Christian Winkler: Unterschied zwischen den Versionen

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Am 14. Januar 1829 brachte Winkler ein neues Gesuch ein, um nun die Niederlassung als Glasfacettierer mit zusätzlicher Erlaubnis des Glasbelegens bei Wertheimber oder für sich zu erhalten. Trotz eingeholtem Zeugnis für das  Glasfacettieren von Fischer in Erlangen lehnte der Magistrat mit Beschluss vom 5. Februar 1829 auch dieses Gesuch ab, weil bei schon vorhandenen 12  Glasfacettierern und 42 Glasbelegern kein „Fortkommen“ gesichert sei. Daraufhin legte Winkler am 23. Februar bei der Kgl. Regierung des Rezatkreises Rekurs ein. Diese verfügte am 16. Mai 1829, dass gemäß den Vollzugsinstruktionen des Gewerbsgesetzes dem Gesuch des Rekurrenten statt zu geben ist. Daraufhin erteilte ihm der Stadtmagistrat am 6. Juni [[1829]] das Schutzdekret zur Niederlassung und bewilligte seinen Nahrungserwerb als Glasbeleger und Glasfacettierer. Zugleich wurde das Verehelichungszeugnis ausgestellt, ein Einzugsgeld von 12 f. sowie die gemeindlichen Abgaben festgelegt. Nach gehöriger Vorstellung in vollständiger Uniform und Waffen wurde Winkler am 24. Juli 1829 in die 3. Infanterie-Compagnie des [?]. Bataillons des Königlichen Landwehr-Infanterie-Regiments unter dem Kommando des Oberst [[Adolph Schönwald|Schönwald]] „einrangiert“.<ref name="Akte W-20"/>
Am 14. Januar 1829 brachte Winkler ein neues Gesuch ein, um nun die Niederlassung als Glasfacettierer mit zusätzlicher Erlaubnis des Glasbelegens bei Wertheimber oder für sich zu erhalten. Trotz eingeholtem Zeugnis für das  Glasfacettieren von Fischer in Erlangen lehnte der Magistrat mit Beschluss vom 5. Februar 1829 auch dieses Gesuch ab, weil bei schon vorhandenen 12  Glasfacettierern und 42 Glasbelegern kein „Fortkommen“ gesichert sei. Daraufhin legte Winkler am 23. Februar bei der Kgl. Regierung des Rezatkreises Rekurs ein. Diese verfügte am 16. Mai 1829, dass gemäß den Vollzugsinstruktionen des Gewerbsgesetzes dem Gesuch des Rekurrenten statt zu geben ist. Daraufhin erteilte ihm der Stadtmagistrat am 6. Juni [[1829]] das Schutzdekret zur Niederlassung und bewilligte seinen Nahrungserwerb als Glasbeleger und Glasfacettierer. Zugleich wurde das Verehelichungszeugnis ausgestellt, ein Einzugsgeld von 12 f. sowie die gemeindlichen Abgaben festgelegt. Nach gehöriger Vorstellung in vollständiger Uniform und Waffen wurde Winkler am 24. Juli 1829 in die 3. Infanterie-Compagnie des [?]. Bataillons des Königlichen Landwehr-Infanterie-Regiments unter dem Kommando des Oberst [[Adolph Schönwald|Schönwald]] „einrangiert“.<ref name="Akte W-20"/>


Die Trauung von Christian Winkler und Maria Helena Memmert fand in St. Michael am 17. August 1829 statt.<ref>Kirchenbücher St. Michael, Trauungen 1827–1843, S. 103</ref> Seine Frau brachte ihren vorehelichen Sohn Johann Georg Ludwig Memmert mit in die Ehe. Die Familie wohnte nun im Haus Nr. 141, I. Bez. (ab 1890 [[Rednitzstraße 17]]).
Die Trauung von Christian Winkler und Maria Helena Memmert fand in St. Michael am 17. August 1829 statt.<ref>Kirchenbücher St. Michael, Trauungen 1827–1843, S. 103</ref> Seine Frau brachte ihren vorehelichen Sohn Johann Georg Ludwig Memmert mit in die Ehe, ihr gemeinsames Kind Anna Catharina Friederica Winkler (geb. 8. Juli 1829 in Erlangen; gest. 16. September 1830 in Fürth) kam kurz vor der Heirat zur Welt. Die Familie wohnte anfangs im Haus Nr. 141, I. Bez. (ab 1890 [[Rednitzstraße 17]]).
In der Ehe kamen in Fürth weitere acht Kinder zur Welt:
* Martin Christian Winkler (geb. 18. Januar 1831; gest. 15. August 1831), geb. Hs.-Nr. 389, I. Bez. ([[Königstraße 104]])
* Eduard Friedrich Winkler (geb. 8. März 1832; gest. 31. August 1874), geb. Hs.-Nr. 399, I. Bez. (Königstraße 122)
* Christian Ludwig Friedrich Winkler (geb. 6. Juni 1833), geb. Hs.-Nr. 216, II. Bez. (?)
* Margaretha Barbara Winkler (geb. 15. Juli 1834), geb. Hs.-Nr. 216, I. Bez. (Gartenstraße 22)
* Johanna Friederika Katharina Winkler (geb. 20. September 1836), geb. Hs.-Nr. 144, I. Bez. ([[Rednitzstraße 40]])
* Christian Friedrich Ludwig Winkler (geb. 30. März 1839), geb. Hs.-Nr. 140, I. Bez. ([[Rednitzstraße 21]])
* Johanna Juliana Winkler (geb. 5. März 1841; gest. 4. Oktober 1841), geb. und gest. Hs-Nr. 66, I. Bez. ([[Königstraße 35]])
* Karl Johann Winkler (geb. 8. April 1843; gest. 28. Februar 1866 in Erlangen), geb. Hs-Nr. 65, I. Bez. (Königstraße 35)


Schon acht Jahre später hatte ihn die [[Quecksilber]]-Krankheit ergriffen, eines seiner Kinder war erblindet, ein anderes gelähmt. Er versuchte einen alternativen Nahrungserwerb, indem er das Wirtshaus [[Unterfarrnbacher Straße 186|Zum Roten Roß]] in [[Unterfarrnbach]] kaufte, das seine Frau führen sollte. Er selbst arbeitete als Glasmeister für einen Kaufmann in einer Spiegelglasschleife. [[1839]] kehrte er nach Fürth zurück und begann wieder mit dem Spiegelbelegen. Winkler tüftelte immer wieder an Innovationen für die Spiegelglasherstellung. Neben einigen Verbesserungen der Belegmethode optimierte er die Polierpflöcke, die beim Poliervorgang eingesetzt wurden. Am [[6. April]] [[1847]] erhielt er für eine wesentlich verbesserte Facettenschleifwalze ein Privileg auf fünf Jahre. Seit dem [[23. Juni]] [[1848]] besaß Winkler zusätzlich eine Konzession zum Betrieb einer Spiegelglasfabrik mit guten Absatzaussichten.
Schon acht Jahre später hatte ihn die [[Quecksilber]]-Krankheit ergriffen, eines seiner Kinder war erblindet, ein anderes gelähmt. Er versuchte einen alternativen Nahrungserwerb, indem er das Wirtshaus [[Unterfarrnbacher Straße 186|Zum Roten Roß]] in [[Unterfarrnbach]] kaufte, das seine Frau führen sollte. Er selbst arbeitete als Glasmeister für einen Kaufmann in einer Spiegelglasschleife. [[1839]] kehrte er nach Fürth zurück und begann wieder mit dem Spiegelbelegen. Winkler tüftelte immer wieder an Innovationen für die Spiegelglasherstellung. Neben einigen Verbesserungen der Belegmethode optimierte er die Polierpflöcke, die beim Poliervorgang eingesetzt wurden. Am [[6. April]] [[1847]] erhielt er für eine wesentlich verbesserte Facettenschleifwalze ein Privileg auf fünf Jahre. Seit dem [[23. Juni]] [[1848]] besaß Winkler zusätzlich eine Konzession zum Betrieb einer Spiegelglasfabrik mit guten Absatzaussichten.
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