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Statt unmittelbar das Studium aufzunehmen, meldete sich Paulus am 1. Oktober 1897 als Einjährig-Freiwilliger beim Königlich Bayerischen 19. Infanterieregiment „König Humbert I. von Italien“ in Erlangen. Er diente in der 7. Kompanie und wurde am 1. April 1898 zum Gefreiten, am 30. September 1898 zum Unteroffizier befördert. Mit der Entlassung in die Reserve erhielt er das Befähigungszeugnis zum Reserveoffizier. | Statt unmittelbar das Studium aufzunehmen, meldete sich Paulus am 1. Oktober 1897 als Einjährig-Freiwilliger beim Königlich Bayerischen 19. Infanterieregiment „König Humbert I. von Italien“ in Erlangen. Er diente in der 7. Kompanie und wurde am 1. April 1898 zum Gefreiten, am 30. September 1898 zum Unteroffizier befördert. Mit der Entlassung in die Reserve erhielt er das Befähigungszeugnis zum Reserveoffizier. | ||
Während seines Studiums wurde er mehrfach zu Pflichtübungen einberufen. 1900 bestand er die Offiziersprüfung und wurde zum Vizefeldwebel befördert. Am 14. Mai 1902 erfolgte seine Ernennung zum Leutnant der Reserve im Königlich Bayerischen 19. Infanterieregiment „König Viktor Emanuel III. von Italien“. | Während seines Studiums wurde er mehrfach zu Pflichtübungen einberufen. 1900 bestand er die Offiziersprüfung und wurde zum Vizefeldwebel befördert. Am 14. Mai 1902 erfolgte seine Ernennung zum Leutnant der Reserve im Königlich Bayerischen 19. Infanterieregiment „König Viktor Emanuel III. von Italien“. | ||
Parallel dazu absolvierte Paulus seine juristische Ausbildung. Am 23. Juli 1901 bestand er das Erste Juristische Staatsexamen. Nach Stationen als Rechtspraktikant unter anderem am Amtsgericht Erlangen, am Landgericht Nürnberg sowie in Fürth legte er im Dezember 1904 das Zweite Staatsexamen (Juristischer Staatskonkurs) ab. Am 11. Mai 1905 wurde er als Rechtsanwalt beim Landgericht Fürth zugelassen. | Parallel dazu absolvierte Paulus seine juristische Ausbildung. Am 23. Juli 1901 bestand er das Erste Juristische Staatsexamen. Nach Stationen als Rechtspraktikant unter anderem am Amtsgericht Erlangen, am Landgericht Nürnberg sowie in Fürth legte er im Dezember 1904 das Zweite Staatsexamen (Juristischer Staatskonkurs) ab. Am 11. Mai 1905 wurde er als Rechtsanwalt beim Landgericht Fürth zugelassen. | ||
Am 20. September 1911 wurde er von Prinzregent Luitpold zum Oberleutnant der Landwehr (1. Aufgebot) befördert. Am 2. Januar 1913 gründete er gemeinsam mit Justizrat Leonhard Dorsch eine Rechtsanwaltskanzlei in Fürth. | Am 20. September 1911 wurde er von Prinzregent Luitpold zum Oberleutnant der Landwehr (1. Aufgebot) befördert. Am 2. Januar 1913 gründete er gemeinsam mit Justizrat Leonhard Dorsch eine Rechtsanwaltskanzlei in Fürth. | ||
== Erster Weltkrieg == | == Erster Weltkrieg == | ||
Mit der Generalmobilmachung vom 1. August 1914 rückte Paulus als Oberleutnant der Landwehr an die Westfront aus. Er nahm unter anderem an der Schlacht bei Étain, den Kämpfen bei Vaubecourt-Fleury, der Schlacht bei Verdun (Cheppy–Vauquois) sowie an langjährigen Stellungskämpfen im Wald von Malancourt und in Lothringen teil. | Mit der Generalmobilmachung vom 1. August 1914 rückte Paulus als Oberleutnant der Landwehr an die Westfront aus. Er nahm unter anderem an der Schlacht bei Étain, den Kämpfen bei Vaubecourt-Fleury, der Schlacht bei Verdun (Cheppy–Vauquois) sowie an langjährigen Stellungskämpfen im Wald von Malancourt und in Lothringen teil. | ||