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==Unternehmensgründung und Fusion== | ==Unternehmensgründung und Fusion== | ||
1895 zog sich Bauer als Privatier nach Fürth zurück, blieb jedoch unternehmerisch aktiv. Er erwarb das Anwesen [[Hirschenstraße 39]], das er im Erdgeschoss selbst bewohnte. | 1895 zog sich Bauer als Privatier nach Fürth zurück, blieb jedoch unternehmerisch aktiv. Er erwarb das Anwesen [[Hirschenstraße 39]], das er im Erdgeschoss selbst bewohnte. | ||
1898 schied er gemeinsam mit seinen Söhnen Julius und Joseph einvernehmlich aus der Firma | 1898 schied er gemeinsam mit seinen Söhnen Julius und Joseph einvernehmlich aus der Firma „Schrenk & Co.“ aus. Sie gründeten die Firma „Andreas Bauer & Söhne“, in deren Besitz die Hütte Neustadt, das Werk Wöllershof sowie die Pachthütten Karlbach und Eisendorfhütte übergingen. Hinzu kamen Hammerwerke als Veredelungsbetriebe. Beide Unternehmen – „Schrenk & Co.“ und „Andreas Bauer & Söhne“ – arbeiteten zunächst partnerschaftlich nebeneinander. | ||
Nach dem Tod der Söhne von Franz Schrenk kam es 1905 zur Vereinigung beider Firmen in einer Aktiengesellschaft unter dem Namen „Vereinigte Bayerische Spiegel- und Tafelglaswerke, vorm. Schrenk & Co., A.-G.“ mit einem Kapital von 2,3 Millionen Mark. 1906 wurden die Unternehmen endgültig zur „A.-C. Schrenk & Co.“ zusammengeführt. Bauer gehörte dem Aufsichtsrat an und übernahm dessen Vorsitz, sein Sohn Joseph übernahm die Fürther Niederlassung als Direktor. In dieser war die Glasveredelung, hauptsächlich die Spiegelbelegung und Bearbeitung des hergestellten Spiegelglases untergebracht. Der Betrieb befand sich in der [[Lange Straße 71|Langen Straße 71–73]]. | Nach dem Tod der Söhne von Franz Schrenk kam es 1905 zur Vereinigung beider Firmen in einer Aktiengesellschaft unter dem Namen „Vereinigte Bayerische Spiegel- und Tafelglaswerke, vorm. Schrenk & Co., A.-G.“ mit einem Kapital von 2,3 Millionen Mark. 1906 wurden die Unternehmen endgültig zur „A.-C. Schrenk & Co.“ zusammengeführt. Bauer gehörte dem Aufsichtsrat an und übernahm dessen Vorsitz, sein Sohn Joseph übernahm die Fürther Niederlassung als Direktor. In dieser war die Glasveredelung, hauptsächlich die Spiegelbelegung und Bearbeitung des hergestellten Spiegelglases untergebracht. Der Betrieb befand sich in der [[Lange Straße 71|Langen Straße 71–73]]. | ||
In dieser Funktion genehmigte er den Bau eines modernen Dampfschleifwerkes mit zwei patentierten Schifauer-Apparaten, deren Leistungsfähigkeit annähernd der von sieben Earnshaw’schen Apparaten entsprach. Es handelte sich um die ersten Anlagen dieser Art in Bayern und sie galten als technisch vorbildlich. | In dieser Funktion genehmigte er den Bau eines modernen Dampfschleifwerkes mit zwei patentierten Schifauer-Apparaten, deren Leistungsfähigkeit annähernd der von sieben Earnshaw’schen Apparaten entsprach. Es handelte sich um die ersten Anlagen dieser Art in Bayern und sie galten als technisch vorbildlich. | ||
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==Familie und gesellschaftliches Engagement== | ==Familie und gesellschaftliches Engagement== | ||
Aus der Ehe mit Anna Schrenk gingen elf Kinder hervor, darunter Joseph Julius Bauer (1863–1943) und Dr. Hermann Bauer (1871–1940). Mehrere der Söhne wirkten im Unternehmen mit und führten die Familientradition im Glashüttenwesen fort. | Aus der Ehe mit Anna Schrenk gingen elf Kinder hervor, darunter Joseph Julius Bauer (1863–1943) und Dr. Hermann Bauer (1871–1940). Mehrere der Söhne wirkten im Unternehmen mit und führten die Familientradition im Glashüttenwesen fort. | ||
Am 8. April 1911 feierte das Ehepaar Bauer seine goldene Hochzeit. Zu diesem Anlass stifteten die Enkel den rechten Seitenaltar in der St.-Heinrich-Kirche in Fürth. In den Jahren 1912 und 1913 wurden dort beide Seitenaltäre errichtet; das linke Altarblatt, gefertigt von der Firma Nikolaus Hammerbach, zeigt Maria mit dem Kind, begleitet von den Heiligen Andreas und Anna. | Am 8. April 1911 feierte das Ehepaar Bauer seine goldene Hochzeit. Zu diesem Anlass stifteten die Enkel den rechten Seitenaltar in der [[Kirche St. Heinrich|St.-Heinrich-Kirche]] in Fürth. In den Jahren 1912 und 1913 wurden dort beide Seitenaltäre errichtet; das linke Altarblatt, gefertigt von der Firma Nikolaus Hammerbach, zeigt Maria mit dem Kind, begleitet von den Heiligen Andreas und Anna. | ||
==Tod== | ==Tod== | ||
Andreas Bauer starb am 28. Mai 1917 in Fürth an Nierenblutungen. Mit ihm verlor die bayerische Glasindustrie einen ihrer bedeutenden Unternehmer der Gründerzeit. Er wurde in Fürth beigesetzt. | Andreas Bauer starb am 28. Mai 1917 in Fürth an Nierenblutungen. Mit ihm verlor die bayerische Glasindustrie einen ihrer bedeutenden Unternehmer der Gründerzeit. Er wurde in Fürth beigesetzt. | ||