Vereinigte Bayerische Spiegel- und Tafelglaswerke: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Jahr 1928 befand sich die Glasindustrie in Deutschland in | Im Jahr 1928 befand sich die Glasindustrie in Deutschland in einer wirtschaftlich schwierigen Situation, u. a. auch durch eine Überproduktion, sodass es zu intensiver Kartellierung bzw. Konzentration der Hersteller kam. In dieser sog. Zeit der Krisenkartellierung verzichtete die Geschäftsleitung auf die weitere Herstellung von Spiegelglas. Stattdessen sollte das Werk in Neustadt a. d. Waldnaab die Produktion auf Farbglas umstellen. Wirtschaftlich entwickelte sich die Neuorientierung als Fehlentscheidung, und spätestens mit Beginn der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 und dem Börsencrash im Oktober 1929 ging es dem Unternehmen wirtschaftlich immer schlechter. | ||
Im Jahr 1931 musste das Unternehmen Konkurs anmelden. | Im Jahr 1931 musste das Unternehmen Konkurs anmelden. | ||
Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 22:21 Uhr
- Unternehmen
- Vereinigte Bayerische Spiegel- und Tafelglaswerke
- Gründungsort
- Fürth; Neustadt a. d. Waldnaab
- Gründungsdatum
- 1906
- Gesellschaftsform
- AG
- Standort
- Fürth, Neustadt a. d. Waldnaab
- Branche
- Spiegelfabrik, Glasindustrie
- Schließungsdatum
- 1931
- Schließungsgrund
- Konkurs
Die Vereinigten Bayerischen Spiegel- und Tafelglaswerke (vorm. Schrenk & Co. AG) waren ein Zusammenschluss zweier Firmen: „Schrenk & Co.“ und „Andreas Bauer & Söhne“.
Bei der Gründung 1906 wurde eine Aktiengesellschaft durch die böhmischen und oberpfälzischen Glasfabrikanten aus Neustadt a. d. Waldnaab und einen Betrieb in Fürth gebildet. Der Betrieb in Fürth befand sich in der Langen Straße 71 - 73. Vorsitzender im Aufsichtsrat war Andreas Bauer, der bereits zuvor schon die Glasfirma Schrenk & Co. mit geleitet hatte. Zeitweise existierte auch eine Niederlassung in Hoboken bei New York/USA.
Im Jahr 1928 befand sich die Glasindustrie in Deutschland in einer wirtschaftlich schwierigen Situation, u. a. auch durch eine Überproduktion, sodass es zu intensiver Kartellierung bzw. Konzentration der Hersteller kam. In dieser sog. Zeit der Krisenkartellierung verzichtete die Geschäftsleitung auf die weitere Herstellung von Spiegelglas. Stattdessen sollte das Werk in Neustadt a. d. Waldnaab die Produktion auf Farbglas umstellen. Wirtschaftlich entwickelte sich die Neuorientierung als Fehlentscheidung, und spätestens mit Beginn der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 und dem Börsencrash im Oktober 1929 ging es dem Unternehmen wirtschaftlich immer schlechter.
Im Jahr 1931 musste das Unternehmen Konkurs anmelden.
Siehe auch
Bilder
Reifen-Reichel in der Langen Straße - im Hintergrund Werbung für die ehem. Spiegelfabrik Vereinigte ... Reifen-Reichel in der Langen Straße - im Hintergrund Werbung für die ehem. Spiegelfabrik Vereinigte Bayerische Spiegel- und Tafelglaswerke (vorm. Schrenk & Co. AG), ca. 1955
Urheber: unbekannt
Lizenz: CC BY-SA 3.0