Anna Steuerwald-Landmann: Unterschied zwischen den Versionen

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|Todesdatum=1980/08/24
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|Todesort=Nürnberg
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|Beruf=Politologin, Pädagogin; Publizistin
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[[Datei:HGF Logo.png|miniatur|right|Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem [[Hardenberg-Gymnasium]] Fürth]]
[[Datei:HGF Logo.png|miniatur|right|Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem [[Hardenberg-Gymnasium]] Fürth]]
'''Anna Steuerwald-Landmann''' (geb. [[13. Februar]] [[1892]] in Fürth; gest. [[24. August]] [[1980]] in Nürnberg) war [[Politikwissenschaftler|Politologin]], [[Pädagoge|Pädagogin]] und [[Publizist]]in. Sie stammte aus einer [[Hopfenhändler|Hopfenhändlerfamilie]] und war die Schwester von [[Martha Krautheimer]].
'''Anna Steuerwald-Landmann''' (geb. [[13. Februar]] [[1892]] in Fürth; gest. [[24. August]] [[1980]] in Nürnberg), Tochter war [[Politikwissenschaftler|Politologin]], [[Pädagoge|Pädagogin]] und [[Publizist]]in. Sie stammte aus einer [[Hopfenhändler|Hopfenhändlerfamilie]] und war die Schwester von [[Martha Krautheimer]].


==Leben und Wirken ==
==Leben und Wirken ==
Anna Steuerwald-Landmann wuchs in einer gut situierten Hopfenhändlerfamilie auf. Nach Schule und Aupairzeit in Moskau studierte Anna zunächst Philosophie in Erlangen.<ref>siehe [https://krautheimer-krippe.juedisches-museum.org/familie.html online-Ausstellung] JMF</ref> Dieses Studium musste sie aufgrund des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] abbrechen.<ref>[[Gaby Franger]]: ''Anna Landmann Steuerwald'', in: [[Bedeutende Fürther Frauen (Broschüre)|Bedeutende Fürther Frauen]] - Fürth, 2009 - S. 15</ref> Sie arbeitete dann beim Wohlfahrtsamt der Stadt Nürnberg als wissenschaftliche Assistentin und während des Krieges beim [[Rotes Kreuz|Roten Kreuz]]. [[1920]] übernahm sie die Leitung der Jugendgerichtshilfe in Nürnberg. Dabei war Anna Steuerwald-Landmann die erste Frau, die an einem deutschen Gericht zugelassen wurde. Mit dem Tod ihres Bruders Alex Lazarus wurde sie aktive Kriegsgegnerin und trat der SPD bei.<ref>siehe [https://krautheimer-krippe.juedisches-museum.org/familie.html online-Ausstellung] JMF</ref>  
Anna Steuerwald-Landmann wuchs in der gut situierten Hopfenhändlerfamilie des [[Ernst Landmann]] und dessen Ehefrau Pauline, geb. Hellmuth auf. Nach Schule und Aupairzeit in Moskau studierte Anna zunächst Philosophie in Erlangen.<ref>siehe [https://krautheimer-krippe.juedisches-museum.org/familie.html online-Ausstellung] JMF</ref> Dieses Studium musste sie aufgrund des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] abbrechen.<ref>[[Gaby Franger]]: ''Anna Landmann Steuerwald'', in: [[Bedeutende Fürther Frauen (Broschüre)|Bedeutende Fürther Frauen]] - Fürth, 2009 - S. 15</ref> Sie arbeitete dann beim Wohlfahrtsamt der Stadt Nürnberg als wissenschaftliche Assistentin und während des Krieges beim [[Rotes Kreuz|Roten Kreuz]]. [[1920]] übernahm sie die Leitung der Jugendgerichtshilfe in Nürnberg. Dabei war Anna Steuerwald-Landmann die erste Frau, die an einem deutschen Gericht zugelassen wurde. Mit dem Tod ihres Bruders Alex Lazarus wurde sie aktive Kriegsgegnerin und trat der SPD bei.<ref>siehe [https://krautheimer-krippe.juedisches-museum.org/familie.html online-Ausstellung] JMF</ref>  


1923 heiratete sie Richard Steuerwald und übernahm mit ihm die Leitung eines Knabenheims<ref>ebenda</ref> und war als Dozentin für Jugendprobleme und Frauenfragen in der [[Volkshochschule Fürth|Volkshochschule]] aktiv. Wegen ihrer gewaltfreien Erziehungsmethoden und ihrer jüdischen Wurzeln – sie war seit 1921 konfessionslos – war sie ein häufiges Ziel völkischer Hetze.
1923 heiratete sie Richard Steuerwald und übernahm mit ihm die Leitung eines Knabenheims<ref>ebenda</ref> und war als Dozentin für Jugendprobleme und Frauenfragen in der [[Volkshochschule Fürth|Volkshochschule]] aktiv. Wegen ihrer gewaltfreien Erziehungsmethoden und ihrer jüdischen Wurzeln – sie war seit 1921 konfessionslos – war sie ein häufiges Ziel völkischer Hetze.
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