Babette Lehmann: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Babette Lehmannn, geb. Neuhöfer''' (geb. 1. Januar 1864 in Berlin; gest. 20. März 1943 in Sobibor) heiratete den Fürther Fabrikanten [[David Lehmann]], mit dem sie fünf gemeinsame Kinder bekam. | |||
Nach Davids Tod wurde sie Mitinhaberin der Firma für optische Geräte [[A. Lehmann]]. Später übernahmen dann ihre Söhne Stefan und Leo die Firma. | |||
Ca. um 1935 zog Babette zu ihrer Tochter Frieda (geb. 13. Januar 1890 in Fürth), die einen Theodor Ottenstein geheiratet hatte und mit diesem Berlin lebte. Bei ihrer dortigen Adresse, Babelsberger Straße 52 (in Charlottenburg-Wilmersdorf), wurde für sie am 17. Juni 2022 in Anwesenheit von Nachkommen aus England und Holland ein Stolperstein verlegt. | |||
Die Inschrift lautet: | |||
:HIER WOHNTE | |||
:BABETTE LEHMANN | |||
:GEB. NEUHÖFER | |||
:JG. 1864 | |||
:FLUCHT 1939 HOLLAND | |||
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Bei der Beschreibung der Stolpersteine kann man weiterhin lesen: | |||
„Als das Leben ihrer Söhne in Fürth durch die Nazis bedroht war, siedelten Stephen, seine Frau, ihre beiden Töchter (und möglicherweise auch sein Bruder Leo) nach Berlin zu Babette und den Ottensteins in die Babelsberger Straße 52 über und lebten hier bis Babette, Frieda und Theodor 1939 nach Holland flohen. Im holländischen Exil lebte Babette Lehmann mit ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn in Driebergen. Theodor Ottenstein starb am 13. Januar 1941 – vermutlich aufgrund der Ankündigung der Deportation. Babette und Frieda wurden am 9. März 1941 in das „Durchgangslager” Westerbork verbracht. Am 17. März 1943 wurden sie gemeinsam in die Tötungsstätte Sobibor deportiert, wo sie am 20. März 1943 ermordet wurden. Die Namen von Babette und ihrer Tochter Frieda stehen auf dem Joods Monument im Driebergen Park. Dieses Denkmal war Gegenstand eines Films, der auf YouTube unter dem Titel „Jacky en Hetty” erschien.“<ref>Ronald Austin und Gisela Morel-Tiemann: „Stolperstein Babelsberger Str. 52“ - [https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/geschichte/stolpersteine/artikel.1273283.php online] und [https://share.google/uvtOIVSnxYmTijFCM pdf-Datei]</ref> | |||
==Siehe auch== | |||
* [[A. Lehmann]] | |||
* [[David Lehmann]] | |||
* [[Adolf Lehmann]] | |||
* [[Stefan Lehmann]] | |||
* [[Leo Lehmann]] | |||
* [[Frieda Lehmann]] | |||
==Einzelnachweise== | |||
<references /> | |||
== Bilder == | |||
{{Bilder dieser Person}} | |||
[[Kategorie: Fiorda]] | |||
Aktuelle Version vom 21. Februar 2026, 23:45 Uhr
- Person
- Babette Lehmann
- Vorname
- Babette
- Nachname
- Lehmann
- Geschlecht
- weiblich
- Abw. Name
- geb. Neuhöfer
- Geburtsdatum
- 1. Januar 1864
- Geburtsort
- Berlin
- Todesdatum
- 20. März 1943
- Todesort
- Sobibor
- Gabelsberger Straße 1 (Wohn- und Geschäftsadresse)
| Person | Verwandtschaftsgrad |
|---|---|
| David Lehmann | Ehemann |
| Elsie Lehmann | Tochter |
| Frieda Ottenstein-Lehmann | Tochter |
| Leo Lehmann | Sohn |
| Martha Lehmann | Tochter |
| Stefan Lehmann | Sohn |
Babette Lehmannn, geb. Neuhöfer (geb. 1. Januar 1864 in Berlin; gest. 20. März 1943 in Sobibor) heiratete den Fürther Fabrikanten David Lehmann, mit dem sie fünf gemeinsame Kinder bekam.
Nach Davids Tod wurde sie Mitinhaberin der Firma für optische Geräte A. Lehmann. Später übernahmen dann ihre Söhne Stefan und Leo die Firma.
Ca. um 1935 zog Babette zu ihrer Tochter Frieda (geb. 13. Januar 1890 in Fürth), die einen Theodor Ottenstein geheiratet hatte und mit diesem Berlin lebte. Bei ihrer dortigen Adresse, Babelsberger Straße 52 (in Charlottenburg-Wilmersdorf), wurde für sie am 17. Juni 2022 in Anwesenheit von Nachkommen aus England und Holland ein Stolperstein verlegt. Die Inschrift lautet:
- HIER WOHNTE
- BABETTE LEHMANN
- GEB. NEUHÖFER
- JG. 1864
- FLUCHT 1939 HOLLAND
- INTERNIERT WESTERBORK
- DEPORTIERT 17.3.1943
- SOBIBOR
- ERMORDET 20.3.1943
Bei der Beschreibung der Stolpersteine kann man weiterhin lesen: „Als das Leben ihrer Söhne in Fürth durch die Nazis bedroht war, siedelten Stephen, seine Frau, ihre beiden Töchter (und möglicherweise auch sein Bruder Leo) nach Berlin zu Babette und den Ottensteins in die Babelsberger Straße 52 über und lebten hier bis Babette, Frieda und Theodor 1939 nach Holland flohen. Im holländischen Exil lebte Babette Lehmann mit ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn in Driebergen. Theodor Ottenstein starb am 13. Januar 1941 – vermutlich aufgrund der Ankündigung der Deportation. Babette und Frieda wurden am 9. März 1941 in das „Durchgangslager” Westerbork verbracht. Am 17. März 1943 wurden sie gemeinsam in die Tötungsstätte Sobibor deportiert, wo sie am 20. März 1943 ermordet wurden. Die Namen von Babette und ihrer Tochter Frieda stehen auf dem Joods Monument im Driebergen Park. Dieses Denkmal war Gegenstand eines Films, der auf YouTube unter dem Titel „Jacky en Hetty” erschien.“[1]