Ida Hirschmann: Unterschied zwischen den Versionen
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Am [[7. November]] [[1929]] starb Ehemann Sigmund und wurde auf dem neuen jüdischen Friedhof in Fürth bestattet.<ref>siehe dazu Gisela Naomi Blume: "Der neue jüdische Friedhof in Fürth", 2019, Seite 540</ref> | Am [[7. November]] [[1929]] starb Ehemann Sigmund und wurde auf dem neuen jüdischen Friedhof in Fürth bestattet.<ref>siehe dazu Gisela Naomi Blume: "Der neue jüdische Friedhof in Fürth", 2019, Seite 540</ref> | ||
Version vom 29. Januar 2026, 17:23 Uhr
- Person
- Ida Hirschmann
- Vorname
- Ida Marie
- Nachname
- Hirschmann, geb. Landmann
- Geschlecht
- weiblich
- Geburtsdatum
- 8. November 1882
- Geburtsort
- Fürth
- Todesdatum
- 20. April 1943
- Todesort
- Sobibor
- Religion
- jüdisch
| Person | Verwandtschaftsgrad |
|---|---|
| Anna, verh. Steuerwald | Schwester |
| David Walter Hirschmann | Sohn |
| Emmy, verh. Kronheimer | Schwester |
| Ernst Landmann | Vater |
| Hans Richard Landmann | Bruder |
| Lazarus Alexander Landmann | Bruder |
| Ludwig Oskar Landmann | Bruder |
| Martha Klara, verw. Krautheimer, verh. Ehrlich | Schwester |
| Pauline, geb. Hellmuth | Mutter |
| Siegfried Landmann | Bruder |
| Sigmund Hirschmann | Ehemann |
| Walter Landmann | Bruder |
Ida Marie Hirschmann, אידה מרי הירשמן, geb. Landmann (geb. 8. November 1882 in Fürth; verschollen 20. April 1943 Sobibor), Tochter des Inhabers der 1839 gegründeten Hopfengroßhandlung H. Landmann & Söhne Ernst Landmann und dessen Ehefrau Pauline, geb. Hellmuth, war seit 10. Juni 1903 mit dem 17 Jahre älteren Sigmund Hirschmann verheiratet. Mit ihm hatte sie einen Sohn.[1][2] Seit der Hochzeit wohnte Ida Marie in dem Haus Maxstraße 44, das ihr Mann Sigmund Hirschmann bereits 1899 gemeinsam mit seinem Bruder Jacob gekauft hatte und das deren Firma J. J. Hirschmann, Manufaktur- Baumwoll- und Wollwaren en gros beherbergte.
Am 7. November 1929 starb Ehemann Sigmund und wurde auf dem neuen jüdischen Friedhof in Fürth bestattet.[3]
Nach dem Novemberprogrom 1938 kaufte der stellvertretende NS-Gauleiter Karl Holz das Haus in der Maxstraße 44 für 4.760 RM.[4] Nachdem dieser Kaufvertrag für ungültig erklärt worden war, verkaufte Fanny (die Witwe von Jacob) und Ida Marie (die Witwe von Sigmund) Hirschmann das Haus an das Ehepaar Dickmann für 51.850 RM.[4] Der Kaufpreis ging auf ein Sonderkonto der Gestapo. Ida Marie Hirschmann floh am 28. März 1939, um in Den Haag Zuflucht zu suchen.
Frau Hirschmann verließ Deutschland am 28. März 1939, um in Den Haag Zuflucht zu suchen. 1941 lebte sie in Amsterdam, Wouwermanstraat 30. Von dort wurde sie am 9. April 1943 ins Durchgangslager Westerbork gebracht und am 20. April 1943 ins Vernichtungslager Sobibor deportiert. Seitdem gilt sie als verschollen.[5] Das Amtsgericht Fürth erklärte sie am 6. Dezember 1957 (rechtswirksam am 8. Januar 1958) zum 31. Dezember 1945 für tot.
Siehe auch
- Maxstraße 44
- Sigmund Hirschmann
- Hirschmann (Namensklärung)
Einzelnachweise
- ↑ Walter wurde als einziges Kind am 29. Mai 1904 geboren
- ↑ alle biographischen Angaben nach Jüdisch in Fürth zu Ida Marie Hirschmann
- ↑ siehe dazu Gisela Naomi Blume: "Der neue jüdische Friedhof in Fürth", 2019, Seite 540
- ↑ 4,0 4,1 siehe Gisela Naomi Blume: "Der neue jüdische Friedhof in Fürth", 2019, Seite 436
- ↑ Gedenkbuch Bundesarchiv zu Ida Marie Hirschmann. Hier wird als Todesdatum der 23. April 1943 angegeben