Leopold Bomeisl: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Leopold Bomeisl''' (geb. [[24. Februar]] [[1877]] in Regensburg, 21. Mai 1943 KZ Sobibor/Polen) war ein Unternehmer und Fabrikant. | '''Leopold Bomeisl''' (geb. [[24. Februar]] [[1877]] in Regensburg, 21. Mai 1943 KZ Sobibor/Polen) war ein Unternehmer und Fabrikant. | ||
Aktuelle Version vom 24. Februar 2026, 14:08 Uhr
- Person
- Leopold Bomeisl
- Vorname
- Leopold
- Nachname
- Bomeisl
- Geschlecht
- männlich
- Geburtsdatum
- 24. Februar 1877
- Geburtsort
- Regensburg
- Deportationsdatum
- Mai 1943
- Deportationsort
- Sobibor
- Letzter bekannter Wohnort in Fürth
- Nürnberger Straße 134
- Todesdatum
- 21. Mai 1943
- Todesort
- KZ Sobibor Polen
- Todesursache
- verschollen
- Beruf
- Spielzeugfabrikant, Unternehmer
- Religion
- Jüddisch
| Person | Verwandtschaftsgrad |
|---|---|
| Hildegard Bomeisl | Tochter |
| Ludwig Kleefeld | Schwiegervater |
| Marie Bomeisl, geb. Kleefeld | Ehefrau |
| Sigmund Bomeisl | Vater |
| Sophie Bomeisel, geb. Baiersdorfer | Mutter |
| Sophie Luise Bomeisl | Tochter |
Leopold Bomeisl (geb. 24. Februar 1877 in Regensburg, 21. Mai 1943 KZ Sobibor/Polen) war ein Unternehmer und Fabrikant.
In Regensburg geboren kam Leopold Bomeisl im Jahr 1896, also mit 19 Jahren, nach Fürth und arbeitete dort in der Firma Spielefabrik L. Kleefeld & Co.. Im Jahr 1908 heiratete er Marie Kleefeld, die Tochter des Unternehmers Ludwig Kleefeld und übernahm kurz nach dessen Tod im gleichen Jahr die Leitung der Firma Kleefeld. Unter seiner Leitung, die er sich ab 1914 mit seinem Bruder Moritz teilte, stieg die Spielefabrik in den folgenden Jahrzehnten zu einem der großen deutschen Spielehersteller auf.[1]
Ab 1936 sahen sich die Brüder Bomeisl ernsten Übergriffen der Nationalsozialisten ausgesetzt. Leopold Bomeisl emigrierte am 17. August 1939 zusammen mit seiner Frau Marie nach Rotterdam. Bereits vor 1942 wurde er als Jude ausgebürgert. Von den Niederlanden aus, zuletzt waren sie in Amsterdam wohnhaft, wurden er und seine Frau am 18. Mai 1943 ins polnische Vernichtungslager Sobibor deportiert und später für tot erklärt. Vermutlich wurden sie dort unmittelbar nach der Ankunft in der Gaskammer ermordet.[2]
Literatur
- Walter Ley: Fürther Spielwarenhersteller im vergangenen Jahrhundert | Nbg. Spielefabrik L. Kleefeld & Co.. In: Fürther Geschichtsblätter, Ausgabe 4/2009, S. 124 - online
- Karl Arnold: Spiele mit dem Kleeblatt. Die Fürther Spielefabrik Ludwig Kleefeld & Co. - Klee-Spiele -. In: Fürther Geschichtsblätter, Ausgabe 4/2018, S. 115 - 145
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Karl Arnold: Spiele mit dem Kleeblatt. Die Fürther Spielefabrik Ludwig Kleefeld & Co. - Klee-Spiele -. In: Fürther Geschichtsblätter, Ausgabe 4/2018, S. 122
- ↑ Staatsarchiv Nürnberg, Bay. Amt für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung, Außenstelle Nürnberg, Stichwort: Hebart, Fa. Christian, Nr. 1537 und 1538
