstgaertner, Samenhaendler und Blumenfreunde"'', Band 4, S. 104, Nürnberg, 1828 - [https://books.google.de/books?id=7_5IAAAAYAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false online-Digitalisat]</ref> Sie starb am 16. September 1835. | |||
Im Mai 1836 wurden dann aus ihrem Garten "48 Stück Orangerie-, Granaten-, Feigen- und Oleander-Bäume" sowie einige hundert "exotische Gewächse" versteigert.<ref>''"Allgemeine Zeitung von und für Bayern"'' vom 2. Mai 1836 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10504974_00129_u001/4?cq=Fürth online-Digitalisat]</ref> Zur Klärung der Erbschaftsrechte wurde vom Stadtgericht Fürth, veranlasst durch den königlichen Advokaten Hofrat [[Johann Leonhard Bandel|Bandel]], ein öffentlicher Termin für den 28. Juli 1836 anberaumt.<ref>Allgemeiner Anzeiger für das Königreich Bayern. München 1836, Band 4, S. 187 - [https://books.google.de/books?id=tKZDAAAAcAAJ&pg=PA332&lpg=PA332&dq=#v=onepage&q&f=false Digitalisat]</ref> | Im Mai 1836 wurden dann aus ihrem Garten "48 Stück Orangerie-, Granaten-, Feigen- und Oleander-Bäume" sowie einige hundert "exotische Gewächse" versteigert.<ref>''"Allgemeine Zeitung von und für Bayern"'' vom 2. Mai 1836 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10504974_00129_u001/4?cq=Fürth online-Digitalisat]</ref> Zur Klärung der Erbschaftsrechte wurde vom Stadtgericht Fürth, veranlasst durch den königlichen Advokaten Hofrat [[Johann Leonhard Bandel|Bandel]], ein öffentlicher Termin für den 28. Juli 1836 anberaumt.<ref>Allgemeiner Anzeiger für das Königreich Bayern. München 1836, Band 4, S. 187 - [https://books.google.de/books?id=tKZDAAAAcAAJ&pg=PA332&lpg=PA332&dq=#v=onepage&q&f=false Digitalisat]</ref> | ||
== | ==Adressbucheinträge== | ||
* 1799: Petz, Joachim Johann, Dr.<ref>[[Einwohnerbuch von 1799]]</ref> | |||
* 1807: Alexanderstraße Haus-Nr. 525<ref>[[Adressbuch von 1807]]</ref> | * 1807: Alexanderstraße Haus-Nr. 525<ref>[[Adressbuch von 1807]]</ref> | ||
* 1819: Alexandergasse Haus-Nr. 525<ref>[[Adressbuch von 1819]]</ref> | * 1819: Alexandergasse Haus-Nr. 525<ref>[[Adressbuch von 1819]]</ref> | ||