Lindenstraße 22

Version vom 3. Dezember 2019, 21:45 Uhr von Aquilex (Diskussion | Beiträge) (Jüdisches Wohnheim erg.)
Die Karte wird geladen …
Gebäude
Lindenstraße 22
Straße / Hausnummer
Lindenstraße 22
Postleitzahl
90768
Objekt
Villa
Baujahr
1915
Quellangaben
BLfD - Denkmalliste Fürth
Baustil
Neuklassizismus
Architekt
Bräutigam und Wiessner
Geo-Daten
49° 28' 18.42" N
10° 58' 11.30" E
 semantisches Browsen   Sem. Browsen / Abfrage
Personen, die hier wohnen bzw. gewohnt haben:
 semantisches Browsen   Sem. Browsen / Abfrage

Zweigeschossiger Putzbau mit sparsamem Stuckdekor, Walmdach, Segmentbodenerker, Loggia im Obergeschoss und Säulenbalkon an der Ostseite, neuklassizistisch, von Bräutigam und Wiessner, 1915/16.

Wohnheim der jüdischen Gemeinde

Die Villa war von Mai 1939 bis April 1942 ein Wohnheim für jüdische Personen, die ihre Wohnungen verlassen mussten. Nach dem Zwangsverkauf im Juli 1941, Eigentümerin war Mathilde Hutzler, wurden die ersten Heimbewohner nach Riga deportiert und ermordet. Die frühere Eigentümerin, ihre Haushälterin und das Ehepaar Cohnheim wurden im März 1942 nach Izbica verschleppt, ein weiterer Bewohner beging Selbstmord. Daraufhin schloss die Gemeinde das Wohnheim.[1]

Einzelnachweise

  1. Monika Berthold-Hilpert: Orte der Verfolgung und des Gedenkens in Fürth - Einladung zu einem Rundgang. Hrsg. Jüdisches Museum Franken, Verlag Medien und Dialog, Haigerloch 2002

Bilder