Baugenossenschaft Eigenes Heim: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Bestand der Genossenschaft sind nach eigenen Aussagen ca. 1.150 Wohnungen in Fürth (Stand 2019).<ref>Baugenossenschaft Eigenes Heim eG, Homepage, online abgerufen am 5. Dezember 2019 | 23.19 Uhr</ref>
Im Bestand der Genossenschaft sind nach eigenen Aussagen ca. 1.150 Wohnungen in Fürth (Stand 2019).<ref>Baugenossenschaft Eigenes Heim eG, Homepage, online abgerufen am 5. Dezember 2019 | 23.19 Uhr</ref>
==1911 Probleme==
18. Mai 1911  ''Der Magistrat beschließt in geheimer Sitzung mit 10:5 Stimmen, daß für die erste Gebäudegruppe der Baugenossenschaft „Eigenes Heim“ die Bürgschaft für eine zweite Hypothek von 41.000 Mark (Vergabe durch Versicherungsanstalt von Mittelfranken) übernommen wird. Befürworter und Gegner werden in der Presse namentlich genannt, was zu großer Verärgerung führt.'''' <ref>[[Paul Rieß]]-Chronik 1911 (Überarbeitung Alexander Mayer)</ref>
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== Veröffentlichungen ==
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==Literatur==
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* [[50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Fürther Baugenossenschaften GmbH (Broschüre)|50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Fürther Baugenossenschaften GmbH]], im Eigenverlag, 1999, 56 S.
* [[50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Fürther Baugenossenschaften GmbH (Broschüre)|50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Fürther Baugenossenschaften GmbH]], im Eigenverlag, 1999, 56 S.


== Veröffentlichungen ==
==Lokalberichterstattung==
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* ''Neue Wohnungen im Eigenen Heim'' In: [[Fürther Nachrichten]] vom 6. November 2024, S. 32 (Druckausgabe)


==Siehe auch==
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Aktuelle Version vom 19. Januar 2026, 19:37 Uhr

Eigenes Heim logo gruen.jpg
Logo: Baugenossenschaft Eigenes Heim e. G.
Unternehmen
Baugenossenschaft Eigenes Heim
Geschäftsführer
Markus Zierer
Gründer
Friedrich Scherzer
Gründungsdatum
22. Oktober 1909
Gesellschaftsform
Genossenschaft
Standort
Eigenes Heim
Branche
Wohnungsbau und Vermietung
Email
info@eigenes-heim-fuerth.de
Telefon
+49 91197450200
Webseite
www.eigenes-heim-fuerth.de
Ehemals
Nein
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Die Baugenossenschaft Eigenes Heim e. G. wurde am 22. Oktober 1909 mit 30 Genossen gegründet. Der Vorstand bestand aus dem Vorsitzenden Friedrich Scherzer, Schriftführer Wilhelm Adler und Kassier Emil Mäder. Dem Aufsichtsrat gehörten als Vorsitzender Georg Käpplinger, Schriftführer Emil Herber, sowie A. Schweiger, Georg Ruff und Richard Büttner an [1].

Mitgliedschaft, Betriebskapital, Geschäftsanteil und Haftungssumme

Die Mitgliedschaft konnte durch Bezahlung einer einmaligen Einschreibegebühr in Höhe von 2 Mk und einem jährlichen Betrag von 5 Mk erworben werden. Unterstützende Mitglieder, resp. Sponsoren gab es nicht[2].
Da Betriebskapital bestand aus den einbezahlten Beitrittgeldern, Mitgliedsbeiträgen, anfallenden Zinsen und die Einzahlungen auf die Geschäftsanteile.

Der Geschäftsanteil und die Haftungssumme betrug 500 Mk. Jeder Genosse musste bei seinem Eintritt die Hälfte des Geschäftsanteils von 250 Mk erwerben. Der Rest konnte in in monatlichen Raten nachbezahlt werden. Doch diese Bestimmung zeigte sich schon bald für die Genossenschaft als nicht förderlich, sodass schon auf der Generalversammlung 1913 der Anteil von 250 Mk auf 100 Mk herabgesetzt wurde.

Später wurde der Stadtteil Eigenes Heim danach benannt. Nach dem Tod des Gründungsvorsitzenden Friedrich Scherzer folgte Hans Rupprecht als 1. Vorsitzender.

Im Bestand der Genossenschaft sind nach eigenen Aussagen ca. 1.150 Wohnungen in Fürth (Stand 2019).[3]

1911 Probleme

18. Mai 1911 Der Magistrat beschließt in geheimer Sitzung mit 10:5 Stimmen, daß für die erste Gebäudegruppe der Baugenossenschaft „Eigenes Heim“ die Bürgschaft für eine zweite Hypothek von 41.000 Mark (Vergabe durch Versicherungsanstalt von Mittelfranken) übernommen wird. Befürworter und Gegner werden in der Presse namentlich genannt, was zu großer Verärgerung führt.'' [4]

24. Mai 1911 Der Hausbesitzerverein (siehe Haus- und Grundbesitzerverein Fürth und Umgebung) wendet sich gegen eine Bürgschaft der Stadt für die Genossenschaft „Eigenes Heim (s.o., 18.5.1911). Gründe: zu hohes Risiko, die Genossenschaft erfüllt ihre Aufgabe auf Erstellungen billiger Wohnungen für Minderbemittelte nicht, Überproduktion von Wohnungen (Qualitätsverslust bei der Bauausführung, Hausbesitzer können wegen Mindereinnahmen ihre Häuser nicht instandhalten, Überangebot). - Das Gemeindekollegium lehnt das Gesuch der Baugenossenschaft „Eigenes Heim“ mit 17 zu 16 Stimmen ab (Ablehnung durch 13 „Fortschrittler“ u. 5 Nationaliberale; Zustimmung durch 13 Sozialdemokraten, 2 Demokraten, 2 Nationalliberale). Zwei Sozialdemokraten, weil Mitglieder der Genossenschaft, „waren vor Beginn der Beratung abgetreten“, 5 Bürgerliche fehlten. [5]

Veröffentlichungen

 AutorErscheinungsjahrVerlagGenreAusfuehrungSeitenzahlISBNnr
Hundert Jahre Baugenossenschaft "Eigenes Heim" (Buch)Barbara Ohm2009Baugenossenschaft Eigenes HeimStadtgeschichte
Festschrift
Soziales (Lektüre)
Buch, Hardcover112


Literatur

Lokalberichterstattung

Siehe auch

Weblinks

  • Baugenossenschaft Eigenes Heim e. G. online

Einzelnachweise

  1. Baugenossenschaft "Eigenes Heim" in Fürth, 1913, Seite 5
  2. Baugenossenschaft "Eigenes Heim" in Fürth, 1913, Seite 19
  3. Baugenossenschaft Eigenes Heim eG, Homepage, online abgerufen am 5. Dezember 2019 | 23.19 Uhr
  4. Paul Rieß-Chronik 1911 (Überarbeitung Alexander Mayer)
  5. Paul Rieß-Chronik 1911 (Überarbeitung Alexander Mayer)

Bilder

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