Blumenstraße 3: Unterschied zwischen den Versionen
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1934 befand sich in der Blumenstraße 3 das Bürobedarf-Geschäft von H. Egler<ref>lt. Werbeanzeige im [[Nürnberg-Fürther Isr. Gemeindeblatt]]</ref> und 1938 die Firma ''Bayerisches Textilwerk GmbH'' der Söhne Siegfried und Theodor von [[Adolf Heymann]] und dessen Ehefrau Rosa, die für die Herstellung und den Verkauf von Textilwaren jeglicher Art zuständig waren <ref>siehe dazu auch Gisela Naomi Blume: "Der neue jüdische Friedhof in Fürth", 2019, Seite 242</ref>. Das Haus (beschrieben als Wohnhaus mit 6 Wohnungen im Vorderhaus, davon 2 mit Bad, eine Wohnung im Rückgebäude, 24 Zimmer und Geschäftsräume in sehr gutem Zustand, dazu Lagerräume und Magazin, Durchfahrt, Lagerhaus, Kontor und Hof mit Ziergärtchen, 920 qm) verkauften die Brüder am [[12. Dezember]] [[1940]] für 69.200 RM an Johann Leupold und dessen Frau. Der Kaufpreis ging an ein Sonderkonto der Gestapo. 1949 wurde das Haus zurück erstattet und von Theodor und Siegfrieds Witwe [[1955]] für 132.000 DM an die Bayerische Staatsbank verkauft <ref>ebenda</ref>. | |||
Im Erdgeschoss befand sich in den 1960er Jahren die [[Leonhard Geismann (Buchhändler)|Buchhandlung Leonhard Geismann]], ab 1973 war [[Martin Klaußner]] Inhaber, der die Buchhandlung später an die Friedrichstraße verlegte (Nachfolgerin: [[Buchhandlung Jungkunz|Andrea Jungkunz]]). | Im Erdgeschoss befand sich in den 1960er Jahren die [[Leonhard Geismann (Buchhändler)|Buchhandlung Leonhard Geismann]], ab 1973 war [[Martin Klaußner]] Inhaber, der die Buchhandlung später an die Friedrichstraße verlegte (Nachfolgerin: [[Buchhandlung Jungkunz|Andrea Jungkunz]]). | ||
Aktuelle Version vom 15. Februar 2026, 17:55 Uhr
- Gebäude
- Blumenstraße 3
- Straße / Hausnummer
- Blumenstraße 3
- Objekt
- Wohn- und Geschäftshaus
- Baujahr
- 1888
- Denkmalstatus besteht
- ja
- Akten-Nr.
- D-5-63-000-113 (1)
- Quellangaben
- BLfD - Denkmalliste Fürth
- Abgerissen
- nein
- Baustil
- Neurenaissance
- Architekt
- Adam Egerer
- Geo-Daten
- 49° 28' 28.44" N
10° 59' 17.51" E
- Leonhard Geismann (Buchhändler) (Firmensitz)
- Verlag Martin Klaußner (Geschäftsanschrift)
Viergeschossiger traufseitiger Satteldachbau mit reich gegliederter Sandsteinfassade, mit von Atlanten getragenem Mittelerker mit Eisenbalkonbrüstung und Balkon auf Konsolen, Neurenaissance, von Architekt Adam Egerer, bez. 1888. Bauherren waren die Gebrüder Heymann - Adolf Heymann, Sigmund Heymann und Leopold Heymann [1], die das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus mit Lagerräumen, Hof und Durchfahrt zur Schwabacher Straße erstellen ließen. Um 1900 wurde dort noch ein Lager und Comptoir angebaut [2].
Geschäftsräume
1934 befand sich in der Blumenstraße 3 das Bürobedarf-Geschäft von H. Egler[3] und 1938 die Firma Bayerisches Textilwerk GmbH der Söhne Siegfried und Theodor von Adolf Heymann und dessen Ehefrau Rosa, die für die Herstellung und den Verkauf von Textilwaren jeglicher Art zuständig waren [4]. Das Haus (beschrieben als Wohnhaus mit 6 Wohnungen im Vorderhaus, davon 2 mit Bad, eine Wohnung im Rückgebäude, 24 Zimmer und Geschäftsräume in sehr gutem Zustand, dazu Lagerräume und Magazin, Durchfahrt, Lagerhaus, Kontor und Hof mit Ziergärtchen, 920 qm) verkauften die Brüder am 12. Dezember 1940 für 69.200 RM an Johann Leupold und dessen Frau. Der Kaufpreis ging an ein Sonderkonto der Gestapo. 1949 wurde das Haus zurück erstattet und von Theodor und Siegfrieds Witwe 1955 für 132.000 DM an die Bayerische Staatsbank verkauft [5].
Im Erdgeschoss befand sich in den 1960er Jahren die Buchhandlung Leonhard Geismann, ab 1973 war Martin Klaußner Inhaber, der die Buchhandlung später an die Friedrichstraße verlegte (Nachfolgerin: Andrea Jungkunz).
Später zog hier der Tee- und Kaffeehandel Rita Frühwald ein, heute befindet sich hier die Rösterei mit Café Kaffeesurium.
Weblinks
- Fürth, Blumenstr. 3, Wohn- u. Geschäftshaus; Johann u. Anna Leupold; ehem. jüd. Eigentümer: Fa. J. Heymann oHG.; 1946 - 1949; StAN, Bayerisches Landesamt für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung, Außenstelle Nürnberg, Nr. 1718
Einzelnachweise
- ↑ zur Bauzeit noch als Blumenstraße 25 bezeichnet
- ↑ siehe dazu auch Gisela Naomi Blume: "Der neue jüdische Friedhof in Fürth", 2019, Seite 241
- ↑ lt. Werbeanzeige im Nürnberg-Fürther Isr. Gemeindeblatt
- ↑ siehe dazu auch Gisela Naomi Blume: "Der neue jüdische Friedhof in Fürth", 2019, Seite 242
- ↑ ebenda
Siehe auch
Bilder
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Werbung der Buchhandlung Martin Klaußner in der Schülerzeitung Die Pennalen Nr. 3 1979 Urheber: Martin Klaußner
Lizenz: CC BY-SA 3.0Werbung der Buchhandlung Martin Klaußner in der Schülerzeitung Die Pennalen Nr. 1 1978 Urheber: Martin Klaußner
Lizenz: CC BY-SA 3.0Werbung der Buchhandlung Martin Klaußner in der Schülerzeitung Die Pennalen Nr. 3 1975 Urheber: Martin Klaußner
Lizenz: CC BY-SA 3.0Werbeanzeige für das Weltspiegel Filmtheater, 1949 Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0