3.686
Bearbeitungen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 7: | Zeile 7: | ||
|Geburtsort=Fürth | |Geburtsort=Fürth | ||
|Todesdatum=1944/10/30 | |Todesdatum=1944/10/30 | ||
|Todesort= | |Todesort=Auschwitz | ||
|Religion=Jüdisch | |Religion=Jüdisch | ||
|Beruf=Arzt | |Beruf=Arzt | ||
| Zeile 23: | Zeile 23: | ||
|Verwandtschaftsgrad=Frau | |Verwandtschaftsgrad=Frau | ||
}} | }} | ||
Dr. med. '''Hermann Kronheimer''' (geb. [[14. Februar]] [[1874]] in [[Fürth]], gest. [[30. Oktober]] [[1944]] in | Dr. med. '''Hermann Kronheimer''' (geb. [[14. Februar]] [[1874]] in [[Fürth]], gest. [[30. Oktober]] [[1944]] in Auschwitz) war praktizierender [[Arzt]] jüdischen Glaubens in Nürnberg. | ||
== Leben und Beruf == | == Leben und Beruf == | ||
Dr. med. Hermann Kronheimer war | Dr. med. Hermann Kronheimer war als Sohn von [[Schmul Kronheimer|Schmul]] und Lina, geb. Löwenhaar aus [[Fürth]] das zehnte von zwölf Kindern. Der Vater war zuerst Schnittwarenhändler, später Teilhaber von Gebr. Kronheimer, Reklameartikel-Fabrikation u. Export, Gabelsbergerstraße 1. Hermann Kronheimer lebte zeitweise in Straßburg, promovierte zum Dr. med. und arbeitete als prakt. Arzt. Er zog 1901 nach Nürnberg, wo er 1913 Bürgerrecht erhielt. Dr. Kronheimer war Bahn- und Postarzt. | ||
Er war verheiratet mit Josefine, geb. Hirsch (geb. [[19. März]] [[1887]] in Augsburg). Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Tochter Lisa, geboren am [[18. September]] [[1920]] und Sohn Paul Peter, geboren am [[17. April]] [[1922]]. Am [[6. Mai]] [[1901]] zog Dr. Kronheimer nach [[Nürnberg]] und betrieb als Allgemeinarzt eine Praxis in der Bauerngasse 36. Zusätzlich war er als Bahn- und Postarzt tätig.<ref>siehe [https://juedisch-in-fuerth.repositorium.gf-franken.de/de/personen.html?permaLink=fue00520 | |||
https://juedisch-in-fuerth.repositorium.gf-franken.de/de/personen.html?permaLink=fue00520 | |||
Jüdisch in Fürth] zu Hermann Kronheimer, sowie Gerhard Jochem & Ulrike Kettner: Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Shoah. Selbstverlag des Stadtarchivs Nürnberg, 1998. S. 182</ref> | |||
Am [[17. Mai]] [[1934]] wurde die Praxis von Dr. Kronheimer in [[Nürnberg]] abgemeldet. Er emigrierte mit seiner Familie ein halbes Jahr später am [[22. Januar]] [[1935]] nach Den Haag (Niederlande).<ref>Bundesarchiv Homepage, abgerufen am 13. Februar 2014 - [http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de905711 online]</ref> Zuletzt lebte die Familie in Arnheim (Niederlande), allerdings konnten sie nicht erneut vor dem Überfall der deutschen Truppen im Mai [[1940]] aus Holland fliehen. Die Gestapo nahm Dr. Kronheimer und seine Frau in Holland fest und internierte sie im Sammellager Westerbork (Holland). Von dort aus wurden sie in verschiedene Konzentrationslager verbracht und ermordet.<ref>Bernd Höffken: Schicksale jüdischer Ärzte aus Nürnberg nach 1933. Metropol Verlag Berlin, 2013, S. 242 f.</ref> | Am [[17. Mai]] [[1934]] wurde die Praxis von Dr. Kronheimer in [[Nürnberg]] abgemeldet. Er emigrierte mit seiner Familie ein halbes Jahr später am [[22. Januar]] [[1935]] nach Den Haag (Niederlande).<ref>Bundesarchiv Homepage, abgerufen am 13. Februar 2014 - [http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de905711 online]</ref> Zuletzt lebte die Familie in Arnheim (Niederlande), allerdings konnten sie nicht erneut vor dem Überfall der deutschen Truppen im Mai [[1940]] aus Holland fliehen. Die Gestapo nahm Dr. Kronheimer und seine Frau in Holland fest und internierte sie im Sammellager Westerbork (Holland). Von dort aus wurden sie in verschiedene Konzentrationslager verbracht und ermordet.<ref>Bernd Höffken: Schicksale jüdischer Ärzte aus Nürnberg nach 1933. Metropol Verlag Berlin, 2013, S. 242 f.</ref> | ||
Bearbeitungen