Christian Hofmann (Bildhauer): Unterschied zwischen den Versionen

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'''Johann Christian Hofmann''' (geb. [[16. Januar]] [[1877]] in [[wikipedia:Oberkotzau|Oberkotzau]]<ref name=„KB-Tf“>Kirchenbücher St. Jakobus Oberkotzau, Taufen 1863–1888, S. 136</ref>; gest. ) war ein Fürther Bildhauer, der 1925 in die USA auswanderte.
'''Johann Christian Hofmann''' (geb. [[16. Januar]] [[1877]] in [[wikipedia:Oberkotzau|Oberkotzau]]<ref name="KB-Tf">Kirchenbücher St. Jakobus Oberkotzau, Taufen 1863–1888, S. 136</ref>; gest. ) war ein Fürther Bildhauer, der 1925 in die USA auswanderte.


== Leben ==
== Leben ==
Er kam als zweites Kind bzw. erster Sohn des Büttners Johann Jakob Hofmann (1851–?) und dessen Ehefrau Katharina Margaretha, geborene Fischer (1849–?) im Haus Nr. 68 zur Welt. Taufpate war der Kommis Johann Christian Breuner.<ref name=„KB-Tf“/>  
Er kam als zweites Kind bzw. erster Sohn des Büttners Johann Jakob Hofmann (1851–1900) und dessen Ehefrau Katharina Margaretha, geborene Fischer (1849–1907) im Haus Nr. 68 zur Welt. Taufpate war der Kommis Johann Christian Breuner.<ref name="KB-Tf"/>  


Vermutlich hatte die Familie Oberkotzau bald verlassen, der weitere Lebensweg liegt im Dunkeln.<ref>Eine Konfirmation in Oberkotzau um 1890 für Christian Hofmann ist nicht nachweisbar.</ref> Um 1906 kam er nach Fürth und eröffnete ein Bildhauereigeschäft, er wohnte in der [[Glückstraße 11]]. Etwa 1912 zog er in die [[Sonnenstraße 37]].<ref>Adressbücher 1907, 1909, 1911, 1913, 1926</ref>
Etwa Ende der 1880er Jahre kam Familie Hofmann nach Fürth, wo der Vater nun als Ausgeher (Bote) arbeitete. Bis 1895 wohnte sie in der [[Gebhardtstraße]] 41.<ref>Adressbücher von 1893, 1895</ref> Christian Winkler wurde am Weißen Sonntag 1890 in der [[Auferstehungskirche]] konfirmiert.<ref>Kirchenbücher Auferstehungskirche, Konfirmationen 1890–1899, S. 8</ref> Dann erlernte er bei der Fa. [[J. C. Otto Möbel-Fabriken]] drei Jahre lang das Handwerk der Bildhauerei. Nach der Freisprechung von der Lehre im Jahr 1893 arbeitete er ein Jahr beim Steinbildhauermeister [[Wilhelm Rögner|Rögner]] in der Ulmenstraße 2. Anschließend war er kurze Zeit beim Baumeister [[Leo Gran]] in Arbeit, wechselte aber Anfang September 1894 wieder zu Rögner, wo er bis Ende 1897 blieb. Danach ging Hofmann für 6 ½ Jahre auf Wanderschaft, die Stationen sind unbekannt. Im Jahr 1904 kehrte er nach Fürth zurück, arbeitete – abgesehen von einem ca. zweimonatigen Aufenthalt in Kulmbach – nur kurze Zeit beim Maurermeister [[Johann Teufel]] und etwa zwei Monate beim Bauunternehmer [[Anton Mayer]]. Am 20. Mai 1905 machte sich Christian Hofmann selbstständig und eröffnete ein Bildhauereigeschäft.<ref name="FB-CH">Familienbogen Hofmann, Johann Christian; StadtAFÜ Sign.-Nr. A. 4. 5</ref> Er wohnte nun in der [[Glückstraße 11]]<ref>Adressbücher 1907, 1909, 1911</ref>, seine Werkstätte befand sich in der [[Flößaustraße 19]]. Im Juli 1911 zog er in die [[Sonnenstraße 37]].<ref>Adressbücher 1913, 1926</ref>


Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] musste Hofmann als Ungedienter am 21. August 1917 zum Reserve-Lazarett Nürnberg III einrücken, wo er als Militär-Krankenwärter eingesetzt war. Zum 4. April 1918 wurde er zum Reserve-Lazarett Fürth versetzt, dort am 24. April von einer miltärärztlichen Musterungskommission für „z. g. v. F.“ (zeitweise garnison-verwendungsfähig Feld) befunden und zum I. Ersatz-Bataillon der k. b. [[Königlich Bayerische 3. Train-Abteilung|3. Train-Abteilung]] für den Abtransport zum bayerischen Feldlazarett Nr. 21 in [[wikipedia:Péruwelz|Péruwelz]]/Belgien versetzt. Über das Ende seines Kriegsdienstes fehlen Nachrichten.<ref>Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 11233, 3; 20081; 20286, 1; 20287, 2</ref>  
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] musste Hofmann als Ungedienter am 21. August 1917 zum Reserve-Lazarett Nürnberg III einrücken, wo er als Militär-Krankenwärter eingesetzt war. Zum 4. April 1918 wurde er zum Reserve-Lazarett Fürth versetzt, dort am 24. April von einer miltärärztlichen Musterungskommission für „z. g. v. F.“ (zeitweise garnison-verwendungsfähig Feld) befunden und zum I. Ersatz-Bataillon der k. b. [[Königlich Bayerische 3. Train-Abteilung|3. Train-Abteilung]] für den Abtransport zum bayerischen Feldlazarett Nr. 21 in [[wikipedia:Péruwelz|Péruwelz]]/Belgien versetzt. Über das Ende seines Kriegsdienstes fehlen Nachrichten.<ref>Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 11233, 3; 20081; 20286, 1; 20287, 2</ref>  


Am 12. Juli 1920 heiratete er in Fürth ‚Anna‘ Babette Kurz (geb. 16. April 1889 in Fürth)<ref>Kirchenbücher St. Michael, Trauungen 1917–1925, S. 189</ref>, die Tochter des bereits verstorbenen Kaufmanns Karl Kurz und dessen Ehefrau Babette, geborene Stein, die früher die Kolonial-, Material- und Farbwarenhandlung „Augustin's Nachfolger” am [[Marktplatz 1]] geführt hatten. Damit war Hofmann nun Schwager vom Architekten [[Max Ebert]]. Um 1923 kam die Tochter Christine Gertrude Hofmann zur Welt.
Am 12. Juli 1920 heiratete er in Fürth ‚Anna‘ Babette Kurz (geb. 16. April 1889 in Fürth)<ref>Kirchenbücher St. Michael, Trauungen 1917–1925, S. 189</ref>, die Tochter des bereits verstorbenen Kaufmanns Karl Kurz und dessen Ehefrau Babette, geborene Stein, die früher die Kolonial-, Material- und Farbwarenhandlung „Augustin's Nachfolger” am [[Marktplatz 1]] geführt hatten. Damit war Hofmann nun Schwager vom Architekten [[Max Ebert]]. Am 9. April 1923 kam die Tochter Christine Gertrude Hofmann zur Welt.


Im Jahr 1923 erstellte er das Denkmal der Gefallenen der [[Spielvereinigung Fürth]]. Bereits 10 Jahre zuvor schuf er den Brunnen am [[Kaiserplatz]]. Die Entwürfe stammten jeweils vom städtischen Baubeamten [[Karl Maurer]].
Im Jahr 1923 erstellte er das Denkmal der Gefallenen der [[Spielvereinigung Fürth]]. Bereits 10 Jahre zuvor schuf er den Brunnen am [[Kaiserplatz]]. Die Entwürfe stammten jeweils vom städtischen Baubeamten [[Karl Maurer]].


Im Sommer 1925 wanderte die Familie Hofmann in die USA aus. Sie reiste am 11. Juli in Bremen mit dem Dampfschiff „[[wikipedia:Prinzess Irene|Bremen]]“ ab.<ref>Bremer Passagierlisten, Archiv-Ident.Nr. AIII15-11.07.1925_N, Blatt 12 - [https://www.public-juling.de/passagierlisten/listen.php?ArchivIdent=AIII15-11.07.1925_N&pass=Hofmann&ID=216699&ankunftshafen=New%20York&lang=de online]</ref> Am 22. Juli 1925 wurde in New York die Einwanderung registriert: „Hofmann, Christian, … Sculptr, … Wife Anna Hofmann, 37 Sonnen=Str, Fuerth/Bayern“.<ref>New York City, New York, United States Aufzeichnungen; United States, National Archives and Records Administration, Aufnahmengruppen-Nummer 004856060;  
Offenbar zu Zeiten der Hyperinflation fasste das Ehepaar Hofmann den Beschluss auszuwandern. Zum 15. Oktober 1924 schloss er sein Bildhauereigeschäft.<ref name="FB-CH"/> Im Sommer 1925 wanderte die Familie Hofmann in die USA aus. Sie reiste am 11. Juli in Bremen mit dem Dampfschiff „[[wikipedia:Prinzess Irene|Bremen]]“ ab.<ref>Bremer Passagierlisten, Archiv-Ident.Nr. AIII15-11.07.1925_N, Blatt 12 - [https://www.public-juling.de/passagierlisten/listen.php?ArchivIdent=AIII15-11.07.1925_N&pass=Hofmann&ID=216699&ankunftshafen=New%20York&lang=de online]</ref> Am 22. Juli 1925 wurde in New York die Einwanderung registriert: „Hofmann, Christian, … Sculptr, … Wife Anna Hofmann, 37 Sonnen=Str, Fuerth/Bayern“.<ref>New York City, New York, United States Aufzeichnungen; United States, National Archives and Records Administration, Aufnahmengruppen-Nummer 004856060;  
FamilySearch, Aufnahme 905 von 1269</ref> Zehn Jahre später wurde die Familie in der Volkszählung des US-Bundesstaates Florida erfasst, sie lebte nun in [[wikipedia:West Palm Beach|West Palm Beach]].<ref>Florida, State Census 1935, FamilySearch, Eintrag für Christ Hofmann und Anna Hofmann, 1935</ref> In den Jahren 1940 und 1945 wurde die Adresse 425 East Lakewood Road in West Palm Beach erfasst. Noch in der Volkszählung von 1950 war Christian Hofmann in West Palm Beach ansässig, nun wohnte er in der 11. Straße Nr. 17. Nunmehr 73 Jahre alt arbeitete er in einem Natursteingeschäft.<ref>National Archives at Washington, DC; Washington, D.C.; Seventeenth Census of the United States, 1950; West Palm Beach, Palm Beach, Florida; Rolle: 3386; S. 3; Zählungsdistrikt: 50-1B</ref>
FamilySearch, Aufnahme 905 von 1269</ref> Zehn Jahre später wurde die Familie in der Volkszählung des US-Bundesstaates Florida erfasst, sie lebte nun in [[wikipedia:West Palm Beach|West Palm Beach]].<ref>Florida, State Census 1935, FamilySearch, Eintrag für Christ Hofmann und Anna Hofmann, 1935</ref> In den Jahren 1940 und 1945 wurde die Adresse 425 East Lakewood Road in West Palm Beach erfasst. Noch in der Volkszählung von 1950 war Christian Hofmann in West Palm Beach ansässig, nun wohnte er in der 11. Straße Nr. 17. Nunmehr 73 Jahre alt arbeitete er in einem Natursteingeschäft.<ref>National Archives at Washington, DC; Washington, D.C.; Seventeenth Census of the United States, 1950; West Palm Beach, Palm Beach, Florida; Rolle: 3386; S. 3; Zählungsdistrikt: 50-1B</ref>


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
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