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[[Datei:Andrang am Kartenverkauf der Spielvereinigung Fürth, 1935.jpg|mini|left|Andrang am Kartenverkauf der SpVgg Fürth, 1935]] | [[Datei:Andrang am Kartenverkauf der Spielvereinigung Fürth, 1935.jpg|mini|left|Andrang am Kartenverkauf der SpVgg Fürth, 1935]] | ||
Erst [[1920]] wurde wieder um die Deutsche Meisterschaft gespielt und als Titelverteidiger war die SpVgg Fürth automatisch für die Endrunde qualifiziert. Dort spielte man sich bis ins Finale in Frankfurt am Main, welches dann allerdings mit 0:2 ausgerechnet gegen die heimischen Rivalen aus [[Nürnberg]] verloren wurde. Der Club aus Nürnberg feierte, das Kleeblatt wurde „nur“ Vize-Meister. | Erst [[1920]] wurde wieder um die Deutsche Meisterschaft gespielt und als Titelverteidiger war die SpVgg Fürth automatisch für die Endrunde qualifiziert. Dort spielte man sich bis ins Finale in Frankfurt am Main, welches dann allerdings mit 0:2 ausgerechnet gegen die heimischen Rivalen aus [[Nürnberg]] verloren wurde. Der Club aus Nürnberg feierte, das Kleeblatt wurde „nur“ Vize-Meister. | ||
[[1926]] zog man dann zum dritten Mal in ein Meisterschaftsendspiel ein und konnte dort nach einem 4:1-Sieg gegen Hertha BSC in Frankfurt die zweite Deutsche Meisterschaft feiern. Den dritten und letzten großen Titel feierte man drei Jahre später, als man im Endspiel [[1929]] erneut die Hertha aus Berlin bezwingen konnte (3:2). Weit fahren musste der Fürther Anhang damals nicht, denn das Spiel fand in Nürnberg statt. | [[1926]] zog man dann zum dritten Mal in ein Meisterschaftsendspiel ein und konnte dort nach einem 4:1-Sieg gegen Hertha BSC in Frankfurt die zweite Deutsche Meisterschaft feiern. Den dritten und letzten großen Titel feierte man drei Jahre später, als man im Endspiel [[1929]] erneut die Hertha aus Berlin bezwingen konnte (3:2). Weit fahren musste der Fürther Anhang damals nicht, denn das Spiel fand in Nürnberg statt. | ||
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=== Nachkriegszeit === | === Nachkriegszeit === | ||
[[Bild:A2312d Haupttribüne SpVgg.jpg|mini|left|Bau der Haupttribüne 1950/51]] | |||
Nach dem Krieg gelangen erneut zwei Qualifikationen für die Endrunden um die Deutsche Meisterschaft, immerhin hatte der ehemalige Meisterspieler und Townley-Schüler [[Hans Hagen]] den Verein sportlich gut durch die Kriegsjahre geführt und eine gute Nachwuchsarbeit geleistet, so dass die SpVgg 1950 als Aufsteiger zur sensationellen Meisterschaft der Oberliga Süd kam: [[1950]] scheiterte man im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft am VfB Stuttgart, [[1951]] kam man dann nicht über die Gruppenspiele hinaus. | Nach dem Krieg gelangen erneut zwei Qualifikationen für die Endrunden um die Deutsche Meisterschaft, immerhin hatte der ehemalige Meisterspieler und Townley-Schüler [[Hans Hagen]] den Verein sportlich gut durch die Kriegsjahre geführt und eine gute Nachwuchsarbeit geleistet, so dass die SpVgg 1950 als Aufsteiger zur sensationellen Meisterschaft der Oberliga Süd kam: [[1950]] scheiterte man im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft am VfB Stuttgart, [[1951]] kam man dann nicht über die Gruppenspiele hinaus. | ||
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=== 1903 === | === 1903 === | ||
Gründer der Spielvereinigung soll der ''Fabrikant Reinhard Barthel'', wohnhaft in der [[Maistraße 2]], gewesen sein, der am letzten Wochenende im Juli 1959 verstarb.<ref>{{BuchQuelle|Fürth 1958/59 (Buch)|Seite=50; Montag, 27. Juli 1959}}</ref> | Gründer der Spielvereinigung soll der ''Fabrikant Reinhard Barthel'', wohnhaft in der [[Maistraße 2]], gewesen sein, der am letzten Wochenende im Juli 1959 verstarb.<ref>{{BuchQuelle|Fürth 1958/59 (Buch)|Seite=50; Montag, 27. Juli 1959}}</ref> | ||
=== 1911 === | |||
17. April [[1911]]: ''Die Spielvereinigung spielte vor etwa 5.000 Zuschauern gegen Circle Athlethique de Paris (Ergebnis: 9:1). Weiterer Kommentar von Chronist Rieß: „Dem Fußballsport wird in hiesiger Stadt stark gehuldigt. Es finden jeden Sonntag Spiele statt, welche trotz der ziemlich hohen Eintrittspreise (Trib. Sitzplatz 1,50 M, Trib. Stehplatz 1,- M, 1. Platz 80 Pfg., 2. Platz 60 Pfg., Kinder 30 Pfg.) stark besucht werden. Zur Zeit sind 13 Vereine in Fürth, welche diesen Sport betreiben: An erster Stelle steht die Spielvereinigung mit 800 Mitgliedern ... Die Spielvereinigung hat einen Trainer aus England engagiert, gegen eine Gage von 280 Mark monatlich. Der Vertrag läuft auf 2 Jahre.'' <ref>[[Paul Rieß]]-Chronik 1911 (Überarbeitung Alexander Mayer)</ref> | |||
15. Mai [[1911]]: ''Newcastle United SpVgg 2:1, die englische Berufsmannschaft bekommt 1.000 Mark Gage'' <ref>Rieß-Chronik 1911 (Überarbeitung Alexander Mayer)</ref> | |||
=== 2007 === | === 2007 === | ||
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Beim DFB-Pokalspiel in Fürth gegen Kaiserslautern am 29. Oktober 2025 gab es wieder eine Flut von gelben Karten. Es wurden erneut 13 gelbe Karten vergeben - eine davon war sogar eine gelb-rote Karte gegen den Fürther Spieler Omar Sillah in der 90. Minute. Ebenfalls kurios - beide Trainer (Thomas Kleine und Torsten Lieberknecht) der Mannschaften erhielten in der 42. Minute jeweils eine gelbe Karte, wegen lautstarken Beschwerden gegen eine Entscheidung des Schiedsrichters. Im Ergebnis verlor die Spielvereinigung gegen den 1. FC Kaiserslautern 0:1. | Beim DFB-Pokalspiel in Fürth gegen Kaiserslautern am 29. Oktober 2025 gab es wieder eine Flut von gelben Karten. Es wurden erneut 13 gelbe Karten vergeben - eine davon war sogar eine gelb-rote Karte gegen den Fürther Spieler Omar Sillah in der 90. Minute. Ebenfalls kurios - beide Trainer (Thomas Kleine und Torsten Lieberknecht) der Mannschaften erhielten in der 42. Minute jeweils eine gelbe Karte, wegen lautstarken Beschwerden gegen eine Entscheidung des Schiedsrichters. Im Ergebnis verlor die Spielvereinigung gegen den 1. FC Kaiserslautern 0:1. | ||
=== 2026 === | |||
Die Saison 2025/26 war mit Abstand die schlechteste Saison der Spielvereinigung seit dem Aufstieg 1997 in die zweite Bundesliga. Nach der Winterpause lag das Kleeblatt auf dem vorletzten Platz mit nur 15 Punkten, so wenige wie noch nie seit 30 Jahren Ligazugehörigkeit. Gleichzeitig hatte das Kleeblatt 44 Tore kassiert - womit schon das nächste Problem offensichtlich wurde. Erschwerend kam hinzu, dass die Spielvereinigung zum dritten Mal in Folge auch finanziell ein Defizit in der Jahresbilanz ausweisen musste, wodurch auch das Eigenkapital auf 2,7 Mio Euro schrumpfte (27 Prozent).<ref>Michael Fischer: Sportliche und finanzielle Krise: Darum muss man sich große Sorgen ums Kleeblatt machen. In: Fürther Nachrichten vom 14. Januar 2026 - [https://www.nn.de/sport/spvgg-greuther-fuerth/1.14967689 online]</ref> | |||
== Literatur == | == Literatur == | ||
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* Markwart Herzog (Hrsg.): ''Die Gleichschaltung des Fußballsports im nationalsozialistischen Deutschland - Andreas Mau: Die Gleichschaltung der Spielvereinigung Fürth im Jahr 1933''. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2016, S. 35 ff. | * Markwart Herzog (Hrsg.): ''Die Gleichschaltung des Fußballsports im nationalsozialistischen Deutschland - Andreas Mau: Die Gleichschaltung der Spielvereinigung Fürth im Jahr 1933''. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2016, S. 35 ff. | ||
* ''Es lebe der Sport! Körperertüchtigung im Süden. Das Kleeblatt'' In: [[Auf in den Süden! (Buch)|Auf in den Süden! Geschichte der Fürther Südstadt]], 2017, Sandberg Verlag, ISBN 978-930699-94-0, S. 155 - 156 | * ''Es lebe der Sport! Körperertüchtigung im Süden. Das Kleeblatt'' In: [[Auf in den Süden! (Buch)|Auf in den Süden! Geschichte der Fürther Südstadt]], 2017, Sandberg Verlag, ISBN 978-930699-94-0, S. 155 - 156 | ||
* Stefan Städtler-Ley, Jürgen Schmidt: [[Lony Seiderer erzählt ... (Buch)|Lonny Seiderer erzählt ...]], Zirndorf, 2025 | |||
== Lokalberichterstattung == | == Lokalberichterstattung == | ||
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* [[Sportpark Ronhof]] | * [[Sportpark Ronhof]] | ||
* [[Frankenderby]] | * [[Frankenderby]] | ||
* [[Frankenderby - Alle Spiele]] | |||
* [[Fanprojekt Fürth]] | * [[Fanprojekt Fürth]] | ||
* [[Fanbunker]] | * [[Fanbunker]] | ||
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